{"id":7803,"date":"2026-05-19T17:13:37","date_gmt":"2026-05-19T15:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=7803"},"modified":"2026-05-20T17:14:11","modified_gmt":"2026-05-20T15:14:11","slug":"antibiotika-und-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/medizin\/antibiotika-und-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Schattenseite der Antibiotika"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Antibiotika und Mikrobiom: Folgen f\u00fcr Darm und Gesundheit<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Infektion ist \u00fcberstanden, das Antibiotikum hat gewirkt &#8211; eigentlich sollte jetzt alles wieder gut sein. Doch manchmal f\u00fchlt sich der K\u00f6rper danach nicht wieder im Gleichgewicht an: Die Verdauung spielt verr\u00fcckt, das Immunsystem scheint empfindlicher zu reagieren oder auch die Psyche f\u00fchlt sich belastet an. Genau hier wird das Zusammenspiel von Antibiotika und Mikrobiom wichtig: Kann eine Antibiotikatherapie unser mikrobielles Gleichgewicht ver\u00e4ndern &#8211; und welche Folgen kann das haben?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/medizin\/antibiotika-die-molekularen-atombomben\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4319\">Antibiotika<\/a> k\u00f6nnen im Ernstfall Leben retten, weil sie bakterielle Infektionen behandelbar machen, die ohne Therapie lebensbedrohlich werden k\u00f6nnen. Doch genau diese Wirkung hat auch eine Schattenseite: Antibiotika unterscheiden nicht zwischen gef\u00e4hrlichen Krankheitserregern und jenen Bakterien, die als Teil unseres Mikrobioms wichtige Aufgaben f\u00fcr unsere Gesundheit \u00fcbernehmen. Was passiert also, wenn eine Antibiotikatherapie nicht nur die Infektion bek\u00e4mpft, sondern auch unser mikrobielles Gleichgewicht ver\u00e4ndert? Wie ist das Zusammenspiel von Antibiotika und Mikrobiom? Manchmal zeigen sich die Folgen sofort. Manchmal bleiben sie als leise Spuren zur\u00fcck &#8211; und werden erst viele Jahre sp\u00e4ter sichtbar: im Darm, im Immunsystem, im Stoffwechsel oder sogar in der Psyche.<br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Man k\u00f6nnte Antibiotika deshalb schnell als medizinische Wundermittel sehen. Doch wie schaffen sie das eigentlich?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wirken Antibiotika?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die kurze Antwort ist: <strong>gegen Bakterien<\/strong>. Diese Eingrenzung ist wichtig, denn sie erkl\u00e4rt, warum wir uns manchmal v\u00f6llig fertig zum Arzt schleppen und trotzdem kein Antibiotikum verschrieben bekommen. Dann handelt es sich meistens um einen viralen Infekt. Gegen den k\u00f6nnen Antibiotika nichts ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird zwischen Breitband- und Schmalbandantibiotika unterschieden. Breitbandantibiotika wirken gegen viele verschiedene Bakterienarten. Sie werden h\u00e4ufig dann eingesetzt, wenn der genaue Erreger noch nicht bekannt ist oder schnell gehandelt werden muss. Schmalbandantibiotika wirken gezielter gegen bestimmte Bakteriengruppen und kommen vor allem dann infrage, wenn der Erreger genauer eingegrenzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirkweise von Antibiotika l\u00e4sst sich grunds\u00e4tzlich in zwei Gruppen einteilen: bakterizide (bakterienabt\u00f6tende) und bakteriostatische (das Wachstum von Bakterien hemmende) Antibiotika. Je nach Wirkstoff greifen sie unterschiedliche Strukturen oder Prozesse an, die spezifisch f\u00fcr bakterielle Zellen sind. Dadurch k\u00f6nnen Bakterien gezielt bek\u00e4mpft werden, w\u00e4hrend menschliche Zellen kaum betroffen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie st\u00f6ren die Vervielf\u00e4ltigung der DNA und damit die Teilung der Bakterien.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie hemmen die Bildung von RNA oder Proteinen, sodass wichtige Bausteine fehlen.