{"id":7926,"date":"2026-06-29T19:06:02","date_gmt":"2026-06-29T17:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=7926"},"modified":"2026-06-29T22:00:30","modified_gmt":"2026-06-29T20:00:30","slug":"mikrobiom-und-altern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-und-altern\/","title":{"rendered":"Altern: Der Preis des Mikrobioms"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Mikrobiom und Altern: K\u00f6nnen Bakterien den Alterungsprozess beeinflussen?<\/h1>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Wahrnehmung der <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/allgemein\/bakterien-sind-gut\/\">Bakterien<\/a> hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt: von furchterregenden Krankheitserregern, die in der Zeit der gro\u00dfen Pandemien bis zu einem Drittel der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung dahinrafften, bis hin zu Helfern der Neuzeit, die als strahlende Ritter in goldenen R\u00fcstungen unsere Gesundheit erhalten.<br><br>Aber wie immer ist die Welt nicht nur schwarz und wei\u00df. Nat\u00fcrlich verleihen uns die Bakterien durch ihre Zusammenarbeit mit unserem K\u00f6rper F\u00e4higkeiten, ohne die wir kaum \u00fcberleben k\u00f6nnten. Aber wie bei Goethes Faust, der einen Pakt schlie\u00dft und am Ende daf\u00fcr bezahlen soll, hat auch die Symbiose zwischen den Bakterien und uns, dem Wirt, einen Preis. Wenn wir \u00fcber Mikrobiom und Altern sprechen, geht es genau um diesen Preis. Doch wie hoch ist er?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Pakt<\/h2>\n\n\n\n<p>So wie die literarische Figur Faust in Goethes Werk einen Pakt mit <strong>Mephisto<\/strong> eingeht und daf\u00fcr mit seiner Seele bezahlen soll, so ist auch die eingegangene Symbiose der Menschen mit den Bakterien nicht ohne Konsequenzen. Das Sprichwort besagt: <em>\u201eIm Leben ist nichts umsonst.<\/em>\u201c Auch nicht die Zusammenarbeit mit den Mikroorganismen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bild der freundlichen Bakterien, die den Menschen selbstlos helfen, ist genauso falsch wie die Erz\u00e4hlungen von den <strong>m\u00f6rderischen Bakterien<\/strong>, die nichts anderes als den Tod der Menschen im Sinn haben. Es ist ein Produkt der Tendenz der Menschen, alles zu vermenschlichen, alles von ihrem begrenzten Standpunkt aus zu sehen. Doch die Bakterien haben keine Absicht, keinen Plan, keine ausgekl\u00fcgelte Strategie. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie wollen <strong>leben<\/strong> und sich <strong>vermehren<\/strong>. Und deswegen nutzen sie die \u00f6kologischen Nischen, die der menschliche K\u00f6rper ihnen bietet. Diese Symbiose stellt im \u00fcbertragenen Sinn einen <strong>klassischen Vertrag <\/strong>dar.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Mensch stellt den Mikroorganismen einen Raum und Nahrung zur Verf\u00fcgung. Im Gegenzug wirken die Bakterien in vielf\u00e4ltiger Weise auf den Menschen ein. Sie k\u00f6nnen unter anderem Nahrungsbestandteile verwerten, fermentieren Ballaststoffe, produzieren kurzkettige Fetts\u00e4uren, <strong>trainieren<\/strong> das Immunsystem oder <strong>beeinflussen<\/strong> die Schleimhaut.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Mensch muss viel Energie aufwenden, damit diese Zusammenarbeit in einem kontrollierten Rahmen verl\u00e4uft. Die N\u00e4he zu den Mikroorganismen ist n\u00fctzlich. Aber das enge Zusammenspiel darf nicht \u00fcberhandnehmen. Die Wirksamkeit der mikrobiellen Zellen hat einen Preis.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/pakt.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7929\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:719px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/pakt.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/pakt-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/pakt-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/pakt-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der niedrige Preis in jungen Jahren<\/h2>\n\n\n\n<p>Jeder, der eine <strong>private Krankenversicherung<\/strong> besitzt, wei\u00df: In jungen Jahren, wenn der K\u00f6rper leistungsf\u00e4hig ist und eine fabelhafte Regenerationsf\u00e4higkeit besitzt, ist der Preis der Versicherung sehr niedrig. Auch in der Symbiose mit den Bakterien profitieren wir in jungen Jahren von einer&nbsp;\u00e4u\u00dferst<strong> stabilen <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/magnesium-und-mikrobiom\/\">Darmbarriere<\/a><\/strong>, von einem erstaunlich flexiblen Immunsystem und der F\u00e4higkeit des K\u00f6rpers, die notwendigen Reparaturprozesse <strong>schnell<\/strong> und <strong>effizient<\/strong> zu erledigen. Der junge K\u00f6rper ist stark und die Verwaltung des Paktes gelingt nahezu m\u00fchelos.