Verändert FMT die Persönlichkeit?

von | Zuletzt aktualisiert: Sep. 3, 2026

Kann eine fäkale Mikrobiota-Transplantation die Persönlichkeit verändern?

Ein Patient mit einer schweren Clostridioides difficile-Infektion, bei dem Antibiotikatherapien wiederholt versagt haben, erhält eine fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT). Dabei wird ein Teil des Darmmikrobioms eines menschlichen Spenders auf den Empfänger übertragen. Die Infektion wird geheilt, doch der Mann bemerkt nach und nach eine schleichende Veränderung seines Wesens. Hat die Prozedur ihn tatsächlich verändert? Ist seine Persönlichkeit eine andere geworden? Ist er noch derselbe Mensch?

Das Ende Juli im Piper Verlag erschienene Buch „Alter Ego“ des Bestsellerautors Benedikt Gollhardt greift genau dieses Thema literarisch auf. Der Protagonist Simon leidet an einer dramatischen Clostridioides-difficile‑Infektion, die die Ärzte auch mit mehreren Antibiotikabehandlungen nicht unter Kontrolle bringen. Als letzten Ausweg erhält er eine fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT), auch Stuhltransplantation genannt, die ihn innerhalb weniger Tage heilt. Doch die Prozedur scheint ihren Preis zu haben. Simons Persönlichkeit verändert sich zusehends.

Wie realistisch aber ist eine solche Veränderung? Hält sie einer kritischen wissenschaftlichen Betrachtung stand? Und was sagen Tier- und Humanstudien dazu?

Fäkale Mikrobiota-Transplantationen sind etabliert

In Deutschland und den USA ist die fäkale Mikrobiota-Transplantation, populärwissenschaftlich Stuhltransplantation genannt, mittlerweile ein etabliertes Verfahren, insbesondere bei wiederkehrenden Infektionen mit C. difficile. Dabei wird aufbereitetes und umfangreich untersuchtes Spendermaterial auf den Empfänger übertragen. Die klassische FMT ist allerdings nicht als reguläres Arzneimittel zugelassen und wird deshalb nur unter bestimmten Voraussetzungen oder im Rahmen klinischer Studien eingesetzt.

Die Übertragung kann über Kapseln oder direkt in den Darm erfolgen. Bei der rektalen Darreichungsform wird die Fäkalsuspension beispielsweise per Einlauf eingeführt oder mittels Koloskopie in den Dickdarm eingebracht. Gerade letztere Form ist günstig, weil die Suspension über größere Bereiche des Dickdarms verteilt werden kann, doch ist sie gleichzeitig auch mit einer größeren Belastung für den Patienten verbunden.

Wie funktioniert eine Fäkalmikrobiotatransplantation (FMT)?
Wie funktioniert eine Fäkalmikrobiotatransplantation (FMT)?

Eine Besonderheit gibt es in den USA: Dort sind bereits zwei aus menschlichem Stuhl gewonnene und standardisierte Mikrobiota-Produkte von der FDA zugelassen: REBYOTA, eine rektal verabreichte Suspension, und VOWST, das in Form von Kapseln oral eingenommen wird. Beide sind nicht zur Behandlung einer akuten Infektion zugelassen, sondern zur Prävention eines erneuten Auftretens nach einer Antibiotikatherapie.

Die Geschichte von Simon

An dieser Stelle soll nicht der Roman zusammengefasst werden. Die Lektüre ist spannend und soll nicht vorweggenommen werden. Trotzdem kann kurz der für unsere Frage wesentliche Inhalt in verdichteter Form wiedergegeben werden.

Wie oben dargestellt, erhält der Protagonist Simon eine Stuhltransplantation, eine sogenannte fäkale Mikrobiota-Transplantation, um seine Infektion mit C. difficile zu bekämpfen. Die Heilung gelingt und Simon ist berauscht von der Idee des Holobionten: der Symbiose aus menschlichen Zellen und den assoziierten Mikroorganismen.

Alter Ego Cover

Er begeistert sich zusehends für Mikrobiologie und versorgt seine Familie und seine Arbeitskollegen mit immer mehr Details über das holobiontische Konzept und die Einzigartigkeit der Mikroorganismen. Doch sein Charakter verändert sich zunehmend. Er wird animalischer, aggressiver und streitlustiger. In den Nächten streift er durch Parks und Stadtteile und schreckt auch vor Einbrüchen und Schlägereien nicht zurück. In seiner Vorstellung übernimmt das fremde Mikrobiom nach und nach die Kontrolle über ihn und er fragt sich, wie er diese Bedrohung unter Kontrolle bekommen kann.

Das Buch ist spannend geschrieben und es bringt aus belletristischer Perspektive eine ungewöhnliche Sichtweise auf die Mikrobiologie.

Dabei vermeidet der Autor konsequent die naheliegende literarische Übertreibung. Aus Simon wird kein Hulk oder Frankensteins Monster, sondern sein Protagonist erfährt Veränderungen, die zumindest im Bereich des Möglichen liegen.

Genau diese Subtilität und Zurückhaltung machen den Reiz dieses Buches aus, weil sie die entscheidende Frage zulassen: Ist das wirklich möglich?

Kurzbiografie

Benedikt Gollhardt, Jahrgang 1966, ist Drehbuchautor preisgekrönter Serien und Filme. Sein erster Roman stürmte die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde mit dem Wittwer-Thalia-Debütkrimipreis ausgezeichnet. Der Autor lebt mit seiner Familie in Köln.

Das Experiment hinter „Alter Ego“: die Sibirischen Hamster

Das Herausfordernde an Experimenten mit Mikrobiomen ist immer die Frage: Ist die Veränderung des Mikrobioms eine Konsequenz der beobachteten Veränderung, wie Verhalten, Krankheit oder erhöhte Fitness, oder war das Mikrobiom direkt die Ursache dafür?

Dieses als „Cause or effect“ bezeichnete Dilemma wollte eine amerikanische Arbeitsgruppe an der Universität Memphis auflösen. Hierzu führten sie Experimente mit männlichen Sibirischen Hamstern durch. Diese Tiere zeigen ein auffälliges Verhalten: Im Winter, mit seinen kurzen Lichtperioden, sind sie deutlich aggressiver als im Sommer mit seinen langen Lichtperioden. Man wusste bereits, dass diese Veränderung des Verhaltens auch mit einer Veränderung ihres Mikrobioms einherging. Aber war das nun die Ursache oder lediglich die Folge der unterschiedlichen Lichtbedingungen?

Um das zu klären, setzten die Forscher die Hamster unterschiedlichen Lichtbedingungen aus. Wie erwartet zeigten die Short-Day-Hamster eine erhöhte Aggressivität und auch ihr Mikrobiom veränderte sich.

Sibirische Hamster - FMT Experimente

Nun gingen die Forscher aber den entscheidenden Schritt weiter. Sie sammelten den Kot der Hamster aus beiden Lichtbedingungen, stellten daraus Suspensionen her und übertrugen die Mikrobiota mittels einer Magensonde. Dabei gab es sowohl Tiere, die Mikrobiota aus ihrer eigenen Lichtgruppe erhielten, als auch Tiere, die das Mikrobiom der jeweils anderen Gruppe bekamen.

