{"id":7378,"date":"2026-02-02T11:42:14","date_gmt":"2026-02-02T10:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=7378"},"modified":"2026-02-18T16:39:20","modified_gmt":"2026-02-18T15:39:20","slug":"krieg-ums-eisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/krieg-ums-eisen\/","title":{"rendered":"Krieg ums Eisen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"krieg-ums-eisen-warum-eisenverfugbarkeit-das-machtgefuge-im-mikrobiom-verschiebt\">Krieg ums Eisen&nbsp;\u2013&nbsp;warum Eisenverf\u00fcgbarkeit das Machtgef\u00fcge im Mikrobiom verschiebt<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>In unserem K\u00f6rper tobt Tag f\u00fcr Tag ein Krieg um ein Spurenelement. Krankheitserreger k\u00e4mpfen mit hilfreichen Bakterien um ein seltenes Metall. Der K\u00f6rper versucht einzugreifen. Doch oft kann er nur zuschauen, wie konkurrierende Gruppen untereinander ausmachen, wer den seltenen Rohstoff bekommt und damit im Darm dominieren kann.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zahllose Werbespots versprechen <strong>schnelle Hilfe<\/strong> bei Eisenmangel. Jeden Tag eine Tablette geschluckt und schon stimmt die Eisenversorgung. Dabei wird v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen, dass nur die wenigsten Menschen einen echten Eisenmangel haben und eine zu sorglose Supplementierung zu <strong>weitreichenden Problemen<\/strong> f\u00fchren kann. Denn das Verst\u00e4ndnis des Wechselspiels zwischen Eisen und Mikrobiom ist essenziell, um keinen Schaden anzurichten und trotzdem eine optimale Eisenversorgung zu besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-ist-leben\">Eisen ist Leben<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch braucht Eisen. Keine Frage. Ohne dieses grundlegende Element funktionieren viele biologische Prozesse nicht. Der gr\u00f6\u00dfte Teil steckt im <strong>H\u00e4moglobin<\/strong> der roten Blutk\u00f6rperchen. Eisen bindet Sauerstoff in der Lunge und sorgt f\u00fcr den Transport zu Geweben und Organen. Ohne Eisen g\u00e4be es <strong>keinen effizienten Sauerstofftransport<\/strong>, egal wie stark deine Lunge und dein Herz sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich findet sich Eisen in einer Vielzahl von Enzymen. Essenziell ist es in unseren Mitochondrien, wo es die Bildung von ATP, der universellen Energiew\u00e4hrung in unserem K\u00f6rper, aktiviert.<br>Auch im Knochenmark zur Bildung neuer <strong>Erythrozyten<\/strong> wird es genauso ben\u00f6tigt wie beim Aufbau der <strong>Proteine<\/strong>, der Synthese unserer DNA und vielen anderen Stoffwechselprozessen.<br>Und nicht zuletzt verlassen sich unser Immunsystem und unser Gehirn auf eine ausreichende Versorgung mit dem Metall in ionischer Form.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Kurz: Ohne Eisen kein Leben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7391\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:712px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-gold-fur-die-bakterien\">Das Gold f\u00fcr die Bakterien<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr den Menschen gilt, gilt genauso f\u00fcr die Bakterien. Auch f\u00fcr diese kleinsten Lebewesen ist Eisen ein <strong>essenzieller Lebensbaustein.<\/strong> Daher ist es f\u00fcr die Mikroorganismen in unserem K\u00f6rper wichtig, Zugriff darauf zu bekommen. Nun schwimmen die Bakterien in unserem Darm, aber nicht alleine herum, sondern sind von Billionen von anderen Mikroorganismen umgeben. Daher m\u00fcssen sie sich durchsetzen, um das rare &#8222;Gold&#8220; sch\u00fcrfen zu k\u00f6nnen. Hierzu haben sie <strong>faszinierende Techniken<\/strong> entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"der-weg-des-eisens-in-den-darm\">Der Weg des Eisens in den Darm<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie kommt das Eisen \u00fcberhaupt zu den <strong>Mikroorganismen<\/strong>? Wird es denn nicht schon vorher \u2013 nach der Nahrungsaufnahme \u2013 im D\u00fcnndarm restlos resorbiert? Die Antwort ist eindeutig: <strong>Nein<\/strong>. Je nach Eisenform und Bedarf werden nur Teile aufgenommen, h\u00e4ufig im Bereich <span style=\"box-sizing: border-box; margin: 0px; padding: 0px;\">von<strong>&nbsp;<\/strong><\/span><strong>10\u201320 %,<\/strong> und der Rest gelangt in den Dickdarm, wo der Krieg um das wertvolle Eisen beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-taktik-der-krankheitserreger\">Die Taktik der Krankheitserreger<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pathogene<\/strong>, also krankmachende Bakterien, haben extrem wirkungsvolle Systeme entwickelt, um an das begehrte Metall heranzukommen. Wie ein Magnet ziehen sie es mit ihren <strong>speziellen Eisenaufnahmesystemen,<\/strong> den sogenannten Siderophoren, an. Daher profitieren sie ganz besonders von einem \u00dcberschuss an Eisen, der zu einer starken Zunahme der Krankheitserreger f\u00fchrt und entz\u00fcndliche Prozesse verursacht oder Krankheiten direkt ausl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-guten-schlagen-zuruck\">Die &#8222;Guten&#8220; schlagen zur\u00fcck<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch sehr wertvolle Bakterien, wie z. B. Laktobazillen oder Bifidobakterien haben Strategien entwickelt. Zwar haben sie nicht so effiziente Eisenaufnahmesysteme wie die pathogenen Bakterien, aber sie haben gelernt, mit <strong>extrem wenig Eisen <\/strong>auszukommen. Sie benutzen dazu einen Trick: Statt Eisen verwenden sie teilweise <strong>Mangan<\/strong>, das andere Bakterien nicht verwenden k\u00f6nnen, und dadurch sind sie <strong>weniger<\/strong> eisenabh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7392\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:701px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"der-korper-greift-ein\">Der K\u00f6rper greift ein<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Und auch unser K\u00f6rper sieht nicht tatenlos zu: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wenn der K\u00f6rper eine ausreichende oder \u00fcbersch\u00fcssige Eisenversorgung registriert, wird das Hormon Hepcidin ausgesch\u00fcttet, welches daf\u00fcr sorgt, dass weniger Eisen von dort ins Blut gelangt. Umgekehrt kann er aber auch daf\u00fcr sorgen, dass mehr Eisen aufgenommen wird.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er k\u00fcmmert sich also zuallererst um sich selbst und steuert die eigene Versorgung sehr penibel. Doch der K\u00f6rper greift auch in den <strong>Krieg ums Eisen<\/strong> ein. Durch das Aussch\u00fctten von eisenbindenden Proteinen wie dem Lactoferrin entzieht er dem Darm das von den Bakterien begehrte dreiwertige Eisenion. Das sch\u00fctzt den K\u00f6rper gut vor Infektionen, kann aber auch im schlimmsten Fall, wenn er es \u00fcbertreibt, zu einer <strong>Eisenan\u00e4mie<\/strong> f\u00fchren, also zu einem <strong>Mangel an Eisen.<\/strong> Das System \u00fcberreagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Krankheitserreger k\u00f6nnen zur\u00fcckschlagen: Entweder sie benutzen die erw\u00e4hnten Siderophore, die Eisenaufnahmesysteme, oder sie docken an die eisenbindenden Proteine des K\u00f6rpers an. Im Prinzip sind sie hier wie Piraten, die voll beladene Eisenschiffe des K\u00f6rpers \u00fcberfallen und das <strong>begehrte Metall<\/strong> an sich rei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-und-mikrobiom-ein-sensibles-gleichgewicht\">Eisen und Mikrobiom&nbsp;\u2013 ein sensibles Gleichgewicht<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Krieg ums Eisen findet also zwischen den <strong>pathogenen Bakterien<\/strong>, den n\u00fctzlichen Darmbewohnern und unserem K\u00f6rper statt und schafft damit ein <strong>Gleichgewicht<\/strong>, welches aber sehr anf\u00e4llig f\u00fcr St\u00f6rungen ist. Der schlimmste Eingriff in dieses fein austarierte System findet meist durch uns statt, und zwar in Form von <strong>Eisen-Supplementen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-verheerende-studie-mit-afrikanischen-babys\">Die verheerende Studie mit afrikanischen Babys<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Um das n\u00e4her zu beleuchten, ist es wert, einen Blick auf eine Studie mit Babys aus Kenia zu werfen. Hier bekamen S\u00e4uglinge, die in Afrika grunds\u00e4tzlich an Eisenmangel litten, spezielle, mit Eisen angereicherte Nahrung, um das bestehende Eisendefizit auszugleichen.