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kosten des Mikrobioms steigen mit den Jahren<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch genau wie bei der privaten Krankenversicherung, die eines Tages schmerzhafte Beitragsh\u00f6hen erreicht, so wird auch die kontrollierte Symbiose zwischen einem <strong>vielf\u00e4ltigen<\/strong> und <strong>stabilen<\/strong> Mikrobiom und dem Wirt mit zunehmendem Alter schwerer zu stemmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn der K\u00f6rper durchl\u00e4uft mit dem Alterungsprozess einen Wandel, der sich direkt auf das Mikrobiom auswirkt. Die <strong>Mucus-Struktur<\/strong>, also die Schleimschicht auf der Darmoberfl\u00e4che, sowie die Schleimhaut ver\u00e4ndern sich und die kontrollierte Interaktion mit den Bakterien wird schwieriger. Das beeinflusst <strong>Abstand<\/strong>, <strong>Schutz<\/strong> und <strong>Barrierefunktion<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die einst recht stabile Darmbarriere wird zunehmend schwerer aufrechtzuerhalten. Dies ist aber notwendig, damit bakterielle Bestandteile wie Lipopolysaccharid, kurz LPS, nicht in den systemischen Kreislauf gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso muss vermehrt Energie aufgewandt werden, um einerseits eine funktionierende Immunantwort aufrechtzuerhalten und andererseits eine ausreichende Immuntoleranz zu besitzen. Doch die Leistung der Mitochondrien, also der Kraftwerke der Zellen, nimmt gleichzeitig ab.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Dazu kommt, dass mit zunehmenden Lebensjahren schlechte Ern\u00e4hrungsgewohnheiten st\u00e4rker durchschlagen und die Einnahme von Medikamenten ansteigt. Auch die Muskelmasse beginnt ab der Lebensmitte langsam abzunehmen. Um sie zu erhalten, muss mehr in Bewegung investiert werden, was den Menschen mit zunehmendem Alter immer schwerer f\u00e4llt. Auch die Entz\u00fcndungsbereitschaft steigt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>All diese Faktoren ver\u00e4ndern den Menschen und damit auch den\u00a0Lebensraum<strong> des Mikrobioms<\/strong>. Ein mikrobielles \u00d6kosystem passt sich jedoch stets den \u00e4u\u00dferen Bedingungen an. Die Dynamik der Populationsver\u00e4nderungen nimmt zu und eingespielte Netzwerke sind auf einmal weniger stabil. Es gibt weniger Bakteriengemeinschaften, die dieselben Funktionen \u00fcbernehmen, weil die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5231\">Diversit\u00e4t<\/a> und Flexibilit\u00e4t abnehmen.<br><strong>Kurz: Das Mikrobiom ver\u00e4ndert sich<\/strong>. Es kommt zu einem neuen, angepassten Mikrobiom. Zu einem \u201ealten\u201c Mikrobiom im weitesten Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inflammaging: Das leise Grundrauschen<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber was genau belastet nun wirklich den K\u00f6rper und erh\u00f6ht den Preis des Mikrobioms? Man kann sich das so vorstellen: Bei einer normalen Infektion wird das Immunsystem aktiviert, das Fieber steigt und die akute Immunreaktion bek\u00e4mpft die <strong>Eindringlinge<\/strong>, bis der Ausgangszustand im Normalfall wiederhergestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch im Alter kommt eine neue Belastung hinzu, die die Summe all der langsamen Ver\u00e4nderungen ist. Der K\u00f6rper, der in jungen Jahren stabil und stark ist, erf\u00e4hrt zunehmend eine<strong> st\u00e4ndige, chronische, niedriggradige Entz\u00fcndung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/motor.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7931\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:709px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/motor.