Das Spannende war nun: Bekamen Short-Day-Hamster das Mikrobiom von Long-Day-Hamstern übertragen, so ging die Zahl aggressiver Episoden stark zurück. Gleichzeitig veränderte sich auch das Mikrobiom dieser Tiere deutlich.

Umgekehrt funktionierte das Experiment nicht so gut. Long-Day-Hamster, die das Mikrobiom von Short-Day-Hamstern erhielten, wurden nicht einfach zu aggressiven Winterhamstern. Bei einzelnen gemessenen Parametern lagen ihre Werte zwischen den beiden Gruppen.

Es konnte also gezeigt werden, dass die Manipulation des Mikrobioms ausreichte, um ein komplexes Sozialverhalten eines Säugetiers messbar zu verändern. Durch die fäkale Mikrobiota-Transplantation wurde experimentell in das System eingegriffen und anschließend eine Veränderung des Verhaltens beobachtet. Das lieferte ein kausales Argument dafür, dass das Mikrobiom an der Regulation des Aggressionsverhaltens beteiligt war.

Allerdings sollte erwähnt werden, dass das Experiment nur mit einer sehr kleinen Gruppe von Hamstern durchgeführt wurde.

Auch wenn vom Aggressionsverhalten eines Hamsters bis hin zu einer Persönlichkeitsveränderung beim Menschen noch gewaltige Schritte liegen, ist die wissenschaftliche Grundlage für die Grundidee des Romans damit durchaus vorhanden.

Wie könnte das überhaupt funktionieren? Die Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse

Aber wie könnte eine Persönlichkeitsveränderung überhaupt funktionieren? Schließen wir die philosophische Komponente einmal aus, die in unserem Artikel auf Substack diskutiert wird (ab 10.09. verfügbar), so kommt als grundsätzlicher Mechanismus die Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse in Frage. Sie ermöglicht die Kommunikation zwischen Darmmikrobiom und Gehirn. Dazu nutzt sie unterschiedliche Wege wie den Vagusnerv, Hormone, das Immunsystem und zahlreiche mikrobielle und körpereigene Botenstoffe.

Das Erstaunliche an dieser Unterhaltung ist, dass sie bidirektional funktioniert, denn der Darm sendet genauso an das Gehirn, wie das Gehirn an den Darm. Besonders interessant dabei ist der Vagusnerv. Dieser ist eine der wichtigsten Datenautobahnen zwischen den inneren Organen und dem Gehirn. Etwa 80 bis 90 % seiner Nervenfasern sind afferent und leiten Informationen demnach in Richtung des Gehirns, während nur 10 bis 20 % in die umgekehrte Richtung verlaufen. Häufig wird dies als 90:10‑Verhältnis der Darm-Hirn-Kommunikation dargestellt. Dies ist aber zu vereinfacht, da neben dem Vagusnerv eben auch andere Kommunikationswege existieren.

Darm-Hirn-Achse

Auch wenn der Vagusnerv noch zahlreiche weitere wichtige Aufgaben hat, zeigt dies, wie stark Informationen aus den inneren Organen in Richtung Gehirn übertragen werden. Das Darmmikrobiom kann dabei einen wesentlichen Einfluss auf das Gehirn und damit auch auf unsere Psyche ausüben.

Überdies wird die Existenz eines eigenen Gehirnmikrobioms diskutiert, was eine wissenschaftliche Sensation wäre, da das Gehirn gemeinhin als steril gilt. Zwar gilt dies noch als spekulativ, da die gefundenen bakteriellen Spuren auch auf Kontaminationen zurückzuführen sein könnten, aber ausgeschlossen ist es nicht.

Die weitverbreitete Annahme, dass das zum großen Teil im Darm gebildete Serotonin auch ins Gehirn gelangt und dort die Stimmung beeinflusst, ist falsch. Tatsächlich kann Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Dessen Vorstufe, die essenzielle Aminosäure Tryptophan, die von menschlichen Zellen nicht hergestellt werden kann, kann hingegen die Barriere passieren und im Gehirn zur Serotoninbildung genutzt werden. Das Darmmikrobiom beeinflusst hierbei den Tryptophanstoffwechsel und damit auch dessen Verfügbarkeit im Blut.

Durch die zahlreichen Kommunikationswege kann das Darmmikrobiom tatsächlich Prozesse im Gehirn beeinflussen. Dazu gehören die Mikroglia, also die Immunzellen des Gehirns, die Ausbildung, Stabilität und Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke sowie die neuronale Erregbarkeit und die Neuroplastizität.

Damit besitzt das Darmmikrobiom über die Darm-Hirn-Achse ein mächtiges Werkzeug, um die Gehirnfunktion und damit auch das Verhalten zu verändern.

Umgekehrt kann auch das Gehirn den Darm beeinflussen. Besonders deutlich ist das beim Stress. Über das autonome Nervensystem und die HPA-Achse können unter anderem Darmmotilität, Sekretion, Immunreaktionen und die Darmbarriere verändert werden. Dies hat Auswirkungen auf das Darmmikrobiom und kann über die beschriebenen Kommunikationswege wiederum zu erhöhtem Stress im Gehirn führen. Die Unterhaltung zwischen Darm und Gehirn ist demnach keine Einbahnstraße, sondern ein komplexes Rückkopplungssystem.

Jegliche Verhaltensveränderungen, die durch eine FMT ausgelöst würden, müssten demnach über diese Darm-Hirn-Achse vermittelt werden.

Was sagen Tierversuche dazu?

Es gibt eine Reihe von Tierversuchen, in denen Darmmikrobiota zwischen Tieren beziehungsweise von Menschen auf Tiere übertragen wurden. Diese stützen die wissenschaftliche These, wonach Veränderungen im Verhalten durch ein fremdes Mikrobiom ausgelöst werden könnten.

Im Jahr 2011 übertrug eine Forschergruppe die Darmmikrobiota zwischen zwei Mäusestämmen, die sich deutlich in ihrem Explorationsverhalten unterschieden. Das Ergebnis war verblüffend: Keimfreie Mäuse, die das Mikrobiom des explorativeren Mäusestammes erhielten, wurden neugieriger. Umgekehrt wurden Mäuse mit der Mikrobiota des zurückhaltenderen Stammes weniger neugierig. Zusätzlich konnte im Hippocampus eine Veränderung der Konzentration von BDNF gemessen werden. BDNF ist ein wichtiger Faktor für neuronale Plastizität.

2016 ging eine irische Forschungsgruppe noch weiter. Die Wissenschaftler übertrugen die Darmmikrobiota von Menschen mit Major Depression auf Ratten. Vorher hatten die Forscher die ursprüngliche Mikrobiota der Tiere stark reduziert. Die Empfängertiere entwickelten anschließend depressionsassoziierte und angstähnliche Verhaltensweisen. Besonders die Reaktion auf angenehme Reize war nach der Übertragung vermindert. Natürlich waren die Ratten nicht depressiv im menschlichen Sinn. Allerdings war der psychische Zustand der menschlichen Spender anscheinend mit einer Mikrobiota verbunden, deren Übertragung auf ein anderes Säugetier ein verändertes Verhalten hervorrief.