<br>Anstelle einer Verbesserung der Gesundheit wurde jedoch genau das <strong>Gegenteil<\/strong> erreicht. Auf einmal traten vermehrt <strong>Durchfallerkrankungen<\/strong> auf, <strong>pathogene Escherichia-coli-Arten <\/strong>nahmen in dramatischer Anzahl zu und die n\u00fctzlichen <strong>Bifidobakterien<\/strong> nahmen ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst als die Dosis aufgrund der Erkrankungen radikal auf nur ein F\u00fcnftel verringert wurde, zeigten die Kinder keine Besserung. Was war geschehen? Heute wei\u00df man, dass in den ersten Lebensmonaten das Mikrobiom besonders <strong>sensibel<\/strong> ist. Es muss erst geformt werden. Extrem hohe Mengen an Bifidobakterien aus der Muttermilch schaffen exzellente Bedingungen f\u00fcr die weitere Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Doch die Diversit\u00e4t und damit die Resilienz sind in diesem Stadium sehr gering. Durch die Zugabe von Eisen wurden die wenigen vorhandenen Krankheitserreger gef\u00f6rdert und konnten sich dadurch im noch fragilen Mikrobiom durchsetzen. Die Folge war eine Dysbiose, also eine krankhafte Ver\u00e4nderung des Mikrobioms. Anstatt den Kindern zu helfen, hatte man ihnen massiv geschadet.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vorsicht-bei-schwangeren-alteren-menschen-und-patienten\">Vorsicht bei Schwangeren, \u00e4lteren Menschen und Patienten<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch <strong>Schwangere, \u00e4ltere Menschen<\/strong> und Patienten mit <strong>chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen<\/strong> wie z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind besonders anf\u00e4llig f\u00fcr negative Einfl\u00fcsse durch Eisen. Besonders herausfordernd ist es bei Letzteren, die meist an einer Eisenmangelan\u00e4mie leiden, also die Zufuhr von Eisen ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine orale Eisentherapie kann bei Menschen mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen (CED) zu einer <strong>Dysbalance des Mikrobioms <\/strong>f\u00fchren. Die Vielfalt von n\u00fctzlichen Darmbewohnern sinkt ab, z. B. solche, die die besonders begehrten <strong>kurzkettigen Fetts\u00e4uren<\/strong> bilden, und entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Bakterien nehmen zu, was den ohnehin entz\u00fcndeten Darm weiter belastet. Daher werden CED-Patienten h\u00e4ufig mit <strong>intraven\u00f6sem Eisen<\/strong> behandelt, welches sich nicht auf die Darmflora auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Frauen in der <strong>Schwangerschaft<\/strong> haben gr\u00f6\u00dftenteils einen <strong>erh\u00f6hten Eisenbedarf <\/strong>und Eisenpr\u00e4parate sind hier in der \u00e4rztlichen Begleitung Standard. Jedoch ist bisher kaum untersucht, wie sich die orale Eisengabe auf die m\u00fctterliche und fetale Darmflora auswirkt. Es ist anzunehmen, dass \u00e4hnlich wie bei nichtschwangeren Frauen eine F\u00f6rderung von eisenliebenden Keimen auftreten k\u00f6nnte. Eindeutige Studien fehlen aber noch hierzu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7395\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:658px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br>Die letzte Risikogruppe, <strong>\u00e4ltere Menschen<\/strong>, hat ohnehin schon gr\u00f6\u00dftenteils eine ver\u00e4nderte, \u00fcber die Zeit in ihrer <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\">Diversit\u00e4t<\/a> <strong>abbauende<\/strong> <strong>Darmflora<\/strong> und eine verringerte Eisenresorption. \u00dcbersch\u00fcssiges Eisen im Darm verst\u00e4rkt diesen Effekt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-sind-die-biologischen-auswirkungen-von-eisenmangel-und-uberschuss\">Was sind die biologischen Auswirkungen von Eisenmangel und -\u00fcberschuss?<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Eisenmangel wie auch ein -\u00fcberschuss im Darm haben vielf\u00e4ltige <strong>negative<\/strong> biologische Auswirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisenuberschuss\">Eisen\u00fcberschuss<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum einen kann es durch Eisen\u00fcberschuss im Dickdarm zu der besprochenen <strong>Dysbiose<\/strong> kommen, indem das Gleichgewicht der Bakterien ung\u00fcnstig verschoben wird. Durch die Verringerung der hilfreichen Darmbakterien, die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/scfa-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5582\">kurzkettige Fetts\u00e4uren<\/a> produzieren, wird die Darmwand nicht mehr ausreichend versorgt und kann sich entz\u00fcnden. Dies wird gleichzeitig durch die Zunahme der Krankheitserreger verst\u00e4rkt.<br>Im schlimmsten Fall kann es zum <strong>Leaky-Gut-Syndrom<\/strong> kommen, bei dem die Darmwand durchl\u00e4ssig wird und Nahrungsbestandteile, sowie Teile der Bakterien wie Lipopolysaccharide oder ganze Bakterien in den <strong>systemischen Kreislauf <\/strong>gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Verringerung der hilfreichen Bakterien werden durch Eisen <strong>pathogene Keime<\/strong> gef\u00f6rdert und es kann zu Infektionen kommen. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert Eisen\u00fcberschuss Entz\u00fcndungen, was zur Aussch\u00fcttung von Hepcidin f\u00fchrt, welches dem K\u00f6rper gezielt Eisen entzieht und damit wiederum zur Eisenan\u00e4mie f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Freies Eisen im Darm erzeugt auch <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/perspektivenwechsel\/sonne-und-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"6276\">oxidativen Stress<\/a><\/strong> und kann ebenfalls die Mikrobiota selektiv beeinflussen. Ungebundenes zweiwertiges Eisen f\u00f6rdert die Bildung von reaktiven <strong>Sauerstoffspezies (ROS)<\/strong> im Darminhalt. Diese oxidieren die Umgebung des Dickdarms und sch\u00e4digen die Mikroorganismen und das Wirtsgewebe. Dadurch werden sauerstofftolerante Bakterien eher gef\u00f6rdert als strikt anaerobe Mikroorganismen, welche gew\u00f6hnlich den Gro\u00dfteil der hilfreichen Darmbakterien ausmachen und stark auf ROS reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zus\u00e4tzlich wird durch den oxidativen Stress die Darmschleimhaut direkt gesch\u00e4digt, da sie durch die reaktiven Sauerstoffspezies attackiert wird.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisenmangel\">Eisenmangel<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Eisenmangel im Dickdarm wiederum f\u00fchrt zu einer <strong>Verschlechterung<\/strong> der Immunantwort und zur Schleimhautatrophie, bei der die Schleimhaut r\u00fcckgebildet wird und ebenfalls Entz\u00fcndungen und Infektionen beg\u00fcnstigt werden, sowie potenziell das Krebsrisiko <strong>erh\u00f6ht<\/strong> wird. Auch hier werden ebenfalls die Bakterien, die f\u00fcr die Produktion der kurzkettigen Fetts\u00e4uren verantwortlich sind, verringert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zur Erinnerung: All dies geschieht, wenn nach der Resorption im D\u00fcnndarm zu wenig Eisen im Dickdarm ankommt oder eben zu viel. Wir reden hier nicht \u00fcber eine zu geringe oder zu hohe Resorption im D\u00fcnndarm und die damit verbundenen systemischen Auswirkungen, sondern ausschlie\u00dflich \u00fcber die Zust\u00e4nde im Dickdarm.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-form-des-eisens-ist-mitentscheidend\">Die Form des Eisens ist mitentscheidend<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber als wenn das bestehende Gleichgewicht nicht schon komplex genug w\u00e4re, entscheidet auch die Form des Eisens \u00fcber Eisenmangel oder -\u00fcberschuss.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ham-eisen-aus-tierischen-lebensmitteln\">H\u00e4m-Eisen aus tierischen Lebensmitteln<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine besondere Rolle spielt hierbei das <strong>H\u00e4m-Eisen<\/strong>, eine spezielle Form, die an den roten Blutfarbstoff gebunden ist und demnach ausschlie\u00dflich in tierischen Lebensmitteln vorkommt.<br>H\u00e4m, in dessen Mitte das zweiwertige Eisenion sitzt, ist im Menschen bekannt f\u00fcr den <strong>Sauerstofftransport<\/strong> im Blut. Aber auch das Myoglobin im Muskel und die Cytochrome in der Zellatmung, also der Energieerzeugung, sind von dem H\u00e4m-Eisen abh\u00e4ngig. Daher ist das H\u00e4m-Eisen im K\u00f6rper sehr begehrt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Gelangt nun dieses H\u00e4m-Eisen \u00fcber tierische Lebensmittel wie rotes Fleisch, Leber und andere Innereien oder Gefl\u00fcgel und Fisch in den D\u00fcnndarm, so wird es dort sehr effizient aufgenommen.<br>Bis zu 35 % werden hier direkt f\u00fcr den K\u00f6rper verwendet, da er das H\u00e4m-Eisen aufgrund seiner besonderen Bedeutung besonders favorisiert. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Bei fleischreicher Kost verbleibt <strong>weniger Eisen<\/strong> f\u00fcr den Dickdarm. Allerdings ist dieses biologisch besonders aktiv, da es gut verwertbar vorliegt. Somit kommt es leichter zu einem Eisen\u00fcberschuss.