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie st\u00f6ren den Aufbau der Zellwand und verhindern dadurch, dass die Bakterien stabil weiterwachsen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Kurzgefasst: Antibiotika greifen in die lebensnotwendigen Mechanismen der Bakterien ein! Damit sind sie eine effektive Waffe gegen bakterielle Krankheitserreger &#8211; doch endet ihre Wirkung dort, oder haben sie auch Folgen, die wir m\u00f6glicherweise zu lange zu wenig beachtet haben?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"5333\" height=\"3000\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Wirkmechanismen_von_Antibiotika.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7812\" style=\"aspect-ratio:1.7776759635759694;width:767px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Wirkmechanismen_von_Antibiotika.png 5333w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Wirkmechanismen_von_Antibiotika-1280x720.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Wirkmechanismen_von_Antibiotika-980x551.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Wirkmechanismen_von_Antibiotika-480x270.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 5333px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn Antibiotika das Mikrobiom treffen<\/h2>\n\n\n\n<p>Lange Zeit stand bei der intensiven Nutzung von Antibiotika vor allem ein Problem im Fokus der Forschung: <strong>die Zunahme von Resistenzgenen<\/strong>. In den letzten Jahrzehnten wurde jedoch eine weitere Sorge immer dr\u00e4ngender &#8211; eine, die f\u00fcr uns Menschen schleichende und bislang \u00fcbersehene Folgen haben k\u00f6nnte: <strong>die Frage, was Antibiotika mit unserem Mikrobiom machen<\/strong>. Denn Antibiotika wirken nicht nur gegen Krankheitserreger. Weil sie grundlegende bakterielle Strukturen angreifen, treffen sie oft auch jene Bakterien, die in unserem K\u00f6rper wichtige Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Mikrobiom ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die in und auf unserem K\u00f6rper leben, und deren genetische Information. Es umfasst etwa <strong>38 Billionen Bakterien<\/strong>, von denen sich \u00fcber<strong> 95 %<\/strong> im Dickdarm befinden. Lange wurde dem Mikrobiom vor allem eine Rolle bei der Verdauung zugeschrieben. Heute ist jedoch klar, dass diese Sicht die Bedeutung unseres Mikrobioms gewaltig untersch\u00e4tzt hat. Die Bakterien stehen in st\u00e4ndigem Austausch mit unserem K\u00f6rper: Sie helfen dabei, Krankheitserreger in Schach zu halten, unterst\u00fctzen die <strong>Stabilit\u00e4t<\/strong> der Darmbarriere, beeinflussen unser Immunsystem und produzieren <strong>Stoffwechselprodukte<\/strong>, die sowohl f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche als auch f\u00fcr unsere mentale Gesundheit relevant sind. Wird dieses empfindliche Gleichgewicht gest\u00f6rt, kann das deshalb <strong>weitreichende Folgen <\/strong>haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Antibiotika bringen dieses Gleichgewicht durcheinander. Und das sogar <strong>langfristig<\/strong>. Eine sehr aktuelle Studie aus dem Jahr 2026 untersuchte das Darmmikrobiom von knapp 15.000 Personen und zeigte, dass die bakterielle Zusammensetzung auch noch Jahre <strong>nach<\/strong> einer Antibiotikagabe ver\u00e4ndert sein kann und die mikrobielle Vielfalt dabei zum Teil geringer ausfiel. Andere Studien deuten ebenfalls darauf hin, dass sich einzelne Bakterienarten nach einer Antibiotikatherapie nicht immer vollst\u00e4ndig erholen und so gewisserma\u00dfen Narben im Mikrobiom hinterlassen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Doch welche Auswirkungen haben diese Ver\u00e4nderungen tats\u00e4chlich auf unsere Gesundheit?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Folgen einer antibiotikaassoziierten Dysbiose<\/h2>\n\n\n\n<p>Wird die Zusammensetzung unserer k\u00f6rpereigenen Bakterien gest\u00f6rt, kann das verschiedene Folgen haben. Einige davon zeigen sich direkt nach einer Antibiotikatherapie und sind wissenschaftlich bereits gut belegt. Andere werden erst langfristig sichtbar und sind deshalb wissenschaftlich etwas schwerer zu erfassen. <strong>Dennoch h\u00e4ufen sich auch hier die Hinweise!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|||0px|false|false&#8220; custom_padding=&#8220;|||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Was ist eine antibiotikaassoziierte Dysbiose?