{"id":8268,"date":"2026-08-10T17:33:41","date_gmt":"2026-08-10T15:33:41","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=8268"},"modified":"2026-08-11T17:53:35","modified_gmt":"2026-08-11T15:53:35","slug":"protein-darm-und-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/protein-darm-und-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Protein, Darm und Mikrobiom"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Proteinreiche Ern\u00e4hrung: gut f\u00fcr die Gesundheit oder schlecht f\u00fcr Darm und Mikrobiom?<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein s\u00fc\u00dfer Proteinshake am Morgen, ein Proteinriegel am Nachmittag und noch ein Shake am Abend nach dem Sport. F\u00fcr manche Menschen ist das eine gewohnte Routine und l\u00e4ngst kein Bodybuilder-Ritual mehr. Denn eine hohe Proteinaufnahme geh\u00f6rt zu den gro\u00dfen aktuellen Trends in der Ern\u00e4hrungsindustrie und der Gesundheitsbranche. Proteinriegel, Shakes mit Whey oder veganem Protein, Proteinbrot, Proteinnudeln und viele weitere <strong>High-Protein-Produkte <\/strong>f\u00fcllen die Supermarktregale und Online-Shops.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass das Darmmikrobiom mit seinen gesch\u00e4tzten <strong>38 Billionen Bakterien<\/strong> wesentlich zu unserer Gesundheit beitr\u00e4gt. Aber wie vertragen sich Protein und Mikrobiom? Die Interpretationen im Internet sind widerspr\u00fcchlich. Manche behaupten, dass eine proteinreiche Ern\u00e4hrung dem Darm schadet, weil sie dort zur \u201eF\u00e4ulnis\u201c f\u00fchrt. Andere sind vorsichtiger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem \u00dcbersichtsartikel \u00fcber <strong>Protein, Darm und Mikrobiom <\/strong>werden die neuesten Forschungsergebnisse gepr\u00fcft und g\u00e4ngige Meinungen kritisch hinterfragt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne Proteine k\u00f6nnte der Mensch nicht \u00fcberleben. Sie sind Bestandteile nahezu aller Zellen und Gewebe. Sie wirken unter anderem als Enzyme, Transportmolek\u00fcle und Rezeptoren und verleihen als Strukturproteine Zellen und Geweben Stabilit\u00e4t. Auch Muskeln, Organe und das Immunsystem sind auf Proteine angewiesen. Fast jeder Vorgang im K\u00f6rper ben\u00f6tigt sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Proteine bestehen aus langen Ketten von Aminos\u00e4uren und werden in den menschlichen Zellen an den Ribosomen gebildet. Proteine aus der Nahrung m\u00fcssen daher zun\u00e4chst zu Aminos\u00e4uren zerlegt werden, bevor sie von den Zellen f\u00fcr den Aufbau k\u00f6rpereigener Proteine wiederverwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwanzig Aminos\u00e4uren werden f\u00fcr den Aufbau menschlicher Proteine ben\u00f6tigt. <strong>Neun davon sind essenziell.<\/strong> Der K\u00f6rper kann diese neun Aminos\u00e4uren nicht selbst synthetisieren und muss sie daher \u00fcber die Nahrung aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurze Aminos\u00e4ureketten werden Peptide genannt, l\u00e4ngere und r\u00e4umlich gefaltete Ketten Proteine.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz: Ohne Proteine kein Leben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_1=&#8220;none&#8220; level_markers_2=&#8220;icons&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; icon_marker_2=&#8220;5||divi||400&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorteile einer eiwei\u00dfreichen Ern\u00e4hrung: Das Protein-Biohacking<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Tatsache, dass Proteine unverzichtbar sind, bieten sie genau die Vorteile, die Lifestyle-Biohacker ins Visier nehmen: Sie f\u00f6rdern die Bildung von Muskelprotein und k\u00f6nnen zusammen mit Krafttraining den <strong>Aufbau von Muskeln und Kraft<\/strong> wirkungsvoll unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wird mit zunehmendem Alter besonders wichtig. Bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Muskelmasse allm\u00e4hlich abzunehmen. Pro Jahrzehnt k\u00f6nnen <strong>3 bis 8 Prozent der Muskelmasse<\/strong> verloren gehen. Deshalb sind Proteine neben einer regelm\u00e4\u00dfigen k\u00f6rperlichen Belastung eine Grundvoraussetzung f\u00fcr den Erhalt oder sogar den weiteren Aufbau der Muskelmasse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es geht noch weiter: Protein s\u00e4ttigt im Durchschnitt st\u00e4rker als Kohlenhydrate und Fett. Es kann das Hungergef\u00fchl reduzieren, die Aussch\u00fcttung des ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten, aber in diesem Fall k\u00f6rpereigenen <strong>GLP-1<\/strong> erh\u00f6hen und das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl verl\u00e4ngern. Auch f\u00fcr die Verdauung und die Verstoffwechselung von Proteinen ben\u00f6tigt der K\u00f6rper mehr Energie als f\u00fcr Fette und Kohlenhydrate, was dabei hilft, im Rahmen eines Kaloriendefizits \u00fcbersch\u00fcssiges K\u00f6rperfett zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wer w\u00fcrde also auf all diese Vorteile verzichten wollen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Krux mit dem Engpass<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aminos\u00e4ure ist nicht Aminos\u00e4ure. Um erfolgreich Proteine zu bauen, ben\u00f6tigt der K\u00f6rper nicht nur alle Aminos\u00e4uren, sondern diese auch in den erforderlichen Mengen. Denn sie kommen in den Proteinen nicht alle im gleichen Verh\u00e4ltnis vor. Wird eine Aminos\u00e4ure h\u00e4ufig ben\u00f6tigt und ist sie nicht ausreichend vorhanden, begrenzt dies die Verwertung der \u00fcbrigen Aminos\u00e4uren. Sie wird zum <strong>limitierenden Faktor<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genauso wie die Menge eines zu backenden Kuchens selbst bei ausreichender Menge an Mehl, Zucker und Butter nicht unendlich ist, weil nur ein Ei vorhanden ist, so verh\u00e4lt es sich auch bei der Proteinbildung. Wenn eine essenzielle Aminos\u00e4ure nicht ausreichend vorhanden ist, ger\u00e4t der gesamte <strong>Proteinbiosyntheseapparat ins Stottern<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei veganer Ern\u00e4hrung ist das wichtig, denn tierische Proteinquellen wie Eier, Milchprodukte, Fleisch oder Fisch enthalten alle neun essenziellen Aminos\u00e4uren in einem guten Verh\u00e4ltnis. Bei einem Verzicht darauf sollten pflanzliche Proteinquellen so kombiniert werden, dass die essenziellen Aminos\u00e4uren in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Denn pflanzliche Proteine k\u00f6nnen einseitig sein: <strong>Getreide ist arm an Lysin, H\u00fclsenfr\u00fcchte an Methionin<\/strong>. Ein ausgewogenes Profil bieten hingegen Soja, Quinoa und Buchweizen. Praktisch l\u00e4sst sich das l\u00f6sen, indem Getreide mit H\u00fclsenfr\u00fcchten kombiniert wird, zum Beispiel Reis mit Bohnen, Brot mit Linsen usw.