Und im Jahr 2024 wurde ein weiterer erstaunlicher Befund gemacht. Wieder wurde bei einer Stuhltransplantation das Darmmikrobiom von Menschen mit einer Social Anxiety Disorder (SAD) auf Mäuse übertragen. Deren Mikrobiota war zuvor ebenfalls durch Antibiotika stark reduziert worden.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Die Mäuse wurden nicht allgemein ängstlicher und auch ihr normales Sozialverhalten änderte sich nicht. Der Unterschied zeigte sich ganz spezifisch bei sozialer Furcht. In einem Social-Fear-Conditioning-Test lernten die Tiere zunächst, eine soziale Begegnung mit einem aversiven Reiz zu verbinden, also einem Reiz, der als unangenehm empfunden und vermieden wird. Anschließend wurde untersucht, wie schnell sie diese erlernte Furcht wieder abbauten. Mäuse mit der Mikrobiota von SAD-Patienten hielten deutlich länger an ihrer sozialen Furcht fest als Mäuse, die Mikrobiota gesunder Menschen erhalten hatten.

Und genau das war das Bemerkenswerte an dieser Studie: Es wurde nicht einfach ein unspezifisch ängstliches Tier erzeugt. Die übertragene Mikrobiota beeinflusste sehr spezifisch eine Verhaltensdimension, die auch für die Erkrankung der menschlichen Spender charakteristisch ist: soziale Furcht.

Bei diesen Mäusen wurden zudem direkte Veränderungen im Gehirn gefunden. In einer Hirnregion, die unter anderem am Angst- und Sozialverhalten beteiligt ist, fanden die Forscher weniger oxytocinhaltige Neuronen. Zusätzlich waren weitere Gene des Oxytocin- und Vasopressinsystems verändert. Diese Studie gehört damit zu den stärksten experimentellen Arbeiten, die die Grundidee von „Alter Ego“ unterstützen.

Es gibt noch weitere Tierversuche, in denen zum Beispiel antisoziales oder depressionsähnliches Verhalten durch die Mikrobiota ausgelöst werden konnte. Ebenfalls zeigte man, dass das Mikrobiom von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung nach der Übertragung auf keimfreie Mäuse Veränderungen bei sozialer Interaktion, Kommunikation und stereotypem Verhalten auslösen konnte. Das heißt nicht, dass Autismus übertragen wurde. Allerdings konnte das Mikrobiom einen kausalen Beitrag zur Ausprägung bestimmter Verhaltensweisen leisten.

Selbst die Mikrobiota von unbehandelten Menschen mit Schizophrenie löste bei antibiotikabehandelten Mäusen eine Hyperaktivität sowie Einschränkungen des Lernens und des Gedächtnisses aus. Zusätzlich wurden messbare biochemische Veränderungen im Gehirn der Tiere nach der fäkalen Mikrobiota-Transplantation beobachtet.

All diese Tierversuche zeigen in beeindruckender Weise, dass durch die Übertragung einer mikrobiellen Gemeinschaft Veränderungen komplexer Verhaltensweisen hervorgerufen werden können. Solche Effekte wurden mittlerweile in sehr unterschiedlichen Tiermodellen beobachtet.

Das bedeutet nicht, dass eine Persönlichkeit übertragen wurde, sondern dass jeweils einzelne Verhaltensweisen oder Verhaltensdimensionen beeinflusst wurden.

Was zeigen Humanstudien?

Es mag nicht verwunderlich erscheinen, dass es zu diesem Thema kaum Humanstudien gibt. Solche Experimente, bei denen gezielt untersucht würde, ob sich Verhaltensmerkmale eines Spenders auf einen anderen Menschen übertragen lassen, können aus ethischen Gründen kaum durchgeführt werden. Es zeigt sich wieder einmal, dass auf Tierversuche nicht gänzlich verzichtet werden kann, wenn solche komplexen Fragestellungen untersucht werden sollen.

Wesentlich bei Humanstudien ist, dass idealerweise doppelblinde, placebokontrollierte Studien durchgeführt werden, um Verzerrungen möglichst auszuschließen.

Placebo heißt dabei nicht, dass nichts passiert. Erwartungen und andere psychologische Prozesse können tatsächlich messbare Veränderungen hervorrufen. Der Körper reagiert und er antwortet auf die Erwartungshaltung der Psyche. Allerdings ist nicht jede Verbesserung, die in einer Placebogruppe erzielt wird, automatisch ein Placeboeffekt. Auch der natürliche Verlauf einer Erkrankung und andere Faktoren können dabei eine Rolle spielen.

Wesentlich ist bei solchen Studien nur, ob die untersuchte Behandlung im direkten Vergleich mit Placebo einen zusätzlichen und messbaren Effekt erzielt.

Eine der wichtigsten Studien dazu erschien 2026. Patienten mit einer Major Depression erhielten Escitalopram und zusätzlich entweder FMT-Kapseln von gesunden Spendern oder Placebo. Escitalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Er erhöht die Konzentration des Botenstoffs Serotonin im Gehirn, indem er dessen Wiederaufnahme in die Nervenzellen hemmt.

Bereits nach zwei Wochen nahm die depressive Symptomatik in der FMT-Gruppe stärker ab als unter Placebo, und dieser Unterschied war auch nach acht Wochen noch nachweisbar. Die Remissionsrate, also der Anteil der Patienten, bei denen die depressive Symptomatik weitgehend abgeklungen war, unterschied sich hingegen nicht signifikant.

Zusätzlich, und das war besonders spannend, konnten Veränderungen des Stoffwechsels gemessen werden. Spenderbakterien siedelten sich im Darm der Empfänger an, Gallensäuren veränderten sich und inflammatorische Signalwege wurden beeinflusst. Die Veränderung des Mikrobioms zeigte sich also nicht nur in klinisch erhobenen Depressionswerten, sondern auch in objektiv messbaren biologischen Veränderungen.

Einen interessanten Gegenpol dazu lieferte eine ebenfalls 2026 erschienene Studie mit Patienten, die an einer bipolaren Störung litten und sich gerade in einer depressiven Phase befanden. Ein Teil erhielt eine FMT eines gesunden Spenders, ein anderer Teil bekam die eigene Mikrobiota zurück. In beiden Gruppen verbesserten sich die Depressionswerte erheblich und nahezu im gleichen Ausmaß.

Bemerkenswert war, dass sich bei den Empfängern der fremden FMT das Mikrobiom eindeutig in Richtung des gesunden Spenders veränderte. Trotzdem waren sie gegenüber der Gruppe, die ihr eigenes Mikrobiom zurückerhalten hatte, klinisch nicht stärker verbessert. Möglicherweise spielten dabei auch Erwartungs– oder Placeboeffekte eine Rolle.