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/motor-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/motor-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/motor-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch das Mikrobiom spielt dabei eine <strong>wichtige Rolle<\/strong>. Durch die ver\u00e4nderte Barrierefunktion der Darmschleimhaut und die weniger pr\u00e4zise Regulation des Immunsystems werden die mikrobiellen Signale anders wahrgenommen. Das ver\u00e4nderte, <strong>\u00e4ltere Mikrobiom <\/strong>tr\u00e4gt damit seinen Teil zu einem dauerhaften, leisen Entz\u00fcndungsrauschen bei. Dies umfasst das vermehrte Aussch\u00fctten bestimmter <strong>Entz\u00fcndungsbotenstoffe<\/strong>, eine st\u00e4ndige Aktivierung des angeborenen Immunsystems und eine erh\u00f6hte immunologische Grundspannung. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess wird <strong>Inflammaging<\/strong> genannt. Das Wort setzt sich zusammen aus Inflammation und Aging.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses \u00e4ltere Immunsystem, das weniger stabil, reaktiver, aber auch weniger pr\u00e4zise ist als das junge, belastet den K\u00f6rper, weil es <strong>mehr Energie<\/strong> verbraucht und dabei weniger effektiv ist. Man kann sich das wie bei einem Motor vorstellen, der im Leerlauf st\u00e4ndig zu hoch dreht. Das verbraucht viel Energie und verschlei\u00dft das Auto.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mikrobiom und Altern: Die entscheidenden Tierversuche<\/h2>\n\n\n\n<p>Versuche mit M\u00e4usen lieferten <strong>entscheidende Hinweise<\/strong> auf die Beteiligung des Mikrobioms am Alterungsprozess. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der Mensch komplexer ist als eine Maus. Was bei der Maus an Auswirkungen beobachtet wird, muss\u00a0nicht<strong> zwingend <\/strong>auch beim Menschen so funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/maeuse.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7932\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:740px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/maeuse.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/maeuse-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/maeuse-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/maeuse-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Keimfreie alte M\u00e4use: Was passiert ohne Mikrobiom?<\/h3>\n\n\n\n<p>M\u00e4use mit einem <strong>gealterten Mikrobiom <\/strong>wurden mit <strong>keimfreien<\/strong> M\u00e4usen verglichen. Keimfrei bedeutet, dass die M\u00e4use frei von nachweisbaren Mikroorganismen sind und nur unter bestimmten, kontrollierten Bedingungen \u00fcberleben k\u00f6nnen. Es zeigte sich aber, dass keimfreie M\u00e4use nicht dieselben altersabh\u00e4ngigen entz\u00fcndlichen Signale zeigen wie M\u00e4use mit einem Mikrobiom. Die altersassoziierte Dysbiose trug wesentlich zur erh\u00f6hten <strong>Darmpermeabilit\u00e4t<\/strong>, zu systemischen Entz\u00fcndungszeichen und zur ver\u00e4nderten Immunregulation bei. Das hei\u00dft nicht, dass keimfrei besser ist. Aber es zeigt deutlich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ohne Mikrobiom treten bestimmte altersassoziierte Entz\u00fcndungssignale in alten M\u00e4usen nicht in gleicher Weise auf.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbertragung eines alten Mikrobioms in junge, keimfreie M\u00e4use<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei der \u00dcbertragung eines <strong>alten Mikrobioms <\/strong>von alternden M\u00e4usen auf <strong>junge<\/strong>, <strong>keimfreie<\/strong> M\u00e4use entwickelten diese im Anschluss bestimmte <strong>altersassoziierte Entz\u00fcndungsmerkmale<\/strong>. Das bedeutet, dass ein alterndes Mikrobiom entz\u00fcndliche Alterungsmerkmale \u00fcbertragen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbertragung der Mikrobiome zwischen jungen und alten M\u00e4usen<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Mikrobiomtransfer in beide Richtungen zwischen jungen und alten M\u00e4usen zeigte sich, dass junge M\u00e4use bestimmte altersbedingte Entz\u00fcndungsmerkmale entwickelten, wohingegen der Transfer der jungen Mikrobiota in die alten M\u00e4use bestimmte altersassoziierte Signaturen in <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/gehirn\/die-darm-hirn-achse\/\">Darm<\/a><\/strong>, <strong>Gehirn<\/strong> und <strong>Auge<\/strong> teilweise reversibel machte. Die Auswirkungen gehen also in beide Richtungen und sind nicht nur auf Entz\u00fcndungen