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wie viel von dem aufgenommenen Eiwei\u00df kommt dort an, wo es gebraucht wird, und was passiert mit dem Rest?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Weg durch die Verdauung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die Speiser\u00f6hre gelangt die Nahrung in den Magen und weiter in den D\u00fcnndarm. Im Magen werden die Proteine zun\u00e4chst in k\u00fcrzere Eiwei\u00dfketten zerlegt. Anschlie\u00dfend erfolgt im D\u00fcnndarm der weitere Abbau zu einzelnen Aminos\u00e4uren und kurzen Peptiden.<br>Die D\u00fcnndarmwand resorbiert die Aminos\u00e4uren sowie Di- und Tripeptide; letztere werden dort weiter zu Aminos\u00e4uren abgebaut, sodass nur einzelne Aminos\u00e4uren ins Blut gelangen und weitertransportiert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"2688\" height=\"1792\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/proteine.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8295\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/proteine.jpg 2688w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/proteine-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/proteine-980x653.jpg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/proteine-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2688px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aminos\u00e4uren und Peptide treffen im Dickdarm auf das Mikrobiom<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meist bleibt jedoch ein Rest \u00fcbrig, der weiter in den Dickdarm wandert. Dazu geh\u00f6ren nicht nur die unverdauten Proteine aus der Nahrung, sondern auch nur teilweise abgebaute Proteine sowie k\u00f6rpereigene Proteine wie Verdauungsenzyme, abgesto\u00dfene Zellen und Bestandteile des Darmschleims.<br>Die Gr\u00f6\u00dfe dieses Restes h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Menge des aufgenommenen Proteins, seiner Verdaulichkeit, der Verarbeitung, dem Alter, der Proteinquelle und dem Zustand des D\u00fcnndarms.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Proteinqualit\u00e4t zu bewerten, gibt es den <strong>DIAAS, den Digestible Indispensable Amino Acid Score<\/strong>. Er ber\u00fccksichtigt sowohl den Gehalt an essenziellen Aminos\u00e4uren als auch deren Verdaulichkeit, die am Ende des D\u00fcnndarms bestimmt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tierische Proteinquellen wie Ei, Casein und Milchprotein erreichen h\u00e4ufig Werte von \u00fcber 100, was gemeinhin als exzellent gilt. Werte zwischen 75 und 99 gelten als hochwertig, etwa bei Soja. Viele isolierte pflanzliche Proteine liegen darunter, so z. B. Reis, Hanf oder Hafer. Hei\u00dft das, dass diese Proteine schlecht sind? <strong>Nein, auf keinen Fall.<\/strong> Denn Mischungen verschiedener Proteinquellen sowie deren Verarbeitung k\u00f6nnen den DIAAS-Wert deutlich steigern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie bei <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/ballaststoffe\/\" data-type=\"post\" data-id=\"6946\">Ballaststoffen<\/a> stellt sich nun die Frage: Wenn im D\u00fcnndarm weniger Protein aufgenommen wird, erhalten dann nicht automatisch die Bakterien im Dickdarm mehr Nahrung? Ist es also nicht sogar besser? Das ist an sich eine logische \u00dcberlegung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist aber leider falsch.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Bioreaktor im Darm: Das Darmmikrobiom<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Bakterien im Dickdarm sind <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/allgemein\/wie-funktioniert-das-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"7736\">Fermentierer<\/a>. Das hei\u00dft, dass verwertbare Substanzen von ihnen vergoren werden. Diese Substanzen sind vor allem Kohlenhydrate oder Proteinreste, die den D\u00fcnndarm passiert haben, ohne vollst\u00e4ndig verdaut und aufgenommen worden zu sein. Dabei gewinnen die Bakterien Energie und bauen Zellmasse auf, sodass sie sich durch Zellteilung vermehren k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr ist es wichtig, dass sie auch ausreichend <strong>\u201eFutter\u201c<\/strong> erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fermentation von Kohlenhydraten: Die eine Seite der Medaille<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald verwertbare Kohlenhydrate in den Dickdarm gelangen, werden sie von den Bakterien umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einfache Zucker wie Glucose oder Fructose werden normalerweise bereits im D\u00fcnndarm aufgenommen und in den Blutkreislauf abgegeben. Saccharose wird zun\u00e4chst in Glucose und Fructose zerlegt. Ist die Resorption jedoch unvollst\u00e4ndig, k\u00f6nnen diese einfachen Zucker in den Dickdarm gelangen und werden dort schnell fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fetts\u00e4uren, aber auch Lactat und Gase. Ein \u00dcberangebot an einfachen Zuckern kann zu einer \u00dcberproduktion von Gasen und osmotisch wirkenden Substanzen f\u00fchren, die Bl\u00e4hungen, Schmerzen und Durchfall verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Punkt ist aber, dass <strong>schnell fermentierbare Kohlenhydrate bereits im vorderen, proximalen Abschnitt des Dickdarms umgesetzt werden.