Eine der ersten aufsehenerregenden Studien zu dieser Thematik wurde bereits 2017 durchgeführt. Damals erhielten Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und gastrointestinalen Beschwerden eine sogenannte Microbiota-Transfer-Therapie, die aus Antibiotikabehandlung, Darmreinigung und anschließender Übertragung einer gesunden Mikrobiota bestand. Mit den ersten beiden Praktiken sollte die neue Mikrobiota die Chance erhalten, sich überhaupt ansiedeln zu können. Sowohl gastrointestinale Beschwerden als auch autismusassoziierte Symptome verbesserten sich teilweise deutlich.

Das Problem dieser Studie bestand jedoch darin, dass sie offen durchgeführt wurde und keine Placebo-Gruppe hatte.

2024 folgte eine wesentlich größere randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie mit 103 Kindern.

Diese zeigte, dass sich einige Parameter des Sozialverhaltens verbesserten, allerdings sowohl in der FMT– als auch in der Placebo-Gruppe. Auch dies deutet möglicherweise auf deutliche Placebo- oder andere körpereigene Effekte hin, die durch die Studie ausgelöst wurden. Bei einzelnen sekundären Parametern des Sozialverhaltens schnitt die FMT jedoch besser ab.

Auch wenn Humanstudien bisher nicht zeigen, dass bestimmte Merkmale des Spenders durch die Mikrobiota übertragen werden können, zeigen sie doch, dass eine gezielte Veränderung des Darmmikrobioms psychische und verhaltensbezogene Parameter beeinflussen kann.

Neben dem Placeboeffekt kann ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle spielen, der besonders für “Alter Ego” interessant sein könnte: der Noceboeffekt.

Während positive Erwartungen einen Placeboeffekt beim Patienten auslösen können, können negative Erwartungen genau das Gegenteil bewirken. Beschwerden können verstärkt und neue Symptome hervorgerufen werden. Dieser Effekt ist in der Medizin gut bekannt.

So zeigen beispielsweise Studien mit Krebspatienten, dass negative Erwartungen die Wahrnehmung von Nebenwirkungen beeinflussen können. In einer Studie führte allein die vorherige Aufklärung der Patienten über den Noceboeffekt zu einer besseren Verträglichkeit der Chemotherapie.

1942 beschrieb der Physiologe Walter Cannon historische Berichte über sogenannte “Voodoo deaths” bei Eingeborenenstämmen, bei denen Menschen nach Verwünschungen oder Flüchen starben. Cannon vermutete, dass extreme Angst und die damit ausgelöste physiologische Stressreaktion für diese Todesfälle verantwortlich gewesen sein könnten.

Der Noceboeffekt lässt sich zwar genauso wie der Placeboeffekt messen. Schwierig ist es jedoch, ihren Anteil an einer konkreten Veränderung des Menschen von natürlichen Schwankungen, Krankheitsverlauf und anderen Einflüssen zu trennen. Gerade deshalb sind sie zwei der interessantesten Kräfte, die für die Gesundheit des Menschen eine Rolle spielen.

Und genau dieser Noceboeffekt könnte für Simons Verwandlung entscheidend sein. Je intensiver er sich mit seinem neuen und fremden Mikrobiom beschäftigt und je stärker seine Angst wird, dass die Persönlichkeit einer fremden Person auf ihn übergegangen sein könnte, desto größer könnte der Noceboeffekt sein.

Damit gibt es auf einmal zwei mögliche Erklärungen für Simons Verhaltensänderung. Das veränderte Mikrobiom könnte tatsächlich sein Verhalten über die Darm-Hirn-Achse beeinflussen. Gleichzeitig könnte die negative Erwartungshaltung, dem Mikrobiom der fremden Person quasi ausgeliefert zu sein, das Verhalten des Protagonisten beeinflussen.

Kann wirklich etwas vom Spender „übertragen“ werden?

Nach der Betrachtung der Tier– und Humanstudien bleibt nun die wesentliche Frage, ob wirklich etwas vom Spender übertragen werden kann.

Tatsächlich werden bei einer fäkalen Mikrobiota-Transplantation neben den Bakterien auch Viren, Bakteriophagen und Pilze übertragen. Und mit ihnen neue mikrobielle Gene, neue Stoffwechselmöglichkeiten und damit auch die Fähigkeit, andere mikrobielle Stoffwechselprodukte im Körper des Empfängers zu produzieren.

Man kann sich das so vorstellen, dass ein Teil eines Ökosystems in ein anderes Ökosystem eindringt. Es wird also nicht wie bei einer Organtransplantation eine Leber, eine Niere oder sogar ein Herz übertragen, sondern es werden quasi viele Bewohner einer Stadt in eine andere Stadt übersiedelt.

Und dann ist die Frage letztendlich: Was machen diese Bewohner der alten Stadt in der neuen Stadt? Die Bakterien des Spenders finden sich auf einmal in einer neuen Umgebung und müssen dort, wenn sie bleiben wollen, die Kolonisationsresistenz überwinden. Das mag bei einer C. difficile-Infektion vielleicht grundsätzlich einfach erscheinen, da ein Großteil der alten Mikrobiota verschwunden scheint. Doch dem ist nicht so.

Die Mikrobiota eines erkrankten Menschen besteht nicht nur aus C. difficile. Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Bakterien.

Die vorausgegangenen Antibiotikabehandlungen haben die Kolonisationsresistenz des gesamten mikrobiellen Ökosystems jedoch wesentlich geschwächt. Hier öffnet sich quasi ein Tor für die neuen Bewohner, die nun versuchen können, Plätze einzunehmen, die normalerweise bereits besetzt wären.

Die Frage, die sich hierbei stellt, ist, wie weit diese neuen Bakterien diese Plätze einnehmen können und wie lange sie auch überleben können. In einer Studie konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass Spenderstämme noch bis zu fünf Jahre nach der eigentlichen FMT im Darm der Empfänger vorhanden waren. Die FMT ist also keine kurzfristige Aktion, sondern ein Mensch trägt tatsächlich einen Teil des mikrobiellen Ökosystems eines anderen Menschen über Jahre in sich.

Dies ist in der Tat eine erstaunliche Feststellung, die Simon in dem Buch “Alter Ego” sehr und nachhaltig beeindruckt hat. Trotzdem wird aber natürlich der Empfänger nicht zum mikrobiellen Klon des Spenders, genauso wie die Bewohner der alten Stadt nicht die Bewohner der neuen Stadt einfach vertreiben und die neue Stadt zur alten Stadt machen. Es entsteht eine neue Mischgesellschaft.

Warum ist das so? Die Bakterien des Spenders treffen nicht auf einen völlig leeren Raum, sondern auf ein bereits vorhandenes Mikrobiom. Sie treffen auf einen Empfänger mit einer anderen Genetik, einem anderen Immunsystem und einer anderen Ernährung. Es gibt möglicherweise Medikamente, die der Empfänger nimmt, es gibt eine andere Darmphysiologie, und ganz grundsätzlich ist die Umwelt damit anders als beim Spender. Daher können manche neue Bakterien sich wohlfühlen und andere nicht.