&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#141410&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#141410&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font_size=&#8220;17px&#8220; background_color=&#8220;rgba(45,172,220,0.13)&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|3px|3px|3px|3px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p>Eine antibiotikaassoziierte Dysbiose beschreibt eine St\u00f6rung des mikrobiellen Gleichgewichts nach oder w\u00e4hrend einer Antibiotikatherapie. Dabei k\u00f6nnen n\u00fctzliche Bakterien zur\u00fcckgehen, die mikrobielle Vielfalt kann abnehmen und potenziell ung\u00fcnstige Bakterien k\u00f6nnen sich leichter ausbreiten.<\/p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antibiotika und Mikrobiom: Akute Folgen<\/h3>\n\n\n\n<p>Akut relevant wird die<strong> starke Ver\u00e4nderung<\/strong> unseres Mikrobioms vor allem deshalb, weil es <strong>wichtige Aufgaben<\/strong> dabei \u00fcbernimmt, uns vor <strong>opportunistischen<\/strong> Krankheitserregern zu sch\u00fctzen. Das ist besonders wichtig, weil nur wenige Bereiche unseres K\u00f6rpers mit so vielen potenziellen Krankheitserregern in Ber\u00fchrung kommen wie unser Verdauungstrakt. Mit jedem Schluck Wasser und jedem Bissen Nahrung gelangen st\u00e4ndig <strong>Mikroorganismen<\/strong> in unseren K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Normalfall macht uns das relativ wenig aus, weil unser K\u00f6rper <strong>gut gesch\u00fctzt <\/strong>ist. Gerade im Darm ist unser Mikrobiom ein wichtiger Teil dieser Schutzfunktion &#8211; und das auf mehreren Wegen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Konkurrenz um <strong>Platz<\/strong> und <strong>N\u00e4hrstoffe<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Produktion antimikrobieller Stoffe wie <strong>Bakteriozine<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>St\u00e4rkung der <strong>Darmbarriere<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Training des <strong>k\u00f6rpereigenen Immunsystems<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Mit einem Schlag ger\u00e4t dieses Schutzsystem ins Wanken &#8211; und Krankheitserreger k\u00f6nnen das ausnutzen. Der wohl bekannteste von ihnen ist <em>C. difficile<\/em>, das f\u00fcr etwa 15-20 % der antibiotikaassoziierten Durchfallerkrankungen verantwortlich ist. Unbehandelt kann eine Infektion in schweren F\u00e4llen lebensbedrohlich werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"5333\" height=\"3000\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Schutz_Mechanismen_fertig.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7814\" style=\"aspect-ratio:1.7776759635759694;width:691px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Schutz_Mechanismen_fertig.png 5333w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Schutz_Mechanismen_fertig-1280x720.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Schutz_Mechanismen_fertig-980x551.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Schutz_Mechanismen_fertig-480x270.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 5333px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Akute Folgen einer Antibiotikatherapie sind also nicht nur eine abstrakte Ver\u00e4nderung des Mikrobioms. Sie k\u00f6nnen die nat\u00fcrliche Schutzfunktion des Darms ganz unmittelbar schw\u00e4chen und damit die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr weitere Beschwerden und Infektionen erh\u00f6hen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich dieser vor\u00fcbergehenden Schw\u00e4chung bewusst zu sein und Reaktionen des K\u00f6rpers wie starken Durchfall, Blut im Stuhl oder Fieber besonders ernst zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antibiotika und Mikrobiom: Langfristige Folgen<\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Folgen f\u00fcr den Darm<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00dcber 95 % unserer Bakterien befinden sich in unserem Darm, genauer gesagt in unserem <strong>Dickdarm<\/strong>. Daher ist es nicht \u00fcberraschend, dass eine Antibiotikabehandlung zu Darmerkrankungen f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr erkranken ungef\u00e4hr <strong>10.000 Menschen neu<\/strong> an einer chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankung (CED), meist an Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Besonders in Industriel\u00e4ndern treten diese Erkrankungen h\u00e4ufiger auf. Die Entstehung einer CED beruht in der Regel auf einem <strong>Zusammenspiel<\/strong> aus <strong>genetischer Anf\u00e4lligkeit<\/strong>, <strong>Umweltfaktoren<\/strong> und <strong>mikrobieller Dysbiose<\/strong>, das schlie\u00dflich zu einer fehlgeleiteten Immunantwort im Darm f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Einer dieser Umweltfaktoren ist eine Antibiotikagabe. Es ist noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt, wie Antibiotika mit der Entstehung einer CED zusammenh\u00e4ngen. Vermutlich kommt es daher, dass Antibiotika das Darmmikrobiom <strong>schw\u00e4chen<\/strong> und dadurch Prozesse ausl\u00f6sen, die eine CED beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen &#8211; etwa eine <strong>gest\u00f6rte N\u00e4hrstoffversorgung<\/strong>, eine <strong>geschw\u00e4chte Schleimhautbarriere<\/strong>, <strong>ver\u00e4nderte Stoffwechselprodukte<\/strong> und eine <strong>fehlgeleitete Immunantwort<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das <strong>Reizdarmsyndrom<\/strong> ist eine funktionelle Darmerkrankung mit wiederkehrenden Beschwerden wie Bauchschmerzen, Bl\u00e4hungen, Durchfall oder Verstopfung, ohne klar ersichtliche Ursache. Eine <strong>mikrobielle Dysbiose<\/strong> gilt als ein wichtiger m\u00f6glicher Faktor bei der Entstehung eines Reizdarms. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Antibiotikatherapien mit einem sp\u00e4teren Reizdarm in Zusammenhang gebracht werden. Auf der anderen Seite gibt es auch Reizdarmf\u00e4lle, vor allem bei Reizdarm mit Durchfall, bei denen sich die Symptome durch eine Behandlung mit <strong>Rifaximin<\/strong>, einem Antibiotikum, deutlich bessern k\u00f6nnen. Vermutlich h\u00e4ngt das damit zusammen, dass Rifaximin eine bereits bestehende mikrobielle Fehlbesiedlung positiv beeinflusst und m\u00f6glicherweise auch Bakterien reduziert, die sich in zu gro\u00dfer Menge im D\u00fcnndarm befinden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2688\" height=\"1693\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Explosion-e1779205765959.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7810\" style=\"aspect-ratio:1.5877237851662405;width:709px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Explosion-e1779205765959.png 2688w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Explosion-e1779205765959-1280x720.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Explosion-e1779205765959-980x551.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Explosion-e1779205765959-480x270.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2688px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Folgen f\u00fcr den Stoffwechsel<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch <strong>metabolische Erkrankungen <\/strong>werden immer wieder mit antibiotikabedingten Ver\u00e4nderungen des Mikrobioms in Verbindung gebracht. Studien deuten darauf hin, dass eine Antibiotikaeinnahme, insbesondere bei wiederholter Gabe im fr\u00fchen Kindesalter, mit einem erh\u00f6hten sp\u00e4teren Risiko f\u00fcr \u00dcbergewicht zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr<strong>Typ-2-Diabetes<\/strong> wurden in gro\u00dfen Beobachtungsstudien Zusammenh\u00e4nge beschrieben. So zeigte eine systematische \u00dcbersichtsarbeit aus dem Jahr 2021, in die Daten von mehr als 3,9 Millionen Menschen eingingen, dass <strong>Antibiotikaexposition<\/strong> mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes assoziiert war. Der Effekt war dabei eher moderat, aber doch deutlich messbar.