<\/strong> Dadurch k\u00f6nnen sie nicht in ausreichender Menge zu den Bakterien gelangen, die im hinteren, distalen Dickdarm sitzen. Daher muss die mikrobielle Gemeinschaft verst\u00e4rkt auf andere Substrate zur\u00fcckgreifen, darunter Proteine und ihre Bausteine, die Aminos\u00e4uren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt f\u00fchrt ein <strong>Mangel an fermentierbaren Kohlenhydraten<\/strong> zu einer Ver\u00e4nderung der Aktivit\u00e4t der gesamten mikrobiellen Gemeinschaft und zu einer ge\u00e4nderten Substratnutzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht oder nur unvollst\u00e4ndig verdauliche Kohlenhydrate wie bestimmte Ballaststoffe und resistente St\u00e4rke werden im D\u00fcnndarm nicht vollst\u00e4ndig verdaut und resorbiert. Dadurch gelangen sie in gr\u00f6\u00dferen Mengen in den Dickdarm. Wie weit sie dort vordringen k\u00f6nnen, h\u00e4ngt unter anderem davon ab, wie schnell sie von den Bakterien fermentiert werden. Schnell fermentierbare Ballaststoffe werden bereits im proximalen Bereich umgesetzt. <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/ballaststoffe\/\" data-type=\"post\" data-id=\"6946\">Langsam fermentierbare Ballaststoffe<\/a> k\u00f6nnen jedoch weiter nach hinten gelangen und dort den Bakterien als Nahrung dienen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei ihrer Fermentation entstehen vor allem kurzkettige Fetts\u00e4uren wie <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/scfa-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5582\">Acetat, Propionat und Butyrat<\/a><\/strong>. Sie wirken entz\u00fcndungshemmend, senken den pH-Wert und erschweren die Ansiedlung unerw\u00fcnschter Keime an der Darmschleimhaut. <strong>Butyrat ist ein wichtiger Energietr\u00e4ger der Zellen der Dickdarmschleimhaut <\/strong>und tr\u00e4gt zur Stabilisierung der Darmbarriere bei. Die ausreichende Bildung kurzkettiger Fetts\u00e4uren ist nach aktuellem Wissensstand ein wesentliches funktionelles Merkmal eines gesunden Darmmikrobioms.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fermentation von Proteinen: Die andere Seite der Medaille<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anderen zu verwertenden Substrate sind Proteinreste und Aminos\u00e4uren. Ihr mikrobieller Abbau wird als <strong>proteolytische Fermentation <\/strong>bezeichnet und wurde historisch auch F\u00e4ulnis (Putrefaktion) genannt. Neben kleineren Mengen an hilfreichen kurzkettigen Fetts\u00e4uren entstehen dabei auch viele weitere Stoffe, die teils hilfreich, teils aber auch potenziell sch\u00e4dlich sind. Welche Stoffe gebildet werden, h\u00e4ngt vor allem von den jeweiligen Aminos\u00e4uren und den beteiligten Bakterien ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized .img-links\"><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de.jpeg\"><img decoding=\"async\" width=\"1448\" height=\"1086\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8291\" style=\"width:685px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de.jpeg 1448w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de-1280x960.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de-980x735.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild2-de-480x360.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1448px, 100vw\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Tyrosin entstehen beispielsweise <strong>p-Cresol und Phenol<\/strong>. Zellmodelle haben gezeigt, dass p-Cresol die Vermehrung und den Energiestoffwechsel von Darmepithelzellen beeintr\u00e4chtigen und gentoxisch wirken kann. Auch Phenol kann in h\u00f6heren Konzentrationen Membranen und Epithelzellen sch\u00e4digen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ammoniak<\/strong> entsteht bei der Deaminierung, also beim Abspalten der Aminogruppe von den Aminos\u00e4uren, und kann ebenfalls in hohen Konzentrationen den Zellstoffwechsel und die Darmbarriere sch\u00e4digen. In normalen Konzentrationen wird sein Stickstoff jedoch von den Bakterien wiederverwendet und in ihre Biomasse eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch <strong>Schwefelwasserstoff<\/strong>, der aus schwefelhaltigen Aminos\u00e4uren wie Cystein und Methionin gebildet wird, kann den Energiestoffwechsel beeintr\u00e4chtigen und DNA-Sch\u00e4den verursachen. Diese Wirkungen sind ebenfalls aus Zellmodellen bekannt. Im Darm wird Schwefelwasserstoff unter normalen Umst\u00e4nden von der Darmschleimhaut schnell oxidiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Proteinfermentation kann also eine ganze Reihe <strong>potenziell sch\u00e4dlicher Substanzen entstehen<\/strong>, was zu der Annahme gef\u00fchrt hat, dass ein \u00dcberschuss an Proteinen sch\u00e4dlich ist. Allerdings stammen viele Ergebnisse aus Versuchen mit Zellkulturen und Tiermodellen. <strong>Kontrollierte Humanstudien haben bei erh\u00f6hter Proteinfermentation bisher keine erh\u00f6hte Toxizit\u00e4t des Darminhalts nachgewiesen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt jedoch auch mikrobielle Stoffwechselprodukte, die bei der Zersetzung der Proteine entstehen und positive Auswirkungen auf den Menschen haben. Neben den erw\u00e4hnten geringen Mengen an kurzkettigen Fetts\u00e4uren ist hier vor allem <strong>Indol-3-propionat<\/strong> zu nennen, welches antioxidativ wirkt, die Darmbarriere st\u00e4rkt und ebenso wie das die Darmschleimhaut unterst\u00fctzende Molek\u00fcl <strong>Indol-3-aldehyd<\/strong> <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/ballaststoffmangel-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"8188\">aus der Aminos\u00e4ure Tryptophan<\/a> gebildet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Grundger\u00fcst <strong>Indol<\/strong> kann in geringen Mengen die Darmbarriere stabilisieren und Immunantworten regulieren. In hohen Konzentrationen kann es aber auch den Energiestoffwechsel der Darmepithelzellen beeintr\u00e4chtigen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie immer macht auch hier die Konzentration das Gift.