Im Prinzip ist diese Übertragung der Bakterien nicht viel anders als das, was sowieso im täglichen Leben geschieht. Durch den Kontakt mit der Umwelt, mit anderen Personen, mit Pflanzen, mit Tieren, und auch durch die Atmung, geraten ständig neue Mikroorganismen in unseren Körper. Natürlich haben sie es durch die Kolonisationsresistenz schwer, aber das Eindringen von fremden Bakterien im Alltag ist ein völlig normaler Prozess.

Im Gegensatz dazu unterscheidet sich eine FMT durch die enorme Menge, die Zusammensetzung und die gezielte Einbringung einer komplexen mikrobiellen Gemeinschaft in den Darm.

Bei der FMT wird jedoch das Mikrobiom des Empfängers nicht zum Mikrobiom des Spenders, sondern aus zwei mikrobiellen Ökosystemen entsteht ein neues Ökosystem.

Aus wissenschaftlicher Sicht stellt sich nun die Frage: Kann mit der Mikrobiota sogar ein Phänotyp übertragen werden?

Ein Phänotyp ist die Gesamtheit der beobachtbaren oder messbaren Charakteristika eines Organismus. Hierzu gehören nicht nur körperliche Merkmale, sondern auch physiologische Eigenschaften und Verhaltensweisen.

Diese Frage kann zumindest für bestimmte Verhaltensphänotypen in Tierversuchen mit Ja beantwortet werden. So konnte ja das Aggressionsverhalten beim Hamster reduziert, die soziale Furcht beeinflusst oder depressionsähnliches Verhalten ausgelöst werden. Bei Menschen zeigen erste Studien ebenfalls Veränderungen psychischer Parameter; eine Übertragung eines Spenderphänotyps ist dort jedoch bisher nicht nachgewiesen.

Aber kann tatsächlich eine Eigenschaft übertragen werden? Wurde wirklich die Ängstlichkeit des Spenders bei den Tierversuchen übertragen, oder wurden nicht etwa Mikroorganismen übertragen, deren Stoffwechsel beim Empfänger einen Zustand erzeugt, der das Angstverhalten wahrscheinlicher macht?

Wenn ich zwei Zimmer habe und in einem davon den Lichtdimmer austausche, sodass dieses Zimmer anschließend dunkler beleuchtet ist, wird nicht die Dunkelheit übertragen, sondern der Mechanismus verändert, der die Helligkeit steuert.

Genauso auch bei der Übertragung des Mikrobioms: Hier werden die Regler des Gehirns, also in unserem Bild die Dimmer, beeinflusst, und dadurch werden Mechanismen verändert, die Angstverhalten begünstigen können.

Eine Persönlichkeitsübertragung, wie Simon sie befürchtet, ist aber noch eine wesentlich andere Größenordnung. Hier würde ja die ganze Persönlichkeit einer Person über das Mikrobiom übertragen.

Die menschliche Persönlichkeit entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Genetik, der Entwicklung des Gehirns, Lernen, Erinnerung, Erfahrung, sozialem Umfeld und biologischen Einflussfaktoren wie Hormonen oder auch dem Mikrobiom.

Es ist also möglich, dass das veränderte Mikrobiom das Verhalten beeinflusst, aber es gibt bisher keinerlei Belege dafür, dass im Mikrobiom die Persönlichkeit des Spenders steckt. Natürlich gibt es noch viel weniger Hinweise darauf, dass Erinnerungen, Wissen oder Identität mikrobiell gespeichert und dann übertragen werden können.

Fairerweise muss man sagen, dass der Roman dies überhaupt nicht behauptet und damit sehr gut im wissenschaftlichen Korridor bleibt. Simon hat Angst, dass die Persönlichkeit des Spenders auf ihn übertragen wurde.

Zwischen Simons Angst und der Behauptung, dass tatsächlich die Persönlichkeit des Spenders übertragen wurde, besteht jedoch ein sehr großer Unterschied!

Wie gut kommt der Roman an die Wissenschaft heran?

Das führt letztlich zur entscheidenden Frage, wie gut der Roman an die Wissenschaft herankommt. Die oben beschriebenen Tier– und Humanversuche bestätigen die exzellente Recherche des Autors.

Auf ihn lauerte die Versuchung, ein Frankenstein-Monster zu schaffen und damit eine literarische Erhöhung zu begehen, die zwar in der Literatur erlaubt ist, die Geschichte aber doch weit von der Wissenschaft fortgetragen hätte. Genau das wollte der Autor anscheinend vermeiden.

Benedikt Gollhardt
Der Autor: Benedikt Gollhardt © Cornelis Gollhardt

Es gibt bei Menschen noch keine wissenschaftlichen Studien darüber, dass Aggressionen und andere Verhaltensweisen bei einer Stuhltransplantation in dem Maße übertragen werden können, wie sie im Roman dargestellt werden. Auch aus ethischen Gründen sind solche Experimente kaum vorstellbar. Zwar konnte gezeigt werden, dass bestimmte Merkmale von Menschen auf Tiere übertragen werden konnten. Es bleibt aber offen, inwieweit solche Übertragungen von Mensch zu Mensch stattfinden könnten.

Doch wie weit ist die Wissenschaft tatsächlich bisher gekommen? Die gesamte Mikrobiomforschung, selbst nach zehn bis zwanzig Jahren Forschung, steht immer noch am Anfang. Es können zwar ganze mikrobielle Gemeinschaften mit den bekannten methodischen Verzerrungen auf Arten- und teilweise Stammebene untersucht werden. Die exakten Mengen und die Interaktionen untereinander lassen sich jedoch mit den üblichen Sequenzierverfahren nicht analysieren. Auch beschränken sich die Proben in den meisten Fällen auf Stuhlproben und weniger auf Gewebeproben, die jedoch notwendig wären, um die Lokalisation der mikrobiellen Gruppen in die Analyse einzubeziehen. Zudem sind zwar Multi-Omics-Analysen ein guter Ansatz, aber welche Bakterien, unter welchen Bedingungen welche Stoffe bilden, die dann von anderen Bakterien mittels Cross-Feeding weiter benutzt werden, verraten sie nicht.

Heutzutage werden sehr viele Daten generiert. Aber ein überzeugendes Gesamtbild ergeben sie nicht.

Aber in der Realität haben wir es mit Tausenden verschiedener Bakterienarten zu tun, die den menschlichen Darm besiedeln, wobei jeder Mensch Hunderte von ihnen beherbergt. Und sie sind in einer unfassbaren Menge vorhanden. Sie kommunizieren, sie interagieren, und niemand weiß wirklich, wie weit diese Interaktionen tatsächlich reichen.

Trotzdem soll an dieser Stelle abschließend eine kritische Unterteilung stattfinden in das, was gesichert, gut belegt, plausibel oder unbelegt ist.

FMT-Behandlung von C. difficile

Gilt als gesichert.

Studien zeigen Behandlungserfolge bei wiederholter Behandlung von bis zu 91 %. Die fäkale Mikrobiota-Transplantation kann Leben retten. Auch die rasche körperliche Genesung, selbst nach Einmalgabe, ist dokumentiert.