im Darm beschr\u00e4nkt<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbertragung des Mikrobioms auf M\u00e4use mit beschleunigtem Alterungsprozess<\/h3>\n\n\n\n<p>M\u00e4use mit beschleunigten Alterungsmerkmalen erhielten <strong>Mikrobiota-Transplantationen<\/strong> von gesunden Kontrolltieren. Dabei konnten Lebensspanne und Gesundheitsspanne verbessert werden. Entscheidend ist, dass diese M\u00e4use vor der Transplantation eine <strong>Dysbiose<\/strong> aufwiesen, also ein Mikrobiom mit <strong>gest\u00f6rter Zusammensetzung<\/strong>. Hier zeigt sich, dass der Wirt messbar profitieren kann, wenn sein gest\u00f6rtes Mikrobiom durch die Mikrobiota von Wildtyp-Tieren moduliert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Preis des Mikrobioms: Was hei\u00dft das nun?<\/h2>\n\n\n\n<p>Vereinfacht l\u00e4sst sich der Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Altern wie folgt beschreiben:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Alterung beim Menschen f\u00fchrt zu einem <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\">ver\u00e4nderten Lebensraum<\/a><\/strong> und damit zu einem <strong>ver\u00e4nderten Mikrobiom<\/strong>. Die Darmbarriere wird anf\u00e4lliger.<\/li>\n\n\n\n<li>Mikrobielle Bestandteile k\u00f6nnen in den <strong>systemischen Kreislauf <\/strong>gelangen.<\/li>\n\n\n\n<li>Das angeborene Immunsystem wird <strong>dauerhaft<\/strong> und <strong>chronisch<\/strong> leicht aktiviert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Entz\u00fcndungssignale <strong>steigen<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Entz\u00fcndungsrauschen wird <strong>verst\u00e4rkt<\/strong> und tr\u00e4gt zum <strong>Inflammaging<\/strong> bei.<\/li>\n\n\n\n<li>Das hei\u00dft: Ein gealtertes Mikrobiom kann zu <strong>dauerhaften Entz\u00fcndungssignalen<\/strong> im K\u00f6rper beitragen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die helle Seite des Mikrobioms \u00fcberwiegt weiterhin<\/h2>\n\n\n\n<p>An diesem Punkt dr\u00e4ngt sich die Schlussfolgerung auf, dass der Preis des Mikrobioms eine Art <strong>dunkle Seite<\/strong> des Mikrobioms darstellt. Trotzdem \u00fcberwiegen die vielf\u00e4ltigen <strong>positiven Effekte<\/strong> des Mikrobioms deutlich.<br>Es zeigt sich aber, dass die St\u00f6rung des Mikrobioms mit fortgeschrittenen Lebensjahren <strong>Alterungsprozesse<\/strong> verst\u00e4rken kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Perspektivwechsel<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Symbiose zwischen den Bakterien und uns ist ein\u00a0lebenslanger<strong> Vertrag<\/strong>. Im Alter werden jedoch die Kosten des Mikrobioms sichtbar. Positive Effekte des Mikrobioms werden zunehmend mit den negativen Effekten eines altersbedingt ver\u00e4nderten Mikrobioms verrechnet. Der Alterungsprozess des Menschen k\u00f6nnte beschleunigt werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die entscheidende Erkenntnis ist hierbei, dass es sich lohnt, die altersbedingte Dysbiose, also den Zerfall oder die zunehmende Unordnung des Mikrobioms, aufzuhalten. Damit k\u00f6nnte auch die Geschwindigkeit des Alterungsprozesses beim Menschen verringert werden.<br>Daraus ergibt sich eine spannende Frage: Indem wir auf das Mikrobiom einwirken, k\u00f6nnen wir auch ein St\u00fcck weit unserem Alterungsprozess entgegenwirken?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann dem Alterungsprozess entgegengewirkt werden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es keine Wunderpille. Aber die \u00dcberlegung, durch eine Stabilisierung des mikrobiellen Lebensraums den Preis des Mikrobioms zu senken und damit m\u00f6glicherweise auch den Alterungsprozess zu verlangsamen, hat durchaus ihren Charme. Dabei geht es nicht um klickstarke, aber am Ende meist belanglose Longevity-Tipps. Entscheidend ist die Kenntnis des \u00f6kologischen Systems. Ern\u00e4hrung, <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/ballaststoffe\/\" data-type=\"post\" data-id=\"6946\">Ballaststoffe<\/a>, Bewegung, Schlaf, die Vermeidung von unn\u00f6tigen <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/medizin\/antibiotika-und-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"7803\">Antibiotika<\/a> und Entz\u00fcndungsregulation k\u00f6nnen dazu beitragen, die funktionelle Leistungsf\u00e4higkeit dieses Systems l\u00e4nger zu erhalten. Und genau dadurch k\u00f6nnte auch der Alterungsprozess beeinflusst werden. Diese Empfehlungen sind nicht spektakul\u00e4r. Aber sie k\u00f6nnen von jedem umgesetzt werden, der sich mit Mikrobiom und Altern n\u00e4her befassen will. Es lohnt sich, diese Wege zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;10 Wege, den Preis des Mikrobioms gering zu halten&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_size=&#8220;21px&#8220; background_color=&#8220;rgba(45,172,220,0.13)&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|3px|3px|3px|3px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><strong>Was also kann jeder selbst tun, um den Preis des Mikrobioms gering zu halten?<\/strong><br>Wie immer gibt es nicht den einen schnellen Weg. Es gibt allerdings Empfehlungen, um den Preis zu senken und ein gesundes Altern zu unterst\u00fctzen. Diese m\u00f6gen nicht \u00fcberraschend sein. Es zeigt sich aber immer wieder, dass sie nur von den wenigsten eingehalten werden. Konsistenz ist hier der Schl\u00fcssel!<\/p>\n<p><strong>1. Achte auf vielf\u00e4ltige Ballaststoffe<\/strong><br>Der K\u00f6rper profitiert nicht von sch\u00f6nen Namen auf einem Mikrobiomtestbericht, sondern von der Leistungsf\u00e4higkeit des \u00d6kosystems. Verschiedene bakterielle Gruppen wirken zusammen, um eine Funktion zu erf\u00fcllen. Es ist nicht das eine Superbakterium, sondern die Gruppe, die im Austausch steht und damit eine wesentliche Funktion im K\u00f6rper erf\u00fcllt. Nicht einzelne Bakterien m\u00fcssen mit N\u00e4hrstoffen versorgt werden, sondern verschiedene Mikroorganismen, die im Netzwerk zusammenwirken.<br>Deswegen ist es wichtig, nicht nur auf die Ballaststoffmenge zu achten, sondern auch auf die Vielfalt der Ballaststoffe!<\/p>\n<p><strong>2. Halte die Darmbarriere stark<\/strong><br>Eine durchl\u00e4ssige Darmbarriere f\u00fchrt zu erh\u00f6hten Entz\u00fcndungsreaktionen im K\u00f6rper. Hier spielt Butyrat eine besonders wichtige Rolle, weil es die Darmzellen mit Energie versorgt. Achte auf schleimhautfreundliche Ern\u00e4hrung und vermeide ultraverarbeitete Lebensmittel.<\/p>\n<p><strong>3. Bewege dich regelm\u00e4\u00dfig<\/strong><br>Es mag trivial erscheinen. Doch Bewegung ist einer der wichtigsten Treiber f\u00fcr ein gesundes Mikrobiom. Ein gesunder Stoffwechsel, eine bessere Darmmotilit\u00e4t und eine erh\u00f6hte Diversit\u00e4t sind nur einige der positiven Effekte. Trotzdem beherzigen nur die wenigsten Menschen diesen Tipp. W\u00fcrden die massiven gesundheitlichen Auswirkungen von Bewegung als Pille existieren, so w\u00e4re sie der unbestreitbare Blockbuster aller Medikamente.<\/p>\n<p><strong>4. Achte auf deine Muskelmasse<\/strong><br>Es geht nicht darum, wie Arnold Schwarzenegger auszusehen. Wer jedoch nicht auf seine Muskelmasse achtet, verzichtet auf einen ganz wesentlichen Gesundheitstreiber. Wer wenig Muskelmasse hat, hat nicht nur eine gest\u00f6rte Balance im gesamten K\u00f6rper, sondern auch im Mikrobiom. Die positiven Effekte von Muskelmasse sind unbestritten. Metabolische Stabilit\u00e4t, niedrigere Entz\u00fcndungsreaktionen, ein besser reguliertes Immunsystem und ein verbessertes Glukosemanagement h\u00e4ngen davon ab. Dadurch wird der Lebensraum des Mikrobioms stabil gehalten, was wiederum die Stabilit\u00e4t des Mikrobioms positiv beeinflusst. Wer auf Muskelerhalt keinen Fokus setzt, hat ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Krankheit und einen beschleunigten Alterungsprozess.<\/p>\n<p><strong>5. Vermeide unn\u00f6tige Antibiotika<\/strong><br>Antibiotika, so unverzichtbar sie bei manchen Krankheiten sein m\u00f6gen, sind ein massiver Eingriff ins komplexe \u00d6kosystem. Die Folgen k\u00f6nnen gravierend sein und werden heutzutage immer noch massiv untersch\u00e4tzt. Diversit\u00e4t und Resilienz des Mikrobioms k\u00f6nnen bei Antibiotikagabe beeintr\u00e4chtigt werden. Antibiotika sollten demnach wirklich nur genommen werden, wenn sie unbedingt notwendig sind. Vorsicht bei pauschaler oder routinem\u00e4\u00dfiger prophylaktischer Gabe ohne klare Indikation.<\/p>\n<p><strong>6. Hinterfrage unn\u00f6tige Dauermedikation<\/strong><br>Nimmst du Medikamente dauerhaft ein? Bist du dir sicher, ob diese \u00fcberhaupt noch notwendig sind? Viele Medikamente beeinflussen das Mikrobiom, darunter insbesondere Protonenpumpenhemmer. Gerade im Alter nimmt die Zahl der Medikamente zu und damit die Belastung f\u00fcr das Mikrobiom. Hinterfrage diese regelm\u00e4\u00dfig mit deinem Arzt.<\/p>\n<p><strong>7. Iss \u00f6kologisch vielf\u00e4ltig<\/strong><br>Vielfalt in der Ern\u00e4hrung bedeutet eine Vielfalt an N\u00e4hrstoffen f\u00fcr die Bakterien und damit eine funktionell breitere und robustere Mikrobiota. Wer dauerhaft monoton isst, f\u00f6rdert ein weniger vielf\u00e4ltiges und weniger resilientes mikrobielles \u00d6kosystem. Lass verschiedene Pflanzen, H\u00fclsenfr\u00fcchte, Gem\u00fcse, Vollkorn und fermentierte Lebensmittel in deinen Speiseplan einflie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>8. Reduziere chronischen Entz\u00fcndungsdruck<\/strong><br>Chronischer Stress, schlechte metabolische Gesundheit, viszerales Fett, Schlafmangel und Bewegungsmangel erh\u00f6hen das Grundrauschen der Entz\u00fcndung im Alter. Der Preis des Mikrobioms steigt nicht nur, weil sich das Mikrobiom ver\u00e4ndert, sondern auch, weil der Wirt schlechter reguliert.<br>Du kannst das nicht \u00e4ndern? Okay, akzeptiert. Frei nach Jens Corssen ist dir der Preis dann zu hoch, weil es dich zu viel Anstrengung kostet. Dann musst du aber akzeptieren, dass der biologische Preis h\u00f6her bleibt.<\/p>\n<p><strong>9. Schlafe ausreichend und in stabilen Rhythmen<\/strong><br>Wir wissen heutzutage, dass auch das Mikrobiom zirkadianen Rhythmen, Essens- und Schlafzeiten sowie generell zeitlichen Mustern folgt. Wer hier gro\u00dfe Unregelm\u00e4\u00dfigkeit hineinbringt, schadet seinem Mikrobiom und erh\u00f6ht dessen Preis. Achte konsequent auf regelm\u00e4\u00dfige Schlafenszeiten und regelm\u00e4\u00dfige Essensfenster.<\/p>\n<p><strong>10. Denke \u00f6kologisch<\/strong><br>Das Mikrobiom ist komplexe \u00d6kologie. Probiotika k\u00f6nnen es beeinflussen, sind jedoch kein Allheilmittel. Wenn die oben genannten neun Punkte nicht beachtet werden, hilft auch das teuerste und beste Probiotikum nichts. Wer den Preis des Mikrobioms senken will, muss in erster Linie den Lebensraum f\u00fcr die Bakterien verbessern und nicht nur einzelne Bakterien austauschen. Probiotika k\u00f6nnen die oben genannten Ma\u00dfnahmen sinnvoll erg\u00e4nzen. Aber nicht ersetzen.<\/p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Preis der N\u00e4he<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bakterien sind uns nah. Sehr nah. <strong>N\u00e4her als alles andere<\/strong>. Diese N\u00e4he ist ein gro\u00dfer Vorteil, weil wir von ihrer Stoffwechselkraft, ihrer Schutzfunktion und ihrer Wirkung auf unser Immunsystem profitieren. Doch diese N\u00e4he verlangt Kontrolle, die in jungen Jahren scheinbar m\u00fchelos gelingt. Im Alter wird es jedoch schwieriger. <strong>Dann zeigt sich der Preis des Mikrobioms<\/strong>.<br><br>Die gute Nachricht ist: <strong>Du kannst den Preis senken<\/strong>.<br><strong>Du musst es nur angehen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p>B\u00e1rcena, C. et al. (2019). Healthspan and lifespan extension by fecal microbiota transplantation into progeroid mice. Nature Medicine, 25, 1234\u20131242. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-019-0504-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-019-0504-5<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Brunt, V. E. et al. (2019). Suppression of the gut microbiome ameliorates age-related arterial dysfunction and oxidative stress in mice. The Journal of Physiology, 597(9), 2361\u20132378. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1113\/JP277336\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1113\/JP277336<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Claesson, M. J. et al. (2012). Gut microbiota composition correlates with diet and health in the elderly. Nature, 488, 178\u2013184. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature11319\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature11319<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Franceschi, C. et al. (2000). Inflamm-aging: An evolutionary perspective on immunosenescence. Annals of the New York Academy of Sciences, 908, 244\u2013254. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1749-6632.2000.tb06651.x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1749-6632.2000.tb06651.x<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Fransen, F. et al. (2017). Aged Gut Microbiota Contributes to Systemical Inflammaging after Transfer to Germ-Free Mice. Frontiers in Immunology, 8, 1385. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2017.01385\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2017.01385<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Furman, D. et al. (2019). Chronic inflammation in the etiology of disease across the life span. Nature Medicine, 25, 1822\u20131832. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-019-0675-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-019-0675-0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ghosh, T. S., Shanahan, F. &amp; O\u2019Toole, P. W. (2022). The gut microbiome as a modulator of healthy ageing. Nature Reviews Gastroenterology &amp; Hepatology, 19, 565\u2013584. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41575-022-00605-x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41575-022-00605-x<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Houghton, D. et al. (2018). Impact of Age-Related Mitochondrial Dysfunction and Exercise on Intestinal Microbiota Composition. The Journals of Gerontology: Series A, 73(5), 571\u2013578. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/gerona\/glx197\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/gerona\/glx197<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jackson, M. A. et al. (2016). Signatures of early frailty in the gut microbiota. Genome Medicine, 8, 8. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s13073-016-0262-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s13073-016-0262-7<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kim, K.-A. et al. (2016). Gut microbiota lipopolysaccharide accelerates inflamm-aging in mice. BMC Microbiology, 16, 9. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12866-016-0625-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12866-016-0625-7<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Parada Venegas, D. et al. (2019). Short Chain Fatty Acids (SCFAs)-Mediated Gut Epithelial and Immune Regulation and Its Relevance for Inflammatory Bowel Diseases. Frontiers in Immunology, 10, 277. DOI:<a href=\" https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2019.00277\"> https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2019.00277<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Parker, A. et al. (2022). Fecal microbiota transfer between young and aged mice reverses hallmarks of the aging gut, eye, and brain. Microbiome, 10, 68. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s40168-022-01243-w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s40168-022-01243-w<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sato, Y. et al. (2021). Novel bile acid biosynthetic pathways are enriched in the microbiome of centenarians. Nature, 599, 458\u2013464. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-021-03832-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-021-03832-5<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Stehle Jr., J. R. et al. (2012). Lipopolysaccharide-binding protein, a surrogate marker of microbial translocation, is associated with physical function in healthy older adults. The Journals of Gerontology: Series A, 67(11), 1212\u20131218. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/gerona\/gls178\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/gerona\/gls178<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Thevaranjan, N. et al. (2017). Age-Associated Microbial Dysbiosis Promotes Intestinal Permeability, Systemic Inflammation, and Macrophage Dysfunction. Cell Host &amp; Microbe, 21(4), 455\u2013466.e4. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.chom.2017.03.002\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.chom.2017.03.002<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wilmanski, T. et al. (2021). Gut microbiome pattern reflects healthy ageing and predicts survival in humans. Nature Metabolism, 3, 274\u2013286. DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s42255-021-00348-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s42255-021-00348-0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6nnen wir beeinflussen, wie wir altern? 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