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7393\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:713px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme.png 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme-1280x717.png 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme-980x549.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme-480x269.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-aus-pflanzlicher-kost\">Eisen aus pflanzlicher Kost<\/h3>\n\n\n\n<p>Pflanzliche Kost hat <strong>kein H\u00e4m-Eisen<\/strong> und es werden nur ca. <strong>2\u201310 % des Eisens<\/strong> im D\u00fcnndarm resorbiert: Mehr Eisen ist zwar im Dickdarm verf\u00fcgbar, allerdings herrschen im Dickdarm bei pflanzlicher Kost vor allem die dreiwertigen Eisenionen vor. Diese m\u00fcssen erst noch durch eine leicht st\u00f6rbare Reduktion mobilisiert werden, bevor die Bakterien sie verwenden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich werden sie gerne komplexiert und in der biologisch weniger aktiven dreiwertigen Form gehalten. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Durch pflanzliche Kost gelangen zwar gr\u00f6\u00dfere Mengen an Eisen in den Dickdarm, aber die mikrobielle Wirkung ist begrenzt. Es kommt daher nicht so schnell zu einem Eisen\u00fcberschuss. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-content-justification-left is-layout-constrained wp-container-core-column-is-layout-8c890d92 wp-block-column-is-layout-constrained\" style=\"flex-basis:100%\">\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Merkmal<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\"><strong>H\u00e4m-Eisen<\/strong><\/td><td><strong>Nicht-H\u00e4m-Eisen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Herkunft<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">tierisch<\/td><td>pflanzlich + tierisch<\/td><\/tr><tr><td>Aufnahme<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">hoch<\/td><td>niedrig<\/td><\/tr><tr><td>Beeinflussung<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">kaum<\/td><td>stark (Vitamin C, Phytate etc.) <\/td><\/tr><tr><td>Chemische Form <\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Fe\u00b2\u207a im H\u00e4m<\/td><td>meist Fe\u00b3\u207a<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-aus-fleisch-oder-pflanzen\">Eisen aus Fleisch oder Pflanzen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei reiner Fleischkost kommt zwar wenig Eisen im Darm an, dieses ist aber optimal verf\u00fcgbar und <strong>hochreaktiv<\/strong>, sodass es eisenliebende Keime f\u00f6rdert. Kleine Mengen haben hier schon eine <strong>gro\u00dfe biologische Wirkung<\/strong>. Denn besonders H\u00e4m-Eisen verringert die <strong>Diversit\u00e4t<\/strong> im Darmmikrobiom, verst\u00e4rkt <strong>entz\u00fcndliche Prozesse<\/strong> und f\u00f6rdert oxidativen Stress und eisenabh\u00e4ngige, oft pathogene Keime.<br>Anorganisches Eisen aus einer pflanzlichen Kost wirkt weniger selektiv, f\u00f6rdert keine aggressive Eisenkonkurrenz und schw\u00e4cht negative Effekte ab. Daher ist Eisen aus pflanzlicher Kost mikrobiologisch <strong>vertr\u00e4glicher<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;100%&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Methodische Herausforderungen bei der Erforschung von Eisen-Effekten auf das Darmmikrobiom&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#141410&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#141410&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;15px&#8220; background_color=&#8220;rgba(45,172,220,0.13)&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|3px|3px|3px|3px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p>Die Methoden bei der Messung des Eisens zur Erforschung der Effekte von Eisen auf das Mikrobiom sind ebenfalls problematisch. Ferritin aus dem Serum und Transferrin-S\u00e4ttigung spiegeln zwar den Status von Eisen im K\u00f6rper wider, aber sie sagen nichts dar\u00fcber aus, wie viel freies und mikrobiell verf\u00fcgbares Eisen im Darm ist. Umgekehrt wird das freie Eisen im Darm nur sporadisch bestimmt. Studien, die nur Blutparameter erheben, k\u00f6nnen daher wichtige Zusammenh\u00e4nge im Darm \u00fcbersehen. Auch reine Sequenzierdaten der Mikroorganismen im Darmlumen erfassen keine Genaktivit\u00e4ten wie die Bildung von Eisenaufnahmesystemen, den Siderophoren.<\/p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-wichtigsten-aussagen-zum-eisen-und-mikrobiom\">Die wichtigsten Aussagen zum Eisen und Mikrobiom<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1-die-grosste-menge-des-eisens-landet-im-dickdarm\">1. Die gr\u00f6\u00dfte Menge des Eisens landet im Dickdarm<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfteil des aufgenommenen Eisens wird nicht im D\u00fcnndarm resorbiert, sondern landet im Dickdarm.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"2-eisen-ist-ein-wesentlich-limitierender-nahrstoff-im-dickdarm\">2. Eisen ist ein wesentlich limitierender N\u00e4hrstoff im Dickdarm.<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch die Konkurrenz der Bakterien um das Eisen und den Entzug dieser Metallionen durch den K\u00f6rper wird das Mikrobiom beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"3-supplementierung-beeinflusst-das-mikrobiom\">3. Supplementierung beeinflusst das Mikrobiom<\/h3>\n\n\n\n<p>Wird Eisen oral supplementiert, so wird das Mikrobiom typischerweise in Richtung weniger \u201eguter\u201c und mehr potenziell \u201eschlechter\u201c Bakterien verschoben, mit den entsprechenden begleitenden negativen Effekten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"4-komplexe-wirkung\">4. Komplexe wirkung <\/h3>\n\n\n\n<p>Die Wirkung von Eisen auf den K\u00f6rper ist komplex und h\u00e4ngt von Menge, Verf\u00fcgbarkeit und Quelle ab.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-eisen-fordert-oxidativen-stress\">5. Eisen f\u00f6rdert oxidativen Stress<\/h3>\n\n\n\n<p>Eisen, welches frei im Darm vorliegt, f\u00f6rdert oxidativen Stress und beeinflusst die Darmintegrit\u00e4t sowie das Immunsystem.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"6-beides-ist-schadlich\">6. Beides ist sch\u00e4dlich <\/h3>\n\n\n\n<p>Sowohl Eisenmangel als auch Eisen\u00fcberschuss sind sch\u00e4dlich f\u00fcr das Mikrobiom und in der Folge f\u00fcr den K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"7-vorsicht-bei-supplementierung-von-eisen\">7. Vorsicht bei Supplementierung von Eisen<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei einer Eisensupplementation muss mit gro\u00dfer Vorsicht vorgegangen werden, um nicht in der Hoffnung, eine Eisenan\u00e4mie zu heilen, andere gravierende negative Effekte loszutreten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber was kann man nun machen? Supplementieren oder nicht? Die Unsicherheit angesichts dieser <strong>komplexen Mengenlage<\/strong> ist oft gro\u00df. Aus der aktuellen Literatur lassen sich jedoch einige <strong>robuste Prinzipien<\/strong> ableiten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"10-evidenzbasierte-tipps-fur-optimale-eisenversorgung-und-darmgesundheit\">10 evidenzbasierte Tipps f\u00fcr optimale Eisenversorgung und Darmgesundheit<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1-eisenbedarf-sollte-primar-uber-eine-abwechslungsreiche-ernahrung-abgedeckt-werden\">1. Eisenbedarf sollte prim\u00e4r \u00fcber eine <br>abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung abgedeckt werden.<\/h3>\n\n\n\n<p>Lieber eisenreiche Kost als Supplementierung. Mageres, aber idealerweise weniger rotes Fleisch, Fisch, Vollkorngetreide, H\u00fclsenfr\u00fcchte, N\u00fcsse und gr\u00fcnes Gem\u00fcse sind hierbei gute Kandidaten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"2-eisen-supplemente-nur-bei-nachgewiesenem-mangel-einsetzen\">2. Eisen-Supplemente nur bei nachgewiesenem <br>Mangel einsetzen.<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht vorschnell zur Pille greifen, da dies zu Sch\u00e4den am Mikrobiom f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"3-supplemente-eher-niedrig-dosieren-und-pausen-einlegen\">3. Supplemente eher niedrig dosieren und Pausen einlegen<\/h3>\n\n\n\n<p>Neueste Studien zeigen, dass das k\u00f6rpereigene <strong>Hepcidin-Hormon<\/strong> schon bei der ersten Eisengabe ausgesch\u00fcttet wird und die weitere Eisenresorption bis zu 24 Stunden blockieren kann. Daher bringt die Praxis, mehrere Portionen Eisen am Tag zu schlucken, in der Regel kaum etwas, verursacht aber sehr hohe Hepcidinwerte. Daher besser eine einmalige Tagesdosis und gegebenenfalls eine Intervall-Einnahme am zweiten Tag. Dieses Alternate-Date-Prinzip f\u00fchrt nachweislich zu einer h\u00f6heren Eisenresorption und verbessert auch die Vertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"4-optimalen-zeitpunkt-fur-supplemente-beachten\">4. Optimalen Zeitpunkt f\u00fcr Supplemente beachten<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Fr\u00fch ist der k\u00f6rpereigene Hepcidinspiegel besonders niedrig. Daher Eisenpr\u00e4parate m\u00f6glichst morgens auf <strong>n\u00fcchternen Magen<\/strong> nehmen, wenn die Resorption am effizientesten ist. Falls das wegen eines empfindlichen Magens nicht m\u00f6glich ist, sollte die Einnahme mit einer leichten Mahlzeit erfolgen, aber <strong>ohne<\/strong> Tee oder Kaffee.