Können sich langfristig fremde Bakterienarten und deren Stämme im Empfänger festsetzen?

Gesichert.

Studien zeigen, dass selbst nach fünf Jahren ein Großteil der Stämme persistierte. Sobald sich die Stämme erfolgreich etabliert haben, werden sie Teil des neuen mikrobiellen Ökosystems und damit auch seiner Kolonisationsresistenz. Eine vollständige Kopie des Spendermikrobioms entsteht aber nicht, da einige Empfängerstämme erhalten bleiben, zahlreiche neue Spenderstämme sich etablieren und aus der Umwelt weiterhin neue Stämme dazukommen. Ein neues mikrobielles Hybridsystem entsteht.

Kommt es durch das Spendermikrobiom zu metabolischen und immunologischen Veränderungen im Empfänger?

Gesichert.

Dies ist sowohl durch Tier- als auch durch Humanstudien belegt. Jeder neu etablierte Bakterienstamm bringt seinen eigenen Satz an Genen und damit auch neue metabolische Möglichkeiten in das mikrobielle Ökosystem des Empfängers.

Auswirkungen auf die Darm-Hirn-Achse?

Gut belegt.

Bakterien, die sich im Darm ansiedeln, können die Darm-Hirn-Achse beeinflussen. Das wurde in Tierversuchen gezeigt, und klinische Versuche an Menschen liefern erste Evidenz dafür.

Veränderte Stimmung des Empfängers

Plausibel.

Hierzu gibt es bestätigende Tierversuche und auch erste humanmedizinische Daten. Die Darm-Hirn-Achse kann genau dies bewirken, wie Untersuchungen an depressiven Patienten zeigen. Es existieren bisher aber nur kleine Studien.

Neue Faszination für Mikrobiologie

Plausibel, aber unabhängig von FMT erklärbar.

Hierzu sind keine Tier- oder Humandaten erforderlich. Psychologisch kann ein Schlüsselereignis zu einer Ausprägung und Veränderung persönlicher Interessen führen.

Nächtliches Umherwandern

Plausibel als psychologische Entwicklung, aber nicht FMT-spezifisch belegt.

Dies ist kein Verhalten, das in Studien direkt überprüft wurde. Die körperlichen wie auch psychischen Veränderungen können zu Schlafdefiziten führen und zu einer buchstäblichen Angst vor dem Schlaf, die zu Insomnie führen kann. Diese wird durch Aktivitäten kompensiert, die den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus zusätzlich stören. Ein negativer Kreislauf kann damit angestoßen werden.

Aggression

Im Tiermodell plausibel, beim Menschen unbelegt.

Aggressives Verhalten kann eine Folge von Schlafmangel sein. Tiermodelle zeigen, dass auch eine FMT das Aggressionsverhalten beeinflussen kann.

Beim Menschen gibt es keine Studien hierzu.

Da “Alter Ego” aber nicht die FMT direkt dafür verantwortlich macht, sondern es der Interpretation des Lesers überlässt, ist dieses Merkmal an dieser Stelle nicht ungewöhnlich.

Übertragung der Eigenschaften oder der Identität des Spenders

Unbelegt.

Simon vermutet genau das und der Roman, ohne den Inhalt an dieser Stelle verraten zu wollen, behandelt diese These auf eine faszinierende Art und Weise.

Wissenschaftlich gesehen werden Mikroorganismen und mit ihnen funktionelle und metabolische Möglichkeiten übertragen. Für eine Übertragung von Persönlichkeit oder Identität gibt es keinerlei Beleg.

Der Roman folgt daher einer klaren und nachvollziehbaren Linie und einer Dramatik, die eng an die Wissenschaft gebunden bleibt. Ob Simon nun tatsächlich durch das neue Mikrobiom verändert wurde oder ob seine fast manische Beschäftigung mit der Mikrobiologie und die Vorstellung, die Persönlichkeit eines anderen Menschen in sich zu tragen, zu seinen Verhaltensänderungen geführt haben, bleibt das Geheimnis des Autors und ist ganz der Fantasie des Lesers überlassen.

Genau das zeichnet gute Literatur aus: dass nicht jedes Detail erklärt wird, sondern der Leser seine eigenen Schlüsse ziehen darf.

Fazit

Mit dem Buch „Alter Ego“ wird ein faszinierendes, wissenschaftliches und medizinisches Konzept aufgenommen und literarisch umgesetzt. Die Gefahr bei belletristischen Büchern, die sich mit wissenschaftlichen Fakten beschäftigen, besteht oft in der literarischen Überhöhung. Dies ist an sich möglich, denn in der Literatur ist grundsätzlich alles erlaubt, aber die Geschichte würde damit ihren Anspruch auf wissenschaftliche Plausibilität verlieren.

Genau das passiert bei diesem Buch nicht, weil es sich nicht anmaßt, über der Wissenschaft zu stehen. Ganz im Gegenteil. An jeder Stelle des Werks ist die Demut des Autors vor der Komplexität mikrobieller Netzwerke spürbar. Das Sympathische daran ist, dass er erst gar nicht versucht, wissenschaftliche Grenzen zu überschreiten.

Er lässt sie Simon überschreiten.

Simon beginnt nach und nach zu glauben, dass die Persönlichkeit des Spenders in ihm steckt. Diese Vorgehensweise ist äußerst raffiniert. Und sie ist kreativ und intelligent, denn dadurch bleiben Mikrobiologie und psychologische Selbstbeeinflussung gleichzeitig als Erklärungen offen.

Das Buch zeigt damit auf eine eindrucksvolle Art und Weise, wie wenig die Wissenschaft noch vom Mikrobiom weiß, obwohl der Eindruck für Nicht-Mikrobiologen ein anderer sein mag. Der Autor Benedikt Gollhardt thematisiert daher nicht nur die möglichen Auswirkungen einer Stuhltransplantation, sondern er zeigt auch, dass die Mikrobiomforschung immer noch am Anfang steht.

Wie weit am Anfang lässt sich wiederum am besten mit einem Bild veranschaulichen. Wenn der Weg zu einem umfassenden Verständnis 100 Kilometer lang wäre, so haben wir wahrscheinlich bis jetzt erst eine Strecke von 10 cm zurückgelegt.

Nicht einen Kilometer.

Nicht 100 Meter.

10 Zentimeter.

Aber warum?

Wir sind in der Mikrobiomforschung methodisch noch viel zu häufig gezwungen, in zweidimensionalen Gedankenmustern und mechanistischen Zusammenhängen zu denken. Wir sind in Ursache und Wirkung gefangen: Wenn X verändert wird, muss Y geschehen. Wir zerlegen die komplexen Ökosysteme in einzelne Aktivitäten und Stoffwechselwege.

Doch das Zusammenspiel von Billionen Bakterien mit Pilzen und Viren ist ein ökologisches Meisterstück, das weit darüber hinausgeht.

Es ist ein Gesamtsystem mit Rückkopplungen und vielfältigen Wechselwirkungen auf mehreren Ebenen.