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Proteinfermentation entstehen au\u00dferdem verzweigtkettige Fetts\u00e4uren, sogenannte <strong>branched-chain fatty acids (BCFAs)<\/strong>. Sie werden aus den verzweigtkettigen Aminos\u00e4uren Valin, Leucin und Isoleucin gebildet und gelten als Marker der Proteinfermentation. Bisher konnte jedoch keine Sch\u00e4digung des Darms durch die BCFAs nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist die lange Liste ung\u00fcnstiger Stoffwechselprodukte nun der Beweis daf\u00fcr, dass ein \u00dcberschuss an Proteinen durch die Verstoffwechselung im Mikrobiom dem K\u00f6rper schadet?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antwort lautet nein! Denn ein ganz wesentlicher Faktor kommt hinzu: Ballaststoffe.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ausreichend fermentierbare Kohlenhydrate verf\u00fcgbar sind, verschiebt sich der mikrobielle Stoffwechsel in Richtung Kohlenhydratfermentation. Das bedeutet, dass <strong>Ballaststoffe nicht nur eine gute Alternative zu Proteinen sind, sondern die proteolytische Fermentation aktiv ausbremsen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de.jpeg\"><img decoding=\"async\" width=\"1448\" height=\"1086\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8289\" style=\"width:690px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de.jpeg 1448w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de-1280x960.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de-980x735.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild3-de-480x360.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1448px, 100vw\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Effekt wurde in einer kontrollierten Humanstudie besonders anschaulich best\u00e4tigt. Adip\u00f6se M\u00e4nner erhielten in einem Cross-Over-Design jeweils \u00fcber vier Wochen zwei verschiedene Di\u00e4ten: viel Protein mit moderatem Kohlenhydratanteil und viel Protein mit sehr geringem Kohlenhydratanteil. Nur wenn die M\u00e4nner viel Protein und wenig Kohlenhydrate erhalten hatten, gingen die butyratbildenden Bakterien zur\u00fcck und die sch\u00fctzenden Phenols\u00e4uren brachen ein. Da das Protein in beiden Di\u00e4ten hoch war, zeigt das sehr deutlich, dass vor allem die Kohlenhydrat- und Ballaststoffzufuhr den Unterschied ausmachte. Ballaststoffmangel hingegen f\u00fchrt zu Problemen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vollst\u00e4ndig ausgeschaltet wird die Proteinfermentation dadurch aber nicht. Wie immer in den Naturwissenschaften stellen sich Gleichgewichte ein. Absolute Aussagen gibt es meist nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der Schl\u00fcssel zur Proteinthematik: Eine proteinreiche Ern\u00e4hrung sollte immer von ausreichend fermentierbaren Ballaststoffen begleitet werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einschr\u00e4nkend muss gesagt werden, dass ein Teil der besonders relevanten kontrollierten Humanstudien an adip\u00f6sen M\u00e4nnern durchgef\u00fchrt wurde. Eine Gleichverteilung der Geschlechter fand nicht statt. Es ist daher nicht auszuschlie\u00dfen, dass z. B. gesunde Frauen anders reagieren als adip\u00f6se M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Denkfehler bei pflanzlichen versus tierischen Proteinen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die grundlegende Streitfrage bei der Ern\u00e4hrung lautet meist: <strong>pflanzlich oder tierisch?<\/strong> Gemeinhin gelten pflanzliche Proteine als die bessere Wahl. Aber warum ist das so, obwohl ihr DIAAS h\u00e4ufig niedriger ist als der vieler tierischer Proteine?<br>Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte man vermuten, dass ein niedrigerer DIAAS bedeutet, dass mehr Protein unverdaut im Dickdarm ankommt. Doch das ist nicht der Fall, denn ein niedriger DIAAS bedeutet nicht automatisch, dass pflanzliche Proteine schlechter im D\u00fcnndarm verdaut und resorbiert werden, sodass gro\u00dfe Mengen in den Dickdarm gelangen. Denn der DIAAS wird auch von der Aminos\u00e4urenzusammensetzung bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Antwort auf die Frage nach dem Vorteil pflanzlicher Proteine liegt erneut bei den Ballaststoffen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Proteinreiche pflanzliche Lebensmittel besitzen ein ganzes Paket an weiteren Substanzen. Ein Beispiel sind Linsen. Diese enthalten neben den Proteinen auch <strong>Ballaststoffe, sekund\u00e4re Pflanzenstoffe und Mineralstoffe<\/strong>. Bei Vollkorngetreide, Bohnen, N\u00fcssen und Kichererbsen ist es dasselbe. Diese pflanzlichen Lebensmittel liefern neben den Proteinen gleich das Kohlenhydratsubstrat mit, das die bakterielle Fermentation in die richtige Richtung lenkt: <strong>hin zur Kohlenhydratfermentation und weg von der Proteinfermentation.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorteil pflanzlicher Proteinquellen kommt daher aus dem Begleitpaket, nicht aus dem Protein selbst. Der Effekt ist ein Ballaststoff-Effekt, kein Protein-Effekt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Rechnung geht aber nicht auf, sobald hochgereinigtes veganes Proteinpulver verwendet wird. Bei der Herstellung durchl\u00e4uft der pflanzliche Rohstoff ein Verfahren, bei dem St\u00e4rke, Fette und Ballaststoffe herausgefiltert werden, bis nur noch ein hochkonzentriertes Proteinpulver \u00fcbrig bleibt. Daher wird genau das Paket entfernt, das das pflanzliche Lebensmittel besonders mikrobiomfreundlich macht. <strong>Der wesentliche Vorteil gegen\u00fcber tierischem Protein geht damit verloren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich bedeutet das nicht, dass tierische und vegane Proteinisolate identisch sind. Sie unterscheiden sich weiterhin in ihrem Aminos\u00e4ureprofil, ihrer Verdaulichkeit und hinsichtlich ihrer Verwertung durch das Mikrobiom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wer aber zu einem veganen Isolat greift, weil es aufgrund seiner pflanzlichen Herkunft angeblich besser f\u00fcr den Darm sein soll, erh\u00e4lt ein Proteinpaket, dem genau dieser Vorteil fehlt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schadet zu viel Protein dem Darm?