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-lieber-pflanzliche-eisenquellen-als-tierische-eisenquellen\">5. Lieber pflanzliche Eisenquellen als tierische Eisenquellen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht-H\u00e4m-Eisen wird weniger effizient aufgenommen und f\u00fchrt nicht so schnell zu einem \u00dcberschuss. Linsen, Bohnen, Haferflocken, K\u00fcrbiskerne oder gr\u00fcnes Blattgem\u00fcse sind gute Quellen. Die gleichzeitige Gabe von <strong>Vitamin C <\/strong>erh\u00f6ht die eher schlechte Resorption von Eisen aus pflanzlichen Quellen im D\u00fcnndarm, sodass weniger ungebundenes Eisen im Dickdarm landet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"6-zuviel-rotes-fleisch-meiden\">6. Zuviel rotes Fleisch meiden<\/h3>\n\n\n\n<p>Rotes Fleisch enth\u00e4lt sehr hohe Mengen an biologisch aktivem H\u00e4m-Eisen, welches zu ung\u00fcnstigen Ver\u00e4nderungen in der Darmflora f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"7-eisenhemmer-zur-mahlzeit-vermeiden\">7. Eisenhemmer zur Mahlzeit vermeiden<\/h3>\n\n\n\n<p>Werden Eisenhemmer wie schwarzer oder gr\u00fcner Tee, Kaffee oder Rotwein zu einer eisenreichen Mahlzeit getrunken, so beeinflussen sie die Resorption im D\u00fcnndarm und zu viel Eisen landet im Dickdarm, wo es die Darmflora <strong>ung\u00fcnstig<\/strong> beeinflussen kann. Ein Abstand von ein bis zwei Stunden ist empfehlenswert. Das ist besonders relevant bei Supplementen oder sehr eisenreichen Mahlzeiten, weil sonst viel zu viel ungebundenes Eisen im Darmlumen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"8-ballaststoffe-und-prabiotika-futtern-die-darmflora\">8. Ballaststoffe und Pr\u00e4biotika f\u00fcttern die Darmflora<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte, Gem\u00fcse, N\u00fcsse, Obst) und Pr\u00e4biotika wie Inulin dienen als Nahrung f\u00fcr <strong>hilfreiche Darmbakterien<\/strong>. Auch zeigen Studien, dass bestimmte Pr\u00e4biotika die Eisenaufnahme verbessern k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich verhindern Ballaststoffe Verstopfung als Nebenwirkung der Eisen-Supplemente.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"9-fermentierte-lebensmittel-und-probiotika-einbauen\">9. Fermentierte Lebensmittel und Probiotika einbauen<\/h3>\n\n\n\n<p>Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Joghurt, Kimchi, Kefir oder Kombucha <strong>bereichern<\/strong> die Darmflora und halten negative Bakterien im Schach. Zus\u00e4tzlich hat sich gezeigt, dass bestimmte probiotische St\u00e4mme von Lactobacillus fermentum oder Lactobacillus plantarum 299v die Eisenaufnahme des K\u00f6rpers steigern. Ein t\u00e4glicher Schuss an hilfreichen Bakterien hat also eine Doppelfunktion: Er st\u00e4rkt die Darmflora und verbessert indirekt die Eisenversorgung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"10-wenn-eisenpraparate-dann-gut-vertragliche-nehmen\">10. Wenn Eisenpr\u00e4parate, dann gut vertr\u00e4gliche nehmen:<\/h3>\n\n\n\n<p>Herk\u00f6mmliches zweiwertiges Eisen neigt dazu, im Dickdarm <strong>viel freies Eisen<\/strong> zu hinterlassen. Es gibt neue experimentelle Ans\u00e4tze, die darauf abzielen, Eisen besser verf\u00fcgbar zu machen. Bei Kleinkindern wurde z. B. festgestellt, dass Eisen in nanopartikul\u00e4rer Form deutlich weniger pathogene Keime wuchern lie\u00df und weniger Darmentz\u00fcndungen auftraten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fazit-den-machtkampf-ernst-nehmen\">Fazit: Den Machtkampf ernst nehmen<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Es lohnt sich, dar\u00fcber nachzudenken, wie die Eisenversorgung <strong>optimiert<\/strong> werden kann, um das Darmmikrobiom nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Weder zu viel noch zu wenig verf\u00fcgbares Eisen im Darm ist w\u00fcnschenswert.<br>Ohne eine festgestellte Eisenunterversorgung sollte nicht vorschnell auf Eisenpr\u00e4parate zur\u00fcckgegriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Krieg ums Eisen ist ein <strong>massiver Machtkampf<\/strong> im K\u00f6rper, der bei einer allzu leichtfertigen Gabe von Eisen schnell in einer <strong>Niederlage<\/strong> f\u00fcr das Mikrobiom und damit f\u00fcr den K\u00f6rper ausufern kann.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"quellenverzeichnis\"><strong>Quellenverzeichnis:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong><br><\/strong>Jaeggi 2015, Gut \u2013 Iron fortification adversely affects the gut microbiome in infants (Kenya study), <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25143342\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2014-307720<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<p>Kortman 2014, FEMS Microbiol Rev \u2013 Nutritional iron turned inside out: intestinal stress from a gut microbial perspective, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25205464\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1111\/1574-6976.12086<\/a><br><br>Lee 2017, Gut \u2013 Oral versus intravenous iron therapy in IBD distinctly alters gut microbiota and metabolome, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26848182\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2015-309940<br><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Monteagudo-Mera 2023, Front Microbiol \u2013 Impact of inorganic iron and haem on the human gut microbiota (in vitro batch culture study), <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/36910170\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.3389\/fmicb.2023.1074637<\/a><br><br>Yilmaz 2018, Pharmaceuticals (Basel) \u2013 Gut Microbiota and Iron: The Crucial Actors in Health and Disease, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30301142\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.3390\/ph11040098<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ein Spurenelement das Machtgef\u00fcge im Darm entscheidet, Entz\u00fcndungen beg\u00fcnstigt und Eisenpr\u00e4parate das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":7416,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"<!-- wp:heading {\"level\":1} -->\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"krieg-ums-eisen-warum-eisenverfugbarkeit-das-machtgefuge-im-mikrobiom-verschiebt\">Krieg ums Eisen&nbsp;\u2013&nbsp;warum Eisenverf\u00fcgbarkeit das Machtgef\u00fcge im Mikrobiom verschiebt<\/h1>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>In unserem K\u00f6rper tobt Tag f\u00fcr Tag ein Krieg um ein Spurenelement. Krankheitserreger k\u00e4mpfen mit hilfreichen Bakterien um ein seltenes Metall. Der K\u00f6rper versucht einzugreifen. Doch oft kann er nur zuschauen, wie konkurrierende Gruppen untereinander ausmachen, wer den seltenen Rohstoff bekommt und damit im Darm dominieren kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zahllose Werbespots versprechen <strong>schnelle Hilfe<\/strong> bei Eisenmangel. Jeden Tag eine Tablette geschluckt und schon stimmt die Eisenversorgung. Dabei wird v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen, dass nur die wenigsten Menschen einen echten Eisenmangel haben und eine zu sorglose Supplementierung zu <strong>weitreichenden Problemen<\/strong> f\u00fchren kann. Denn das Verst\u00e4ndnis des Wechselspiels zwischen Eisen und Mikrobiom ist essenziell, um keinen Schaden anzurichten und trotzdem eine optimale Eisenversorgung zu besitzen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:details -->\n<details class=\"wp-block-details\"><summary><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/summary><!