<br>Ein <strong>kausaler Zusammenhang<\/strong> ist bislang jedoch nicht eindeutig belegt. Als m\u00f6glicher Mechanismus wird diskutiert, dass Antibiotika das Darmmikrobiom ver\u00e4ndern und dadurch die Bildung kurzkettiger Fetts\u00e4uren wie Butyrat verringern k\u00f6nnten. In der Folge k\u00f6nnte die Darmbarriere geschw\u00e4cht werden, sodass bakterielle Bestandteile wie LPS leichter durch die Darmwand gelangen k\u00f6nnten. Das k\u00f6nnte <strong>niedriggradige Entz\u00fcndungsprozesse<\/strong> f\u00f6rdern, die wiederum die Insulinwirkung verschlechtern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Folgen f\u00fcr das Immunsystem<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Mikrobiom ist eine Art <strong>Trainingspartner<\/strong> f\u00fcr das Immunsystem. Besonders in den ersten Lebensjahren entwickeln sich beide Systeme eng miteinander: Das Immunsystem lernt, zwischen harmlosen Begleitern und echten Eindringlingen zu unterscheiden, und das Mikrobiom hilft ihm dabei, seine Reaktionen <strong>sinnvoll<\/strong> zu steuern.<br>Wenn Antibiotika dieses mikrobielle Trainingsumfeld ver\u00e4ndern, kann sich auch die <strong>Kommunikation<\/strong> zwischen <strong>Mikrobiom<\/strong> und <strong>Immunsystem<\/strong> verschieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Studien bringen insbesondere eine <strong>Antibiotikagabe<\/strong> in den ersten Lebensjahren mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Allergien und Asthma in Verbindung.<br>Auch bei Autoimmunerkrankungen wie<strong>rheumatoider Arthritis<\/strong>, <strong>Multipler Sklerose<\/strong> oder <strong>Typ-1-Diabetes <\/strong>wird ein Zusammenhang mit Antibiotikaeinnahmen und nachfolgenden Mikrobiomver\u00e4nderungen diskutiert &#8211; die Studienlage ist hier bislang weniger eindeutig.<br>Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Studie aus dem Jahr 2025: Sie zeigte, dass Neugeborene, die direkt nach der Geburt Antibiotika erhalten hatten, sp\u00e4ter eine <strong>geringere Immunantwort <\/strong>auf bestimmte Impfungen zeigten. Ihr Immunsystem reagierte zwar, allerdings weniger stark &#8211; bedingt durch <strong>Ver\u00e4nderungen des fr\u00fchen Mikrobioms<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Folgen f\u00fcr Psyche und Gehirn<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00dcber die sogenannte <strong>Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse<\/strong> stehen unsere Darmbakterien in st\u00e4ndigem Austausch mit unserem Gehirn.<br>Daher ist es nicht \u00fcberraschend, dass auch psychische Erkrankungen wie <strong>Depressionen<\/strong> und <strong>Angstst\u00f6rungen<\/strong> mit einem <strong>dysbiotischen Mikrobiom <\/strong>in Zusammenhang gebracht werden.<br>Eine Studie aus dem Jahr 2024 untersuchte knapp <strong>200.000 Personen<\/strong> aus S\u00fcdkorea, die in den 1 bis 9 Jahren davor Antibiotika bekommen hatten, und konnte zeigen, dass Antibiotika mit einem erh\u00f6hten Risiko einhergehen, eine <strong>Depression<\/strong> zu entwickeln. Je breiter das Antibiotikum wirkte, also je mehr Bakterien es erfasste, desto <strong>ausgepr\u00e4gter<\/strong> war der Zusammenhang.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewusster Umgang mit Antibiotika<\/h2>\n\n\n\n<p>Antibiotika haben die Medizin revolutioniert &#8211;<strong> und sie retten bis heute Leben<\/strong>. Trotzdem d\u00fcrfen wir sie auch mit einem kritischen Auge betrachten. Denn Antibiotika wirken nicht in einem <strong>leeren Raum<\/strong>. Sie treffen auf einen K\u00f6rper, der von Billionen Mikroorganismen mitbewohnt wird. Und diese Folgen sollten wir mitbedenken, wenn wir uns f\u00fcr eine <strong>Antibiotikatherapie<\/strong> entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gute Nachricht ist: Auch wenn Antibiotika auf unser Mikrobiom wirken, sind wir diesen Ver\u00e4nderungen nicht v\u00f6llig ausgeliefert. <strong>Ern\u00e4hrung<\/strong>, <strong>Lebensstil<\/strong> und ein <strong>sinnvoller Umgang<\/strong> mit Antibiotika k\u00f6nnen eine Rolle dabei spielen, die Widerstandsf\u00e4higkeit des Mikrobioms zu st\u00e4rken und g\u00fcnstige Bedingungen f\u00fcr seine Erholung zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2688\" height=\"1792\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Antibiotikakapsel.