Höchstwahrscheinlich werden wir uns nach einem Kilometer der Strecke umdrehen und uns wundern, wie wir jemals annehmen konnten, bei 10 cm bereits ein zumindest grundlegendes Verständnis gehabt zu haben.

Das bedeutet nicht, dass das heutige Wissen nicht verwendet werden sollte, um schwere Erkrankungen wie rezidivierende Infektionen mit C. difficile erfolgreich zu behandeln. Aber wir sollten mit Demut vorangehen und von der sokratischen Haltung geleitet werden, das eigene Nichtwissen zu erkennen.

Und wir sollten eine Bereitschaft besitzen, uns jeden Tag aufs Neue von den Wundern der Mikrobiologie überraschen zu lassen.

So, wie Simon es getan hat.

Du möchtest tiefer eintauchen? Höre die passende Podcastfolge.

Quellenverzeichnis

Buch und Verlagsangaben

Gollhardt B. Alter Ego. Roman. München: Piper Verlag; 2026. 288 Seiten. ISBN 978-3-492-06655-6. https://www.piper.de/buecher/alter-ego-isbn-978-3-492-06655-6

Piper Verlag. Benedikt Gollhardt: Autorenprofil und Angaben zu „Alter Ego“. Offizielle Verlagsseite. Abgerufen am 2. September 2026. https://www.piper.de/buecher/alter-ego-isbn-978-3-492-06655-6

FMT, Clostridioides difficile und mikrobiotabasierte Arzneimittel

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen. AWMF-Registernummer 021-024. Aktuelle Fassung. Abgerufen am 2. September 2026. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/021-024

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Fäkale Mikrobiota-Transplantation: rechtliche Einordnung als Arzneimittel und Anforderungen in Deutschland. Offizielle Risikoinformation. Abgerufen am 2. September 2026. https://jahresbericht.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RI/2019/RI-FMT.html

Feuerstadt P, Louie TJ, Lashner B, et al. SER-109, an oral microbiome therapy for recurrent Clostridioides difficile infection. New England Journal of Medicine. 2022;386:220–229. DOI: 10.1056/NEJMoa2106516. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2106516

Kao D, Roach B, Silva M, et al. Effect of oral capsule- vs colonoscopy-delivered fecal microbiota transplantation on recurrent Clostridium difficile infection: a randomized clinical trial. JAMA. 2017;318:1985–1993. DOI: 10.1001/jama.2017.17077. https://doi.org/10.1001/jama.2017.17077

Kassam Z, Lee CH, Yuan Y, Hunt RH. Fecal microbiota transplantation for Clostridium difficile infection: systematic review and meta-analysis. American Journal of Gastroenterology. 2013;108:500–508. DOI: 10.1038/ajg.2013.59. https://doi.org/10.1038/ajg.2013.59

Khanna S, Assi M, Lee C, et al. Efficacy and safety of RBX2660 in PUNCH CD3, a phase III randomized, double-blind, placebo-controlled trial with a Bayesian primary analysis for the prevention of recurrent Clostridioides difficile infection. Drugs. 2022;82:1527–1538. DOI: 10.1007/s40265-022-01797-x. https://doi.org/10.1007/s40265-022-01797-x

Peery AF, Kelly CR, Kao D, et al. AGA Clinical Practice Guideline on fecal microbiota-based therapies for select gastrointestinal diseases. Gastroenterology. 2024;166:409–434. DOI: 10.1053/j.gastro.2024.01.008. https://doi.org/10.1053/j.gastro.2024.01.008

U.S. Food and Drug Administration. REBYOTA: fecal microbiota, live-jslm. Indikation und Zulassungsinformationen. 2022. Abgerufen am 2. September 2026. https://www.fda.gov/vaccines-blood-biologics/vaccines/rebyota

U.S. Food and Drug Administration. VOWST: fecal microbiota spores, live-brpk. Indikation und Zulassungsinformationen. 2023. Abgerufen am 2. September 2026. https://www.fda.gov/vaccines-blood-biologics/vowst

van Nood E, Vrieze A, Nieuwdorp M, et al. Duodenal infusion of donor feces for recurrent Clostridium difficile. New England Journal of Medicine. 2013;368:407–415. DOI: 10.1056/NEJMoa1205037. https://doi.org/10.1056/NEJMoa1205037

van Prehn J, Reigadas E, Vogelzang EH, et al. European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases: 2021 update on treatment guidance for Clostridioides difficile infection in adults. Clinical Microbiology and Infection. 2021;27 Suppl 2:S1–S21. DOI: 10.1016/j.cmi.2021.09.038. https://doi.org/10.1016/j.cmi.2021.09.038

FMT-Komponenten, Engraftment und Langzeitpersistenz

Aggarwala V, Mogno I, Li Z, et al. Precise quantification of bacterial strains after fecal microbiota transplantation delineates long-term engraftment and explains outcomes. Nature Microbiology. 2021;6:1309–1318. DOI: 10.1038/s41564-021-00966-0. https://doi.org/10.1038/s41564-021-00966-0

Ianiro G, Punčochář M, Karcher N, et al. Variability of strain engraftment and predictability of microbiome composition after fecal microbiota transplantation across different diseases. Nature Medicine. 2022;28:1913–1923. DOI: 10.1038/s41591-022-01964-3. https://doi.org/10.1038/s41591-022-01964-3

Li SS, Zhu A, Benes V, et al. Durable coexistence of donor and recipient strains after fecal microbiota transplantation. Science. 2016;352:586–589. DOI: 10.1126/science.aad8852. https://doi.org/10.1126/science.aad8852

Schmidt TSB, Li SS, Maistrenko OM, et al. Drivers and determinants of strain dynamics following fecal microbiota transplantation. Nature Medicine. 2022;28:1902–1912. DOI: 10.1038/s41591-022-01913-0. https://doi.org/10.1038/s41591-022-01913-0

Zuo SH, Wong SH, Lam K, et al. Bacteriophage transfer during faecal microbiota transplantation in Clostridium difficile infection is associated with treatment outcome. Gut. 2018;67:634–643. DOI: 10.1136/gutjnl-2017-313952. https://doi.org/10.1136/gutjnl-2017-313952

Zuo T, Wong SH, Cheung CP, et al. Gut fungal dysbiosis correlates with reduced efficacy of fecal microbiota transplantation in Clostridium difficile infection. Nature Communications. 2018;9:3663. DOI: 10.1038/s41467-018-06103-6. https://doi.org/10.1038/s41467-018-06103-6

Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse und neurobiologische Mechanismen

Arabi TZ, Alabdulqader AA, Sabbah BN, Ouban A. Brain-inhabiting bacteria and neurodegenerative diseases: the “brain microbiome” theory. Frontiers in Aging Neuroscience. 2023;15:1240945. DOI: 10.3389/fnagi.2023.1240945. https://doi.org/10.3389/fnagi.2023.1240945

Bonaz B, Bazin T, Pellissier S. The vagus nerve at the interface of the microbiota-gut-brain axis. Frontiers in Neuroscience. 2018;12:49. DOI: 10.3389/fnins.2018.00049. https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00049