-- wp:rank-math\/toc-block {\"title\":\"\",\"headings\":[{\"key\":\"75e13f63-1a5d-495e-84f8-4f9e0f58aa31\",\"content\":\"Krieg ums Eisen\u00a0\u2013\u00a0warum Eisenverf\u00fcgbarkeit das Machtgef\u00fcge im Mikrobiom verschiebt\",\"level\":1,\"link\":\"#krieg-ums-eisen-warum-eisenverfugbarkeit-das-machtgefuge-im-mikrobiom-verschiebt\",\"disable\":false,\"isUpdated\":false,\"isGeneratedLink\":true},{\"key\":\"035575f3-8c85-452f-a957-71f4a870e92a\",\"content\":\"Eisen ist 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Machtgef\u00fcge im Mikrobiom verschiebt<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#eisen-ist-leben\">Eisen ist Leben<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#das-gold-fur-die-bakterien\">Das Gold f\u00fcr die Bakterien<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#der-weg-des-eisens-in-den-darm\">Der Weg des Eisens in den Darm<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#die-taktik-der-krankheitserreger\">Die Taktik der Krankheitserreger<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#die-guten-schlagen-zuruck\">Die \"Guten\" schlagen zur\u00fcck<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#der-korper-greift-ein\">Der K\u00f6rper greift ein<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#eisen-und-mikrobiom-ein-sensibles-gleichgewicht\">Eisen und Mikrobiom\u00a0\u2013 ein sensibles Gleichgewicht<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#die-verheerende-studie-mit-afrikanischen-babys\">Die verheerende Studie mit afrikanischen Babys<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#vorsicht-bei-schwangeren-alteren-menschen-und-patienten\">Vorsicht bei Schwangeren, 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id=\"eisen-ist-leben\">Eisen ist Leben<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Mensch braucht Eisen. Keine Frage. Ohne dieses grundlegende Element funktionieren viele biologische Prozesse nicht. Der gr\u00f6\u00dfte Teil steckt im <strong>H\u00e4moglobin<\/strong> der roten Blutk\u00f6rperchen. Eisen bindet Sauerstoff in der Lunge und sorgt f\u00fcr den Transport zu Geweben und Organen. Ohne Eisen g\u00e4be es <strong>keinen effizienten Sauerstofftransport<\/strong>, egal wie stark deine Lunge und dein Herz sind.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zus\u00e4tzlich findet sich Eisen in einer Vielzahl von Enzymen. Essenziell ist es in unseren Mitochondrien, wo es die Bildung von ATP, der universellen Energiew\u00e4hrung in unserem K\u00f6rper, aktiviert.<br>Auch im Knochenmark zur Bildung neuer <strong>Erythrozyten<\/strong> wird es genauso ben\u00f6tigt wie beim Aufbau der <strong>Proteine<\/strong>, der Synthese unserer DNA und vielen anderen Stoffwechselprozessen.<br>Und nicht zuletzt verlassen sich unser Immunsystem und unser Gehirn auf eine ausreichende Versorgung mit dem Metall in ionischer Form.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Kurz: Ohne Eisen kein Leben.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":7391,\"width\":\"712px\",\"height\":\"auto\",\"aspectRatio\":\"1.7843182340767993\",\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/red-blood-cells.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7391\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:712px;height:auto\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-gold-fur-die-bakterien\">Das Gold f\u00fcr die Bakterien<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Was f\u00fcr den Menschen gilt, gilt genauso f\u00fcr die Bakterien. Auch f\u00fcr diese kleinsten Lebewesen ist Eisen ein <strong>essenzieller Lebensbaustein.<\/strong> Daher ist es f\u00fcr die Mikroorganismen in unserem K\u00f6rper wichtig, Zugriff darauf zu bekommen. Nun schwimmen die Bakterien in unserem Darm, aber nicht alleine herum, sondern sind von Billionen von anderen Mikroorganismen umgeben. Daher m\u00fcssen sie sich durchsetzen, um das rare \"Gold\" sch\u00fcrfen zu k\u00f6nnen. Hierzu haben sie <strong>faszinierende Techniken<\/strong> entwickelt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"der-weg-des-eisens-in-den-darm\">Der Weg des Eisens in den Darm<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aber wie kommt das Eisen \u00fcberhaupt zu den <strong>Mikroorganismen<\/strong>? Wird es denn nicht schon vorher \u2013 nach der Nahrungsaufnahme \u2013 im D\u00fcnndarm restlos resorbiert? Die Antwort ist eindeutig: <strong>Nein<\/strong>. Je nach Eisenform und Bedarf werden nur Teile aufgenommen, h\u00e4ufig im Bereich <span style=\"box-sizing: border-box; margin: 0px; padding: 0px;\">von<strong>&nbsp;<\/strong><\/span><strong>10\u201320 %,<\/strong> und der Rest gelangt in den Dickdarm, wo der Krieg um das wertvolle Eisen beginnt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-taktik-der-krankheitserreger\">Die Taktik der Krankheitserreger<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Pathogene<\/strong>, also krankmachende Bakterien, haben extrem wirkungsvolle Systeme entwickelt, um an das begehrte Metall heranzukommen. Wie ein Magnet ziehen sie es mit ihren <strong>speziellen Eisenaufnahmesystemen,<\/strong> den sogenannten Siderophoren, an. Daher profitieren sie ganz besonders von einem \u00dcberschuss an Eisen, der zu einer starken Zunahme der Krankheitserreger f\u00fchrt und entz\u00fcndliche Prozesse verursacht oder Krankheiten direkt ausl\u00f6st.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-guten-schlagen-zuruck\">Die \"Guten\" schlagen zur\u00fcck<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aber auch sehr wertvolle Bakterien, wie z. B. Laktobazillen oder Bifidobakterien haben Strategien entwickelt. Zwar haben sie nicht so effiziente Eisenaufnahmesysteme wie die pathogenen Bakterien, aber sie haben gelernt, mit <strong>extrem wenig Eisen <\/strong>auszukommen. Sie benutzen dazu einen Trick: Statt Eisen verwenden sie teilweise <strong>Mangan<\/strong>, das andere Bakterien nicht verwenden k\u00f6nnen, und dadurch sind sie <strong>weniger<\/strong> eisenabh\u00e4ngig.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":7392,\"width\":\"701px\",\"height\":\"auto\",\"aspectRatio\":\"1.7843182340767993\",\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/gut-bacteria.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7392\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:701px;height:auto\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"der-korper-greift-ein\">Der K\u00f6rper greift ein<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Und auch unser K\u00f6rper sieht nicht tatenlos zu: <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Wenn der K\u00f6rper eine ausreichende oder \u00fcbersch\u00fcssige Eisenversorgung registriert, wird das Hormon Hepcidin ausgesch\u00fcttet, welches daf\u00fcr sorgt, dass weniger Eisen von dort ins Blut gelangt. Umgekehrt kann er aber auch daf\u00fcr sorgen, dass mehr Eisen aufgenommen wird.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Er k\u00fcmmert sich also zuallererst um sich selbst und steuert die eigene Versorgung sehr penibel. Doch der K\u00f6rper greift auch in den <strong>Krieg ums Eisen<\/strong> ein. Durch das Aussch\u00fctten von eisenbindenden Proteinen wie dem Lactoferrin entzieht er dem Darm das von den Bakterien begehrte dreiwertige Eisenion. Das sch\u00fctzt den K\u00f6rper gut vor Infektionen, kann aber auch im schlimmsten Fall, wenn er es \u00fcbertreibt, zu einer <strong>Eisenan\u00e4mie<\/strong> f\u00fchren, also zu einem <strong>Mangel an Eisen.<\/strong> Das System \u00fcberreagiert.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Doch die Krankheitserreger k\u00f6nnen zur\u00fcckschlagen: Entweder sie benutzen die erw\u00e4hnten Siderophore, die Eisenaufnahmesysteme, oder sie docken an die eisenbindenden Proteine des K\u00f6rpers an. Im Prinzip sind sie hier wie Piraten, die voll beladene Eisenschiffe des K\u00f6rpers \u00fcberfallen und das <strong>begehrte Metall<\/strong> an sich rei\u00dfen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-und-mikrobiom-ein-sensibles-gleichgewicht\">Eisen und Mikrobiom&nbsp;\u2013 ein sensibles Gleichgewicht<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Dieser Krieg ums Eisen findet also zwischen den <strong>pathogenen Bakterien<\/strong>, den n\u00fctzlichen Darmbewohnern und unserem K\u00f6rper statt und schafft damit ein <strong>Gleichgewicht<\/strong>, welches aber sehr anf\u00e4llig f\u00fcr St\u00f6rungen ist. Der schlimmste Eingriff in dieses fein austarierte System findet meist durch uns statt, und zwar in Form von <strong>Eisen-Supplementen<\/strong>.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-verheerende-studie-mit-afrikanischen-babys\">Die verheerende Studie mit afrikanischen Babys<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Um das n\u00e4her zu beleuchten, ist es wert, einen Blick auf eine Studie mit Babys aus Kenia zu werfen. Hier bekamen S\u00e4uglinge, die in Afrika grunds\u00e4tzlich an Eisenmangel litten, spezielle, mit Eisen angereicherte Nahrung, um das bestehende Eisendefizit auszugleichen.<br>Anstelle einer Verbesserung der Gesundheit wurde jedoch genau das <strong>Gegenteil<\/strong> erreicht. Auf einmal traten vermehrt <strong>Durchfallerkrankungen<\/strong> auf, <strong>pathogene Escherichia-coli-Arten <\/strong>nahmen in dramatischer Anzahl zu und die n\u00fctzlichen <strong>Bifidobakterien<\/strong> nahmen ab.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Selbst als die Dosis aufgrund der Erkrankungen radikal auf nur ein F\u00fcnftel verringert wurde, zeigten die Kinder keine Besserung. Was war geschehen? Heute wei\u00df man, dass in den ersten Lebensmonaten das Mikrobiom besonders <strong>sensibel<\/strong> ist. Es muss erst geformt werden. Extrem hohe Mengen an Bifidobakterien aus der Muttermilch schaffen exzellente Bedingungen f\u00fcr die weitere Entwicklung.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Doch die Diversit\u00e4t und damit die Resilienz sind in diesem Stadium sehr gering. Durch die Zugabe von Eisen wurden die wenigen vorhandenen Krankheitserreger gef\u00f6rdert und konnten sich dadurch im noch fragilen Mikrobiom durchsetzen. Die Folge war eine Dysbiose, also eine krankhafte Ver\u00e4nderung des Mikrobioms. Anstatt den Kindern zu helfen, hatte man ihnen massiv geschadet.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vorsicht-bei-schwangeren-alteren-menschen-und-patienten\">Vorsicht bei Schwangeren, \u00e4lteren Menschen und Patienten<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aber auch <strong>Schwangere, \u00e4ltere Menschen<\/strong> und Patienten mit <strong>chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen<\/strong> wie z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind besonders anf\u00e4llig f\u00fcr negative Einfl\u00fcsse durch Eisen. Besonders herausfordernd ist es bei Letzteren, die meist an einer Eisenmangelan\u00e4mie leiden, also die Zufuhr von Eisen ben\u00f6tigen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eine orale Eisentherapie kann bei Menschen mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen (CED) zu einer <strong>Dysbalance des Mikrobioms <\/strong>f\u00fchren. Die Vielfalt von n\u00fctzlichen Darmbewohnern sinkt ab, z. B. solche, die die besonders begehrten <strong>kurzkettigen Fetts\u00e4uren<\/strong> bilden, und entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Bakterien nehmen zu, was den ohnehin entz\u00fcndeten Darm weiter belastet. Daher werden CED-Patienten h\u00e4ufig mit <strong>intraven\u00f6sem Eisen<\/strong> behandelt, welches sich nicht auf die Darmflora auswirkt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Frauen in der <strong>Schwangerschaft<\/strong> haben gr\u00f6\u00dftenteils einen <strong>erh\u00f6hten Eisenbedarf <\/strong>und Eisenpr\u00e4parate sind hier in der \u00e4rztlichen Begleitung Standard. Jedoch ist bisher kaum untersucht, wie sich die orale Eisengabe auf die m\u00fctterliche und fetale Darmflora auswirkt. Es ist anzunehmen, dass \u00e4hnlich wie bei nichtschwangeren Frauen eine F\u00f6rderung von eisenliebenden Keimen auftreten k\u00f6nnte. Eindeutige Studien fehlen aber noch hierzu.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":7395,\"width\":\"658px\",\"height\":\"auto\",\"aspectRatio\":\"1.7843182340767993\",\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/pregnancy.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7395\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:658px;height:auto\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><br>Die letzte Risikogruppe, <strong>\u00e4ltere Menschen<\/strong>, hat ohnehin schon gr\u00f6\u00dftenteils eine ver\u00e4nderte, \u00fcber die Zeit in ihrer <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\">Diversit\u00e4t<\/a> <strong>abbauende<\/strong> <strong>Darmflora<\/strong> und eine verringerte Eisenresorption. \u00dcbersch\u00fcssiges Eisen im Darm verst\u00e4rkt diesen Effekt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-sind-die-biologischen-auswirkungen-von-eisenmangel-und-uberschuss\">Was sind die biologischen Auswirkungen von Eisenmangel und -\u00fcberschuss?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Ein Eisenmangel wie auch ein -\u00fcberschuss im Darm haben vielf\u00e4ltige <strong>negative<\/strong> biologische Auswirkungen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisenuberschuss\">Eisen\u00fcberschuss<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zum einen kann es durch Eisen\u00fcberschuss im Dickdarm zu der besprochenen <strong>Dysbiose<\/strong> kommen, indem das Gleichgewicht der Bakterien ung\u00fcnstig verschoben wird. Durch die Verringerung der hilfreichen Darmbakterien, die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/scfa-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5582\">kurzkettige Fetts\u00e4uren<\/a> produzieren, wird die Darmwand nicht mehr ausreichend versorgt und kann sich entz\u00fcnden. Dies wird gleichzeitig durch die Zunahme der Krankheitserreger verst\u00e4rkt.<br>Im schlimmsten Fall kann es zum <strong>Leaky-Gut-Syndrom<\/strong> kommen, bei dem die Darmwand durchl\u00e4ssig wird und Nahrungsbestandteile, sowie Teile der Bakterien wie Lipopolysaccharide oder ganze Bakterien in den <strong>systemischen Kreislauf <\/strong>gelangen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Neben der Verringerung der hilfreichen Bakterien werden durch Eisen <strong>pathogene Keime<\/strong> gef\u00f6rdert und es kann zu Infektionen kommen. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert Eisen\u00fcberschuss Entz\u00fcndungen, was zur Aussch\u00fcttung von Hepcidin f\u00fchrt, welches dem K\u00f6rper gezielt Eisen entzieht und damit wiederum zur Eisenan\u00e4mie f\u00fchren kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Freies Eisen im Darm erzeugt auch <strong><a href=\"https:\/\/bacteria.de\/de\/perspektivenwechsel\/sonne-und-mikrobiom\/\" data-type=\"post\" data-id=\"6276\">oxidativen Stress<\/a><\/strong> und kann ebenfalls die Mikrobiota selektiv beeinflussen. Ungebundenes zweiwertiges Eisen f\u00f6rdert die Bildung von reaktiven <strong>Sauerstoffspezies (ROS)<\/strong> im Darminhalt. Diese oxidieren die Umgebung des Dickdarms und sch\u00e4digen die Mikroorganismen und das Wirtsgewebe. Dadurch werden sauerstofftolerante Bakterien eher gef\u00f6rdert als strikt anaerobe Mikroorganismen, welche gew\u00f6hnlich den Gro\u00dfteil der hilfreichen Darmbakterien ausmachen und stark auf ROS reagieren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Zus\u00e4tzlich wird durch den oxidativen Stress die Darmschleimhaut direkt gesch\u00e4digt, da sie durch die reaktiven Sauerstoffspezies attackiert wird.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisenmangel\">Eisenmangel<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Ein Eisenmangel im Dickdarm wiederum f\u00fchrt zu einer <strong>Verschlechterung<\/strong> der Immunantwort und zur Schleimhautatrophie, bei der die Schleimhaut r\u00fcckgebildet wird und ebenfalls Entz\u00fcndungen und Infektionen beg\u00fcnstigt werden, sowie potenziell das Krebsrisiko <strong>erh\u00f6ht<\/strong> wird. Auch hier werden ebenfalls die Bakterien, die f\u00fcr die Produktion der kurzkettigen Fetts\u00e4uren verantwortlich sind, verringert.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Zur Erinnerung: All dies geschieht, wenn nach der Resorption im D\u00fcnndarm zu wenig Eisen im Dickdarm ankommt oder eben zu viel. Wir reden hier nicht \u00fcber eine zu geringe oder zu hohe Resorption im D\u00fcnndarm und die damit verbundenen systemischen Auswirkungen, sondern ausschlie\u00dflich \u00fcber die Zust\u00e4nde im Dickdarm.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-form-des-eisens-ist-mitentscheidend\">Die Form des Eisens ist mitentscheidend<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aber als wenn das bestehende Gleichgewicht nicht schon komplex genug w\u00e4re, entscheidet auch die Form des Eisens \u00fcber Eisenmangel oder -\u00fcberschuss.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ham-eisen-aus-tierischen-lebensmitteln\">H\u00e4m-Eisen aus tierischen Lebensmitteln<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eine besondere Rolle spielt hierbei das <strong>H\u00e4m-Eisen<\/strong>, eine spezielle Form, die an den roten Blutfarbstoff gebunden ist und demnach ausschlie\u00dflich in tierischen Lebensmitteln vorkommt.<br>H\u00e4m, in dessen Mitte das zweiwertige Eisenion sitzt, ist im Menschen bekannt f\u00fcr den <strong>Sauerstofftransport<\/strong> im Blut. Aber auch das Myoglobin im Muskel und die Cytochrome in der Zellatmung, also der Energieerzeugung, sind von dem H\u00e4m-Eisen abh\u00e4ngig. Daher ist das H\u00e4m-Eisen im K\u00f6rper sehr begehrt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><br>Gelangt nun dieses H\u00e4m-Eisen \u00fcber tierische Lebensmittel wie rotes Fleisch, Leber und andere Innereien oder Gefl\u00fcgel und Fisch in den D\u00fcnndarm, so wird es dort sehr effizient aufgenommen.