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Internet kursieren viele rei\u00dferische Aussagen zu diesem Thema: von einer toxischen Darmumgebung durch Proteine bis hin zu einem erh\u00f6hten Darmkrebsrisiko. Diese pauschalen Aussagen, nach denen eine hohe Proteinaufnahme an sich das Darmkrebsrisiko erh\u00f6ht, halten einer n\u00e4heren Pr\u00fcfung nicht stand. Davon zu unterscheiden ist der h\u00e4ufige Verzehr gro\u00dfer Mengen an verarbeitetem Fleisch. <strong>Hier wurde in Studien ein erh\u00f6htes Darmkrebsrisiko best\u00e4tigt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Daten zu sch\u00e4dlichen Wirkungen der Proteinfermentation stammen aus Zellkulturen und Tierversuchen. Studien an Menschen konnten eine toxische Wirkung bisher hingegen nicht nachweisen. In einer kontrollierten Studie an gesunden Menschen f\u00fchrte eine proteinreiche Ern\u00e4hrung zwar zu einer messbar verst\u00e4rkten Proteinfermentation, <strong>nicht aber zu einer erh\u00f6hten Zyto- oder Genotoxizit\u00e4t des Stuhlwassers<\/strong>. Ung\u00fcnstige Metabolitprofile zeigten sich in Humanstudien dort, wo viel Protein mit wenig Kohlenhydraten kombiniert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schadet zu viel Protein dem Mikrobiom?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sch\u00e4digung des Darms und die Sch\u00e4digung des Mikrobioms sind <strong>zwei v\u00f6llig verschiedene Betrachtungsweisen<\/strong>. Im ersten Fall geht es darum, ob der Darm durch die Stoffwechselprodukte gesch\u00e4digt wird, die beim bakteriellen Proteinabbau entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im zweiten Fall geht es um die Frage, ob das Mikrobiom selbst durch die Proteine im Dickdarm auf eine ung\u00fcnstige Weise ver\u00e4ndert wird. Studien dazu konnten bisher <strong>keine konsistenten Ver\u00e4nderungen der Alpha- oder Beta-Diversit\u00e4t <\/strong>des Mikrobioms beobachten. Dies kann, das muss an dieser Stelle erw\u00e4hnt werden, auch mit den genutzten Messmethoden zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was jedoch gemessen werden konnte, war eine <strong>Verschiebung der mikrobiellen Funktionen zugunsten einer verst\u00e4rkten Proteinfermentation<\/strong>. Das ist verst\u00e4ndlich, da ein gr\u00f6\u00dferes Angebot an Aminos\u00e4uren und Peptiden die Bakterien f\u00f6rdert, die diese Substrate besonders gut verwerten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wesentliche Unterschied zeigte sich dabei weniger zwischen viel und wenig Protein als zwischen einer <strong>proteinreichen Ern\u00e4hrung mit wenig Ballaststoffen und einer proteinreichen Ern\u00e4hrung mit viel Ballaststoffen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de.jpeg\"><img decoding=\"async\" width=\"1672\" height=\"941\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8293\" style=\"aspect-ratio:1.7768618695975729;width:693px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de.jpeg 1672w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de-1280x720.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de-980x552.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bild1-de-480x270.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1672px, 100vw\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht das Protein allein ist das Problem. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der westlichen Ern\u00e4hrung mit viel Eiwei\u00df und wenig Ballaststoffen fehlt eine wesentliche Komponente: <strong>fermentierbare Ballaststoffe<\/strong>. Der gegenw\u00e4rtige Richtwert der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) betr\u00e4gt <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/ballaststoffmangel-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"8188\">mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag<\/a><\/strong>. Gerade bei Proteinisolaten sollte daher gezielt erg\u00e4nzt werden, da ihnen Ballaststoffe vollst\u00e4ndig fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn durch eine intelligente Kombination l\u00e4sst sich genau das erreichen, was mit einer erh\u00f6hten Proteinaufnahme beabsichtigt ist: <strong>der Erhalt oder Aufbau von Muskelmasse, die Zunahme von Kraft und die damit verbundene h\u00f6here \u201eLeichtigkeit im Leben\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das alles ohne Sch\u00e4digung des Mikrobioms oder des Darms.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Live-Seminar: <br>Proteinreich essen, ohne Darm und Mikrobiom zu schaden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie viel Protein ist sinnvoll? Welche Proteinquellen sind f\u00fcr Darm und Mikrobiom besonders geeignet? Und wie l\u00e4sst sich eine proteinreiche Ern\u00e4hrung mit einer ausreichenden Ballaststoffzufuhr verbinden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im geplanten <strong>My Bacteria Live-Seminar<\/strong> werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Protein, Darm und Mikrobiom vertieft und auf die praktische Ern\u00e4hrung \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Seminar findet an einem Wochenende statt, jeweils <strong>zwei Stunden am Samstag und am Sonntag<\/strong>. Neben wissenschaftlichen Grundlagen und vertiefenden Einblicken geht es um Proteinbedarf, Proteinpulver, High-Protein-Produkte, Ballaststoffe, Mikrobiom-Hacks, konkrete Ern\u00e4hrungsbeispiele und die Fragen der Teilnehmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die unverbindliche Warteliste erh\u00e4ltst Du zuerst alle Informationen zum Live-Seminar, zum Termin und zur Buchung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Seminar findet auf Deutsch statt und wird <strong>live \u00fcber Zoom in einem interaktiven Format <\/strong>durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unverbindliche Eintragung in die Warteliste:<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; 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kontrollierten Studien und \u00dcbersichtsarbeiten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andriamihaja M, Lan A, Beaumont M, Audebert M, Wong X, Yamada K, et al. The deleterious metabolic and genotoxic effects of the bacterial metabolite p-cresol on colonic epithelial cells. Free Radical Biology and Medicine. 