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7815\" style=\"aspect-ratio:1.5000241627603537;width:691px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Antibiotikakapsel.png 2688w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Antibiotikakapsel-1280x853.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Antibiotikakapsel-980x653.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Antibiotikakapsel-480x320.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2688px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die entscheidende Botschaft ist deshalb nicht: Angst vor Antibiotika. Sondern: ihre Wirkung verstehen &#8211; und bewusst mit ihnen umgehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p>Baldanzi, Gabriel, Anna Larsson, Sergi Sayols-Baixeras, u. a. \u201eAntibiotic Use and Gut Microbiome Composition Links from Individual-Level Prescription Data of 14,979 Individuals\u201c. Nature Medicine 32, Nr. 4 (2026): 1351\u201361. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-026-04284-y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-026-04284-y<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Beier, Matthew A., Soko Setoguchi, Tobias Gerhard, u. a. \u201eEarly Childhood Antibiotics and Chronic Pediatric Conditions: A Retrospective Cohort Study\u201c. The Journal of Infectious Diseases 232, Nr. 3 (2025): 659\u201368. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/infdis\/jiaf191\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/infdis\/jiaf191<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Chen, Jing, Jinlin Zhu, Wenwei Lu, u. a. \u201eUncovering Predictive Factors and Interventions for Restoring Microecological Diversity after Antibiotic Disturbance\u201c. Nutrients 15, Nr. 18 (2023): 3925. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu15183925\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu15183925<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Donald, Katherine, und B. Brett Finlay. \u201eEarly-Life Interactions between the Microbiota and Immune System: Impact on Immune System Development and Atopic Disease\u201c. Nature Reviews Immunology 23, Nr. 11 (2023): 735\u201348. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41577-023-00874-w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41577-023-00874-w<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Duan, Ruqiao, Cunzheng Zhang, Gaonan Li, Jun Li, und Liping Duan. \u201eAntibiotic Exposure and Risk of New-Onset Inflammatory Bowel Disease: A Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis\u201c. Clinical Gastroenterology and Hepatology 23, Nr. 1 (2025): 45-58.e15. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cgh.2024.02.010\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cgh.2024.02.010<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Kennedy, M. S., A. Freiburger, M. Cooper, u. a. \u201eDiet Outperforms Microbial Transplant to Drive Microbiome Recovery in Mice\u201c. Nature 642, Nr. 8068 (2025): 747\u201355. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-08937-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-08937-9<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Kohanski, Michael A., Daniel J. Dwyer, und James J. Collins. \u201eHow Antibiotics Kill Bacteria: From Targets to Networks\u201c. Nature Reviews Microbiology 8, Nr. 6 (2010): 423\u201335. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/nrmicro2333\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/nrmicro2333<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Krauze, Wiktoria, Nikola Busz, Weronika Piku\u0142a, Martyna Maternowska, Piotr Prowans, und Dominika Maciejewska-Markiewicz. \u201eEffect of Sodium Butyrate Supplementation on Type 2 Diabetes\u2014Literature Review\u201c. Nutrients 17, Nr. 11 (2025): 1753. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu17111753\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/nu17111753<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Lee, Jaewon, Sun Jae Park, Seulggie Choi, u. a. \u201eAntibiotic Exposure and Depression Incidence: A Cohort Study of the Korean Population\u201c. Psychiatry Research 339 (September 2024): 115992. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.psychres.2024.115992\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.psychres.2024.115992<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Pimentel, M. \u201eReview Article: Potential Mechanisms of Action of Rifaximin in the Management of Irritable Bowel Syndrome with Diarrhoea\u201c. Alimentary Pharmacology &amp; Therapeutics 43, Nr. S1 (2016): 37\u201349. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/apt.13437\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/apt.13437<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Principi, Nicola, Rita Cozzali, Edoardo Farinelli, Andrea Brusaferro, und Susanna Esposito. \u201eGut Dysbiosis and Irritable Bowel Syndrome: The Potential Role of Probiotics\u201c. Journal of Infection 76, Nr. 2 (2018): 111\u201320. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jinf.2017.12.013\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jinf.2017.12.013<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Ram, Sharan, Marine Corbin, Andrea \u2019T Mannetje, Jeroen Douwes, Amanda Kvalsvig, und Amanda Eng. \u201eAntibiotic Exposure in Early Life and Risk of Type 1 Diabetes: A Meta\u2010Analysis\u201c. Diabetes, Obesity and Metabolism 28, Nr. 6 (2026): 4653\u201370. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/dom.70636\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/dom.70636<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Rasmussen, Sara H., Sarita Shrestha, Lise G. Bjerregaard, u. a. \u201eAntibiotic Exposure in Early Life and Childhood Overweight and Obesity: A Systematic Review and Meta\u2010analysis\u201c. Diabetes, Obesity and Metabolism 20, Nr. 6 (2018): 1508\u201314. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/dom.13230.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/dom.13230.<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<p>Reynolds, Hayley M., und Matthew L. Bettini. \u201eEarly-Life Microbiota-Immune Homeostasis\u201c. Frontiers in Immunology 14 (Oktober 2023): 1266876. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2023.1266876\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3389\/fimmu.2023.1266876<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Ryan, Feargal J., Michelle Clarke, Miriam A. Lynn, u. a. \u201eBifidobacteria Support Optimal Infant Vaccine Responses\u201c. Nature 641, Nr. 8062 (2025): 456\u201364. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-08796-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-08796-4<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Salamatullah, Hassan K., Lamar AboAljadiel, Mumen H. Halabi, u. a. \u201eThe Association between Antimicrobial Exposure and Subsequent Multiple Sclerosis Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis\u201c. Multiple Sclerosis and Related Disorders 107 (M\u00e4rz 2026): 106936. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.msard.2025.106936\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.msard.2025.106936<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Sultan, Alyshah Abdul, Christian Mallen, Sara Muller, u. a. \u201eAntibiotic Use and the Risk of Rheumatoid Arthritis: A Population-Based Case-Control Study\u201c. BMC Medicine 17, Nr. 1 (2019): 154. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12916-019-1394-6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12916-019-1394-6<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Zhou, Jielin, Yan Lin, Yong Liu, und Keyang Chen. \u201eAntibiotic Exposure and Risk of Type 2 Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-Analysis\u201c. Environmental Science and Pollution Research 28, Nr. 46 (2021): 65052\u201361. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11356-021-16781-3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11356-021-16781-3<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antibiotika retten Leben. Doch sie ver\u00e4ndern auch auf dramatische Weise unser Mikrobiom. 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