<br>Bis zu 35 % werden hier direkt f\u00fcr den K\u00f6rper verwendet, da er das H\u00e4m-Eisen aufgrund seiner besonderen Bedeutung besonders favorisiert. <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Bei fleischreicher Kost verbleibt <strong>weniger Eisen<\/strong> f\u00fcr den Dickdarm. Allerdings ist dieses biologisch besonders aktiv, da es gut verwertbar vorliegt. Somit kommt es leichter zu einem Eisen\u00fcberschuss.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":7393,\"width\":\"713px\",\"height\":\"auto\",\"aspectRatio\":\"1.7843182340767993\",\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/heme.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7393\" style=\"aspect-ratio:1.7843182340767993;width:713px;height:auto\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-aus-pflanzlicher-kost\">Eisen aus pflanzlicher Kost<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Pflanzliche Kost hat <strong>kein H\u00e4m-Eisen<\/strong> und es werden nur ca. <strong>2\u201310 % des Eisens<\/strong> im D\u00fcnndarm resorbiert: Mehr Eisen ist zwar im Dickdarm verf\u00fcgbar, allerdings herrschen im Dickdarm bei pflanzlicher Kost vor allem die dreiwertigen Eisenionen vor. Diese m\u00fcssen erst noch durch eine leicht st\u00f6rbare Reduktion mobilisiert werden, bevor die Bakterien sie verwenden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich werden sie gerne komplexiert und in der biologisch weniger aktiven dreiwertigen Form gehalten. <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Durch pflanzliche Kost gelangen zwar gr\u00f6\u00dfere Mengen an Eisen in den Dickdarm, aber die mikrobielle Wirkung ist begrenzt. Es kommt daher nicht so schnell zu einem Eisen\u00fcberschuss. <\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:columns -->\n<div class=\"wp-block-columns\"><!-- wp:column {\"width\":\"100%\",\"layout\":{\"type\":\"constrained\",\"justifyContent\":\"left\"}} -->\n<div class=\"wp-block-column\" style=\"flex-basis:100%\"><!-- wp:table {\"className\":\"is-style-stripes\"} -->\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Merkmal<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\"><strong>H\u00e4m-Eisen<\/strong><\/td><td><strong>Nicht-H\u00e4m-Eisen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Herkunft<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">tierisch<\/td><td>pflanzlich + tierisch<\/td><\/tr><tr><td>Aufnahme<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">hoch<\/td><td>niedrig<\/td><\/tr><tr><td>Beeinflussung<\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">kaum<\/td><td>stark (Vitamin C, Phytate etc.) <\/td><\/tr><tr><td>Chemische Form <\/td><td class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Fe\u00b2\u207a im H\u00e4m<\/td><td>meist Fe\u00b3\u207a<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n<!-- \/wp:table --><\/div>\n<!-- \/wp:column --><\/div>\n<!-- \/wp:columns -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"eisen-aus-fleisch-oder-pflanzen\">Eisen aus Fleisch oder Pflanzen?<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Bei reiner Fleischkost kommt zwar wenig Eisen im Darm an, dieses ist aber optimal verf\u00fcgbar und <strong>hochreaktiv<\/strong>, sodass es eisenliebende Keime f\u00f6rdert. Kleine Mengen haben hier schon eine <strong>gro\u00dfe biologische Wirkung<\/strong>. Denn besonders H\u00e4m-Eisen verringert die <strong>Diversit\u00e4t<\/strong> im Darmmikrobiom, verst\u00e4rkt <strong>entz\u00fcndliche Prozesse<\/strong> und f\u00f6rdert oxidativen Stress und eisenabh\u00e4ngige, oft pathogene Keime.<br>Anorganisches Eisen aus einer pflanzlichen Kost wirkt weniger selektiv, f\u00f6rdert keine aggressive Eisenkonkurrenz und schw\u00e4cht negative Effekte ab. Daher ist Eisen aus pflanzlicher Kost mikrobiologisch <strong>vertr\u00e4glicher<\/strong>.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:divi\/layout -->\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=\"1\" _builder_version=\"4.27.5\" _module_preset=\"default\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_row _builder_version=\"4.27.5\" _module_preset=\"default\" width=\"100%\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_column type=\"4_4\" _builder_version=\"4.27.5\" _module_preset=\"default\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_toggle title=\"Methodische Herausforderungen bei der Erforschung von Eisen-Effekten auf das Darmmikrobiom\" open_toggle_text_color=\"#141410\" _builder_version=\"4.27.5\" _module_preset=\"default\" title_text_color=\"#141410\" title_level=\"h3\" title_font=\"Open Sans||||||||\" title_font_size=\"15px\" background_color=\"rgba(45,172,220,0.13)\" hover_enabled=\"0\" border_radii=\"on|3px|3px|3px|3px\" box_shadow_style=\"preset1\" global_colors_info=\"{}\" sticky_enabled=\"0\"]<p>Die Methoden bei der Messung des Eisens zur Erforschung der Effekte von Eisen auf das Mikrobiom sind ebenfalls problematisch. Ferritin aus dem Serum und Transferrin-S\u00e4ttigung spiegeln zwar den Status von Eisen im K\u00f6rper wider, aber sie sagen nichts dar\u00fcber aus, wie viel freies und mikrobiell verf\u00fcgbares Eisen im Darm ist. Umgekehrt wird das freie Eisen im Darm nur sporadisch bestimmt. Studien, die nur Blutparameter erheben, k\u00f6nnen daher wichtige Zusammenh\u00e4nge im Darm \u00fcbersehen. Auch reine Sequenzierdaten der Mikroorganismen im Darmlumen erfassen keine Genaktivit\u00e4ten wie die Bildung von Eisenaufnahmesystemen, den Siderophoren.<\/p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n<!-- \/wp:divi\/layout -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-wichtigsten-aussagen-zum-eisen-und-mikrobiom\">Die wichtigsten Aussagen zum Eisen und Mikrobiom<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1-die-grosste-menge-des-eisens-landet-im-dickdarm\">1. Die gr\u00f6\u00dfte Menge des Eisens landet im Dickdarm<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Gro\u00dfteil des aufgenommenen Eisens wird nicht im D\u00fcnndarm resorbiert, sondern landet im Dickdarm.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"2-eisen-ist-ein-wesentlich-limitierender-nahrstoff-im-dickdarm\">2. Eisen ist ein wesentlich limitierender N\u00e4hrstoff im Dickdarm.<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Durch die Konkurrenz der Bakterien um das Eisen und den Entzug dieser Metallionen durch den K\u00f6rper wird das Mikrobiom beeinflusst.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"3-supplementierung-beeinflusst-das-mikrobiom\">3. Supplementierung beeinflusst das Mikrobiom<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Wird Eisen oral supplementiert, so wird das Mikrobiom typischerweise in Richtung weniger \u201eguter\u201c und mehr potenziell \u201eschlechter\u201c Bakterien verschoben, mit den entsprechenden begleitenden negativen Effekten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"4-komplexe-wirkung\">4. Komplexe wirkung <\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die Wirkung von Eisen auf den K\u00f6rper ist komplex und h\u00e4ngt von Menge, Verf\u00fcgbarkeit und Quelle ab.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-eisen-fordert-oxidativen-stress\">5. Eisen f\u00f6rdert oxidativen Stress<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eisen, welches frei im Darm vorliegt, f\u00f6rdert oxidativen Stress und beeinflusst die Darmintegrit\u00e4t sowie das Immunsystem.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"6-beides-ist-schadlich\">6. Beides ist sch\u00e4dlich <\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Sowohl Eisenmangel als auch Eisen\u00fcberschuss sind sch\u00e4dlich f\u00fcr das Mikrobiom und in der Folge f\u00fcr den K\u00f6rper.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"7-vorsicht-bei-supplementierung-von-eisen\">7. Vorsicht bei Supplementierung von Eisen<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Bei einer Eisensupplementation muss mit gro\u00dfer Vorsicht vorgegangen werden, um nicht in der Hoffnung, eine Eisenan\u00e4mie zu heilen, andere gravierende negative Effekte loszutreten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aber was kann man nun machen? Supplementieren oder nicht? Die Unsicherheit angesichts dieser <strong>komplexen Mengenlage<\/strong> ist oft gro\u00df. Aus der aktuellen Literatur lassen sich jedoch einige <strong>robuste Prinzipien<\/strong> ableiten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"10-evidenzbasierte-tipps-fur-optimale-eisenversorgung-und-darmgesundheit\">10 evidenzbasierte Tipps f\u00fcr optimale Eisenversorgung und Darmgesundheit<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1-eisenbedarf-sollte-primar-uber-eine-abwechslungsreiche-ernahrung-abgedeckt-werden\">1. Eisenbedarf sollte prim\u00e4r \u00fcber eine <br>abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung abgedeckt werden.<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Lieber eisenreiche Kost als Supplementierung. Mageres, aber idealerweise weniger rotes Fleisch, Fisch, Vollkorngetreide, H\u00fclsenfr\u00fcchte, N\u00fcsse und gr\u00fcnes Gem\u00fcse sind hierbei gute Kandidaten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"2-eisen-supplemente-nur-bei-nachgewiesenem-mangel-einsetzen\">2. Eisen-Supplemente nur bei nachgewiesenem <br>Mangel einsetzen.<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Nicht vorschnell zur Pille greifen, da dies zu Sch\u00e4den am Mikrobiom f\u00fchren kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"3-supplemente-eher-niedrig-dosieren-und-pausen-einlegen\">3. Supplemente eher niedrig dosieren und Pausen einlegen<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Neueste Studien zeigen, dass das k\u00f6rpereigene <strong>Hepcidin-Hormon<\/strong> schon bei der ersten Eisengabe ausgesch\u00fcttet wird und die weitere Eisenresorption bis zu 24 Stunden blockieren kann. Daher bringt die Praxis, mehrere Portionen Eisen am Tag zu schlucken, in der Regel kaum etwas, verursacht aber sehr hohe Hepcidinwerte. Daher besser eine einmalige Tagesdosis und gegebenenfalls eine Intervall-Einnahme am zweiten Tag. Dieses Alternate-Date-Prinzip f\u00fchrt nachweislich zu einer h\u00f6heren Eisenresorption und verbessert auch die Vertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"4-optimalen-zeitpunkt-fur-supplemente-beachten\">4. Optimalen Zeitpunkt f\u00fcr Supplemente beachten<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>In der Fr\u00fch ist der k\u00f6rpereigene Hepcidinspiegel besonders niedrig. Daher Eisenpr\u00e4parate m\u00f6glichst morgens auf <strong>n\u00fcchternen Magen<\/strong> nehmen, wenn die Resorption am effizientesten ist. Falls das wegen eines empfindlichen Magens nicht m\u00f6glich ist, sollte die Einnahme mit einer leichten Mahlzeit erfolgen, aber <strong>ohne<\/strong> Tee oder Kaffee.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-lieber-pflanzliche-eisenquellen-als-tierische-eisenquellen\">5. Lieber pflanzliche Eisenquellen als tierische Eisenquellen<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Nicht-H\u00e4m-Eisen wird weniger effizient aufgenommen und f\u00fchrt nicht so schnell zu einem \u00dcberschuss. Linsen, Bohnen, Haferflocken, K\u00fcrbiskerne oder gr\u00fcnes Blattgem\u00fcse sind gute Quellen. Die gleichzeitige Gabe von <strong>Vitamin C <\/strong>erh\u00f6ht die eher schlechte Resorption von Eisen aus pflanzlichen Quellen im D\u00fcnndarm, sodass weniger ungebundenes Eisen im Dickdarm landet.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"6-zuviel-rotes-fleisch-meiden\">6. Zuviel rotes Fleisch meiden<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Rotes Fleisch enth\u00e4lt sehr hohe Mengen an biologisch aktivem H\u00e4m-Eisen, welches zu ung\u00fcnstigen Ver\u00e4nderungen in der Darmflora f\u00fchren kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"7-eisenhemmer-zur-mahlzeit-vermeiden\">7. Eisenhemmer zur Mahlzeit vermeiden<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Werden Eisenhemmer wie schwarzer oder gr\u00fcner Tee, Kaffee oder Rotwein zu einer eisenreichen Mahlzeit getrunken, so beeinflussen sie die Resorption im D\u00fcnndarm und zu viel Eisen landet im Dickdarm, wo es die Darmflora <strong>ung\u00fcnstig<\/strong> beeinflussen kann. Ein Abstand von ein bis zwei Stunden ist empfehlenswert. Das ist besonders relevant bei Supplementen oder sehr eisenreichen Mahlzeiten, weil sonst viel zu viel ungebundenes Eisen im Darmlumen bleibt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"8-ballaststoffe-und-prabiotika-futtern-die-darmflora\">8. Ballaststoffe und Pr\u00e4biotika f\u00fcttern die Darmflora<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte, Gem\u00fcse, N\u00fcsse, Obst) und Pr\u00e4biotika wie Inulin dienen als Nahrung f\u00fcr <strong>hilfreiche Darmbakterien<\/strong>. Auch zeigen Studien, dass bestimmte Pr\u00e4biotika die Eisenaufnahme verbessern k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich verhindern Ballaststoffe Verstopfung als Nebenwirkung der Eisen-Supplemente.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"9-fermentierte-lebensmittel-und-probiotika-einbauen\">9. Fermentierte Lebensmittel und Probiotika einbauen<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Joghurt, Kimchi, Kefir oder Kombucha <strong>bereichern<\/strong> die Darmflora und halten negative Bakterien im Schach. Zus\u00e4tzlich hat sich gezeigt, dass bestimmte probiotische St\u00e4mme von Lactobacillus fermentum oder Lactobacillus plantarum 299v die Eisenaufnahme des K\u00f6rpers steigern. Ein t\u00e4glicher Schuss an hilfreichen Bakterien hat also eine Doppelfunktion: Er st\u00e4rkt die Darmflora und verbessert indirekt die Eisenversorgung.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"10-wenn-eisenpraparate-dann-gut-vertragliche-nehmen\">10. Wenn Eisenpr\u00e4parate, dann gut vertr\u00e4gliche nehmen:<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Herk\u00f6mmliches zweiwertiges Eisen neigt dazu, im Dickdarm <strong>viel freies Eisen<\/strong> zu hinterlassen. Es gibt neue experimentelle Ans\u00e4tze, die darauf abzielen, Eisen besser verf\u00fcgbar zu machen. Bei Kleinkindern wurde z. B. festgestellt, dass Eisen in nanopartikul\u00e4rer Form deutlich weniger pathogene Keime wuchern lie\u00df und weniger Darmentz\u00fcndungen auftraten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fazit-den-machtkampf-ernst-nehmen\">Fazit: Den Machtkampf ernst nehmen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Es lohnt sich, dar\u00fcber nachzudenken, wie die Eisenversorgung <strong>optimiert<\/strong> werden kann, um das Darmmikrobiom nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Weder zu viel noch zu wenig verf\u00fcgbares Eisen im Darm ist w\u00fcnschenswert.<br>Ohne eine festgestellte Eisenunterversorgung sollte nicht vorschnell auf Eisenpr\u00e4parate zur\u00fcckgegriffen werden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Krieg ums Eisen ist ein <strong>massiver Machtkampf<\/strong> im K\u00f6rper, der bei einer allzu leichtfertigen Gabe von Eisen schnell in einer <strong>Niederlage<\/strong> f\u00fcr das Mikrobiom und damit f\u00fcr den K\u00f6rper ausufern kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"quellenverzeichnis\"><strong>Quellenverzeichnis:<\/strong><\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong><br><\/strong>Jaeggi 2015, Gut \u2013 Iron fortification adversely affects the gut microbiome in infants (Kenya study), <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25143342\/\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2014-307720<\/a><br><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Kortman 2014, FEMS Microbiol Rev \u2013 Nutritional iron turned inside out: intestinal stress from a gut microbial perspective, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25205464\/\">DOI: 10.1111\/1574-6976.12086<\/a><br><br>Lee 2017, Gut \u2013 Oral versus intravenous iron therapy in IBD distinctly alters gut microbiota and metabolome, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26848182\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2015-309940<br><\/a><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Monteagudo-Mera 2023, Front Microbiol \u2013 Impact of inorganic iron and haem on the human gut microbiota (in vitro batch culture study), <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/36910170\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.3389\/fmicb.2023.1074637<\/a><br><br>Yilmaz 2018, Pharmaceuticals (Basel) \u2013 Gut Microbiota and Iron: The Crucial Actors in Health and Disease, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30301142\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DOI: 10.3390\/ph11040098<\/a><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[145],"tags":[170,283,282,284,285,269,66,286],"class_list":["post-7378","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernaehrung","tag-darmmikrobiom","tag-dysbiose","tag-eisen","tag-eisenstoffwechsel","tag-entzuendung","tag-ernaehrung","tag-mikrobiom","tag-spurenelemente"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7378"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7698,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7378\/revisions\/7698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}