2015;85:219-227. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.freeradbiomed.2015.04.004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.freeradbiomed.2015.04.004<\/a>. PMID: 25881551.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ang Q, Alexander M, Newman JC, Tian Y, Cai J, Upadhyay V, et al. Ketogenic diets alter the gut microbiome resulting in decreased intestinal Th17 cells. Cell. 2020;181:1263-1275.e16. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cell.2020.04.027\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.cell.2020.04.027<\/a>. PMID: 32437658.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aslam H, Trakman G, Dissanayake T, Todd E, Harrison P, Alby C, et al. Dietary interventions and the gut microbiota: a systematic literature review of 80 controlled clinical trials. Journal of Translational Medicine. 2026;24:39. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12967-025-07428-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1186\/s12967-025-07428-9<\/a>. PMID: 41501909.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Attaye I, Bel Lassen P, Adriouch S, Steinbach E, Pati\u00f1o-Navarrete R, Davids M, et al. Protein supplementation changes gut microbial diversity and derived metabolites in subjects with type 2 diabetes. iScience. 2023;26:107471. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.isci.2023.107471\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.isci.2023.107471<\/a>. PMID: 37599833.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Attene-Ramos MS, Wagner ED, Plewa MJ, Gaskins HR. Evidence that hydrogen sulfide is a genotoxic agent. Molecular Cancer Research. 2006;4:9-14. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1158\/1541-7786.MCR-05-0126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1158\/1541-7786.MCR-05-0126<\/a>. PMID: 16446402.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bansal T, Alaniz RC, Wood TK, Jayaraman A. The bacterial signal indole increases epithelial-cell tight-junction resistance and attenuates indicators of inflammation. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 2010;107:228-233. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.0906112107\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1073\/pnas.0906112107<\/a>. PMID: 19966295.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Basciani S, Camajani E, Contini S, Persichetti A, Risi R, Bertoldi L, et al. Very-low-calorie ketogenic diets with whey, vegetable, or animal protein in patients with obesity: a randomized pilot study. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 2020;105:2939-2949. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1210\/clinem\/dgaa336\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1210\/clinem\/dgaa336<\/a>. PMID: 32484877.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beaumont M, Portune KJ, Steuer N, Lan A, Cerrudo V, Audebert M, et al. Quantity and source of dietary protein influence metabolite production by gut microbiota and rectal mucosa gene expression: a randomized, parallel, double-blind trial in overweight humans. American Journal of Clinical Nutrition. 2017;106:1005-1019. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3945\/ajcn.117.158816\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3945\/ajcn.117.158816<\/a>. PMID: 28903954.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bel Lassen P, Attaye I, Adriouch S, Nicolaou M, Aron-Wisnewsky J, Nielsen T, et al. Protein intake, metabolic status and the gut microbiota in different ethnicities: results from two independent cohorts. Nutrients. 2021;13:3159. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu13093159\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu13093159<\/a>. PMID: 34579043.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Birkett A, Muir J, Phillips J, Jones G, O\u2019Dea K. Resistant starch lowers fecal concentrations of ammonia and phenols in humans. American Journal of Clinical Nutrition. 1996;63:766-772. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/ajcn\/63.5.766\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1093\/ajcn\/63.5.766<\/a>. PMID: 8615362.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blachier F, Beaumont M, Portune KJ, Steuer N, Lan A, Audebert M, et al. High-protein diets for weight management: interactions with the intestinal microbiota and consequences for gut health. A position paper by the My New Gut study group. Clinical Nutrition. 2019;38:1012-1022. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.clnu.2018.09.016.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.clnu.2018.09.016.<\/a> PMID: 30274898.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chassaing B, Compher C, Bonhomme B, Liu Q, Tian Y, Walters W, et al. Randomized controlled-feeding study of dietary emulsifier carboxymethylcellulose reveals detrimental impacts on the gut microbiota and metabolome. Gastroenterology. 2022;162:743-756. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1053\/j.gastro.2021.11.006\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1053\/j.gastro.2021.11.006<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Clarke SF, Murphy EF, O\u2019Sullivan O, Lucey AJ, Humphreys M, Hogan A, et al. Exercise and associated dietary extremes impact on gut microbial diversity. Gut. 2014;63:1913-1920. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1136\/gutjnl-2013-306541\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2013-306541<\/a>. PMID: 25021423.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cronin O, Barton W, Skuse P, Penney NC, Garcia-Perez I, Murphy EF, et al. A prospective metagenomic and metabolomic analysis of the impact of exercise and\/or whey protein supplementation on the gut microbiome of sedentary adults. mSystems. 2018;3:e00044-18. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1128\/mSystems.00044-18\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1128\/mSystems.00044-18<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David LA, Maurice CF, Carmody RN, Gootenberg DB, Button JE, Wolfe BE, et al. Diet rapidly and reproducibly alters the human gut microbiome. Nature. 2014;505:559-563. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature12820\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1038\/nature12820<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davis RH, Bryant RV, Gibson PR, Day AS. The fate of dietary protein in the gastrointestinal tract and implications for colonic disease. Nature Reviews Gastroenterology &amp; Hepatology. 2026;23:381-394. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41575-026-01173-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1038\/s41575-026-01173-0<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE). Ausgew\u00e4hlte Fragen und Antworten zu Ballaststoffen. DGE, 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dong TS, Luu K, Lagishetty V, Sedighian F, Woo SL, Dreskin BW, et al. A high protein calorie restriction diet alters the gut microbiome in obesity. Nutrients. 2020;12:3221. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu12103221\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu12103221<\/a>. PMID: 33096810.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Duncan SH, Belenguer A, Holtrop G, Johnstone AM, Flint HJ, Lobley GE. Reduced dietary intake of carbohydrates by obese subjects results in decreased concentrations of butyrate and butyrate-producing bacteria in feces. Applied and Environmental Microbiology. 2007;73:1073-1078. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1128\/AEM.02340-06\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1128\/AEM.02340-06<\/a>. PMID: 17189447.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Evenepoel P, Claus D, Geypens B, Hiele M, Geboes K, Rutgeerts P, Ghoos Y. Amount and fate of egg protein escaping assimilation in the small intestine of humans. American Journal of Physiology-Gastrointestinal and Liver Physiology. 1999;277:G935-G943. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1152\/ajpgi.1999.277.5.G935\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1152\/ajpgi.1999.277.5.G935<\/a>. PMID: 10564098.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fluitman KS, Hesp AC, Nieuwdorp M, Visser M, IJzerman RG. Personalized dietary advice to increase protein intake in older adults does not affect the gut microbiota, appetite or central processing of food stimuli in community-dwelling older adults: a six-month randomized controlled trial. Nutrients. 2023;15:332. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu15020332\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu15020332<\/a>. PMID: 36678203.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geypens B, Claus D, Evenepoel P, Hiele M, Maes B, Peeters M, Rutgeerts P, Ghoos Y. Influence of dietary protein supplements on the formation of bacterial metabolites in the colon. Gut. 1997;41:70-76. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1136\/gut.41.1.70\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1136\/gut.41.1.70<\/a>. PMID: 9274475.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gratz SW, Hazim S, Richardson AJ, Scobbie L, Johnstone AM, Fyfe C, et al. Dietary carbohydrate rather than protein intake drives colonic microbial fermentation during weight loss. European Journal of Nutrition. 2019;58:1147\u20131158. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00394-018-1629-x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1007\/s00394-018-1629-x<\/a>. PMID: 29464347.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hunter AK, Adair K, Horgan A, Jordan J, Stadler DD, Bohannan BJM. Impact of dietary protein quantity on the non-dysbiotic human microbiome: a controlled feeding study. Scientific Reports. 2026;16:16195. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41598-026-46663-y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1038\/s41598-026-46663-y<\/a>. PMID: 41957416.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jantchou P, Morois S, Clavel-Chapelon F, Boutron-Ruault MC, Carbonnel F. Animal protein intake and risk of inflammatory bowel disease: the E3N prospective study. American Journal of Gastroenterology. 2010;105:2195-2201. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/ajg.2010.192\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1038\/ajg.2010.192<\/a>. PMID: 20461067.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jowett SL, Seal CJ, Pearce MS, Phillips E, Gregory W, Barton JR, Welfare MR. Influence of dietary factors on the clinical course of ulcerative colitis: a prospective cohort study. Gut. 2004;53:1479-1484. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1136\/gut.2003.02482\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1136\/gut.2003.02482<\/a>8. PMID: 15361498.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kroplewski B, Przyby\u0142owicz KE, Sawicki T, Przemieniecki SW. Supplementation with animal- and plant-derived proteins modulates the structure and predicted metabolic potential of the gut microbiota in elite football players. Nutrients. 2026;18:768. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu18050768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu18050768<\/a>. PMID: 41829938.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lenhart A, Chey WD. A systematic review of the effects of polyols on gastrointestinal health and irritable bowel syndrome. Advances in Nutrition. 2017;8:587-596. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3945\/an.117.015560\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3945\/an.117.015560<\/a>. PMID: 28710145.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mak IEK, Yao Y, Ng MTT, Kim JE. Influence of dietary protein and fiber intake interactions on the human gut microbiota composition and function: a systematic review and network meta-analysis of randomized controlled trials. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 2025. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/10408398.2025.2452362\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1080\/10408398.2025.2452362<\/a>. PMID: 39815995.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mak IEK, Yao Y, Sutanto CN, Leong ZN, Khoo CM, Kim JE. Different sources of higher protein intakes elicit minimal gut microbiota compositional and metabolic changes when adhering to a healthier dietary pattern: a randomised controlled trial. Food Research International. 2026;231:118660. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.foodres\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.foodres<\/a>.2026.118660.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McKenna CF, Salvador AF, Hughes RL, Scaroni SE, Alamilla RA, Askow AT, et al. Higher protein intake during resistance training does not potentiate strength, but modulates gut microbiota, in middle-aged adults: a randomized control trial. American Journal of Physiology-Endocrinology and Metabolism. 2021;320:E900-E913. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1152\/ajpendo.00574.2020\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1152\/ajpendo.00574.2020<\/a>. PMID: 33682457.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitchell SM, Milan AM, Mitchell CJ, Gillies NA, D\u2019Souza RF, Zeng N, et al. Protein intake at twice the RDA in older men increases circulatory concentrations of the microbiome metabolite trimethylamine-N-oxide. Nutrients. 2019;11:2207. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu11092207\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu11092207<\/a>. PMID: 31547446.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitchell SM, McKenzie EJ, Mitchell CJ, Milan AM, Zeng N, D\u2019Souza RF, et al. A period of 10 weeks of increased protein consumption does not alter faecal microbiota or volatile metabolites in healthy older men: a randomised controlled trial. Journal of Nutritional Science. 2020;9:e25. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1017\/jns.2020.15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1017\/jns.2020.15<\/a>. PMID: 32742642.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moreno-P\u00e9rez D, Bressa C, Bail\u00e9n M, Hamed-Bousdar S, Naclerio F, Carmona M, et al. Effect of a protein supplement on the gut microbiota of endurance athletes: a randomized, controlled, double-blind pilot study. Nutrients. 2018;10:337. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu10030337\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3390\/nu10030337<\/a>. PMID: 29534465.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prado S, Kamm A, Dannenberg K, Keidel I, Castro-Alves V, Hy\u00f6tyl\u00e4inen T, et al. Effects of incrementally increased plant-based protein intake on gut microbiota and inflammatory-metabolic biomarkers in healthy adults. Food &amp; Function. 2026;17:942-956. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1039\/D5FO02653A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1039\/D5FO02653A<\/a>. PMID: 41481420.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russell WR, Gratz SW, Duncan SH, Holtrop G, Ince J, Scobbie L, et al. High-protein, reduced-carbohydrate weight-loss diets promote metabolite profiles likely to be detrimental to colonic health. American Journal of Clinical Nutrition. 2011;93:1062-1072. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3945\/ajcn.110.002188\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3945\/ajcn.110.002188<\/a>. PMID: 21389180.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Suez J, Cohen Y, Vald\u00e9s-Mas R, Mor U, Dori-Bachash M, Federici S, et al. Personalized microbiome-driven effects of non-nutritive sweeteners on human glucose tolerance. Cell. 2022;185:3307-3328.e19. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cell.2022.07.016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.cell.2022.07.016<\/a>. PMID: 35987213.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Venkatesh M, Mukherjee S, Wang H, Li H, Sun K, Benechet AP, et al. Symbiotic bacterial metabolites regulate gastrointestinal barrier function via the xenobiotic sensor PXR and Toll-like receptor 4. Immunity. 2014;41:296-310. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.immuni.2014.06.014\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1016\/j.immuni.2014.06.014<\/a>. PMID: 25065623.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Windey K, De Preter V, Louat T, Schuit F, Herman J, Vansant G, Verbeke K. Modulation of protein fermentation does not affect fecal water toxicity: a randomized cross-over study in healthy subjects. PLoS ONE. 2012;7:e52387. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0052387\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1371\/journal.pone.0052387<\/a>. PMID: 23285019.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Windey K, De Preter V, Verbeke K. Relevance of protein fermentation to gut health. Molecular Nutrition &amp; Food Research. 2012;56:184-196. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1002\/mnfr.201100542\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1002\/mnfr.201100542<\/a>. PMID: 22121108.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Z\u00f6hrer PA, Unterberger S, Aschauer R, Draxler A, Somloi S, Kapeller M, et al. The impact of a high-protein diet with strength training on the gastrointestinal microbiota in community-dwelling older adults: subanalysis of a randomized controlled trial. Frontiers in Nutrition. 2026;12:1712451. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fnut.2025.1712451\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3389\/fnut.2025.1712451<\/a>. PMID: 41640738.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protein gilt als gesund. Doch gilt das auch f\u00fcr Darm und Mikrobiom? 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