Braniste V, Al-Asmakh M, Kowal C, et al. The gut microbiota influences blood-brain barrier permeability in mice. Science Translational Medicine. 2014;6:263ra158. DOI: 10.1126/scitranslmed.3009759. https://doi.org/10.1126/scitranslmed.3009759

Cryan JF, O’Riordan KJ, Cowan CSM, et al. The microbiota-gut-brain axis. Physiological Reviews. 2019;99:1877–2013. DOI: 10.1152/physrev.00018.2018. https://doi.org/10.1152/physrev.00018.2018

Erny D, Hrabě de Angelis AL, Jaitin D, et al. Host microbiota constantly control maturation and function of microglia in the CNS. Nature Neuroscience. 2015;18:965–977. DOI: 10.1038/nn.4030. https://doi.org/10.1038/nn.4030

Morais LH, Schreiber HL IV, Mazmanian SK. The gut microbiota-brain axis in behaviour and brain disorders. Nature Reviews Microbiology. 2021;19:241–255. DOI: 10.1038/s41579-020-00460-0. https://doi.org/10.1038/s41579-020-00460-0

Yano JM, Yu K, Donaldson GP, et al. Indigenous bacteria from the gut microbiota regulate host serotonin biosynthesis. Cell. 2015;161:264–276. DOI: 10.1016/j.cell.2015.02.047. https://doi.org/10.1016/j.cell.2015.02.047

Tierexperimente und Verhaltensübertragung

Bercik P, Denou E, Collins J, et al. The intestinal microbiota affect central levels of brain-derived neurotropic factor and behavior in mice. Gastroenterology. 2011;141:599–609.e1–e3. DOI: 10.1053/j.gastro.2011.04.052. https://doi.org/10.1053/j.gastro.2011.04.052

Kelly JR, Borre Y, O’Brien C, et al. Transferring the blues: depression-associated gut microbiota induces neurobehavioural changes in the rat. Journal of Psychiatric Research. 2016;82:109–118. DOI: 10.1016/j.jpsychires.2016.07.019. https://doi.org/10.1016/j.jpsychires.2016.07.019

Ren CC, Sylvia KE, Munley KM, et al. Photoperiod modulates the gut microbiome and aggressive behavior in Siberian hamsters. Journal of Experimental Biology. 2020;223:jeb212548. DOI: 10.1242/jeb.212548. https://doi.org/10.1242/jeb.212548

Ritz NL, Brocka M, Butler MI, et al. Social anxiety disorder-associated gut microbiota increases social fear. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 2024;121:e2308706120. DOI: 10.1073/pnas.2308706120. https://doi.org/10.1073/pnas.2308706120

Sharon G, Cruz NJ, Kang DW, et al. Human gut microbiota from autism spectrum disorder promote behavioral symptoms in mice. Cell. 2019;177:1600–1618.e17. DOI: 10.1016/j.cell.2019.05.004. https://doi.org/10.1016/j.cell.2019.05.004

Shor EK, Brown SP, Freeman DA. Bacteria and bellicosity: photoperiodic shifts in gut microbiota drive seasonal aggressive behavior in male Siberian hamsters. Journal of Biological Rhythms. 2022;37:296–309. DOI: 10.1177/07487304221092105. https://doi.org/10.1177/07487304221092105

Zhu F, Guo R, Wang W, et al. Transplantation of microbiota from drug-free patients with schizophrenia causes schizophrenia-like abnormal behaviors and dysregulated kynurenine metabolism in mice. Molecular Psychiatry. 2020;25:2905–2918. DOI: 10.1038/s41380-019-0475-4. https://doi.org/10.1038/s41380-019-0475-4

Humanstudien zu psychischen und verhaltensbezogenen Parametern

Kang DW, Adams JB, Gregory AC, et al. Microbiota Transfer Therapy alters gut ecosystem and improves gastrointestinal and autism symptoms: an open-label study. Microbiome. 2017;5:10. DOI: 10.1186/s40168-016-0225-7. https://doi.org/10.1186/s40168-016-0225-7

Li J, Wang Y, Li R, et al. Adjunctive fecal microbiota transplantation for major depressive disorder: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Cell Host & Microbe. 2026;34:1367–1382.e7. DOI: 10.1016/j.chom.2026.05.017. https://doi.org/10.1016/j.chom.2026.05.017

Shekarriz S, Vigod SN, Bianco T, et al. The safety, efficacy, and feasibility of fecal microbiota transplantation in a population with bipolar disorder during depressive episodes: a pilot parallel arm randomized controlled trial. The Canadian Journal of Psychiatry. 2026;71(9). DOI: 10.1177/07067437261420877. https://doi.org/10.1177/07067437261420877

Wan L, Wang H, Liang Y, et al. Effect of oral faecal microbiota transplantation intervention for children with autism spectrum disorder: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Clinical and Translational Medicine. 2024;14:e70006. DOI: 10.1002/ctm2.70006. https://doi.org/10.1002/ctm2.70006

Placebo- und Noceboeffekte

Cannon WB. “Voodoo” death. American Anthropologist. 1942;44:169–181. DOI: 10.1525/aa.1942.44.2.02a00010. https://doi.org/10.1525/aa.1942.44.2.02a00010

Colloca L, Miller FG. The nocebo effect and its relevance for clinical practice. Psychosomatic Medicine. 2011;73:598–603. DOI: 10.1097/PSY.0b013e3182294a50. https://doi.org/10.1097/PSY.0b013e3182294a50

Finniss DG, Kaptchuk TJ, Miller F, Benedetti F. Biological, clinical, and ethical advances of placebo effects. The Lancet. 2010;375:686–695. DOI: 10.1016/S0140-6736(09)61706-2. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(09)61706-2

Michnevich T, Pan Y, Hendi A, et al. Preventing adverse events of chemotherapy for gastrointestinal cancer by educating patients about the nocebo effect: a randomized-controlled trial. BMC Cancer. 2022;22:1008. DOI: 10.1186/s12885-022-10089-2. https://doi.org/10.1186/s12885-022-10089-2

Holobiont-Konzept

Bordenstein SR, Theis KR. Host biology in light of the microbiome: ten principles of holobionts and hologenomes. PLoS Biology. 2015;13:e1002226. DOI: 10.1371/journal.pbio.1002226. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1002226

Moran NA, Sloan DB. The hologenome concept: helpful or hollow? PLoS Biology. 2015;13:e1002311. DOI: 10.1371/journal.pbio.1002311. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1002311

Das könnte Dir auch gefallen!

Ballaststoffmangel Symptome

Ballaststoffmangel Symptome

Ballaststoffmangel bleibt oft unbemerkt. Welche Symptome können darauf hindeuten? Warum sind typische Anzeichen häufig nicht eindeutig?

Protein, Darm und Mikrobiom

Protein, Darm und Mikrobiom

Protein gilt als gesund. Doch gilt das auch für Darm und Mikrobiom? Was die Forschung über eine proteinreiche Ernährung zeigt.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner