{"id":5473,"date":"2024-12-31T11:44:55","date_gmt":"2024-12-31T10:44:55","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=5473"},"modified":"2026-02-18T16:47:15","modified_gmt":"2026-02-18T15:47:15","slug":"magnesium-und-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/magnesium-und-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Die Magnesium-Mikrobiom-Connection"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-magnesium-mikrobiom-connection\">Die Magnesium-Mikrobiom-Connection<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Heutzutage ist bekannt, dass Magnesium nicht nur f\u00fcr Sportler wichtig ist, sondern eine unverzichtbare Rolle im menschlichen Leben spielt. Daher sollte auf eine ausreichende Versorgung mit diesem Element geachtet werden. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung von Magnesium mit dem Mikrobiom, da diese Beziehung weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat \u2013 von der Darmfunktion bis hin zum mentalen Wohlbefinden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-superstoff-magnesium\">Der Superstoff Magnesium<\/h2>\n\n\n\n<p>Magnesium ist einer der vielseitigsten und wichtigsten Mineralstoffe im menschlichen K\u00f6rper. Es ist an \u00fcber 300 biochemischen Reaktionen beteiligt und spielt eine zentrale Rolle in nahezu allen wesentlichen K\u00f6rperfunktionen. Von der Energieproduktion in den Zellen bis zur Regulierung des Nervensystems und der Muskelaktivit\u00e4t \u2013 Magnesium ist f\u00fcr die Gesundheit unverzichtbar. Gleichzeitig wirkt es als nat\u00fcrlicher Gegenspieler von Kalzium und tr\u00e4gt so zur Entspannung der Muskeln und zur Stabilisierung von Nervenimpulsen bei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/koerper-magnesium.jpeg\" alt=\"Magnesium im Koerper\" class=\"wp-image-5487\" style=\"width:790px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/koerper-magnesium.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/koerper-magnesium-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/koerper-magnesium-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/koerper-magnesium-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magnesium-dominiert-in-den-knochen\">Magnesium dominiert in den Knochen<\/h2>\n\n\n\n<p>Dabei stellt das im Labor bei der Blutanalyse gemessene Magnesium keinen ausreichenden Indikator f\u00fcr den Magnesiumstatus dar, da es nur 1 % des Gesamtmagnesiums im K\u00f6rper ausmacht, .<br>50\u201360 % des Magnesiums sind hingegen in den Knochen gespeichert. Ein Drittel davon dient als dynamischer Speicher und kann bei Bedarf schnell in den Blutkreislauf abgegeben werden.<br>20\u201330 % sind in den Muskeln gespeichert. Der Rest befindet sich in anderen Weichteilen, wie Leber, Herz und Nieren.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Von dem Magnesium, welches im Blut vorkommt, sind 55\u201370 % ionisiert, d. h., es ist biologisch aktiv. 20\u201330 % sind an Proteine gebunden, und 5\u201315 % sind komplexiert, d. h., es bildet mit anderen Stoffen, wie z. B. Phosphat, stabile Verbindungen. Dadurch ist es weniger frei verf\u00fcgbar als das ionisierte Magnesium.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Magnesium spielt auch eine wichtige Rolle bei der <a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/the-vitamin-d3-emergency\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktivierung von Vitamin D<\/a>, die in der Leber und den Nieren stattfindet. In den Knochen tr\u00e4gt es prim\u00e4r zur Mineralisierung, stabilisiert dadurch die Knochensubstanz und verhindert dadurch die gef\u00fcrchtete <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/das-spiel-mit-den-hormonen\/\">Osteoporose<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magnesiummangel-ist-gefahrlich\">Magnesiummangel ist gef\u00e4hrlich<\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz seiner essenziellen Bedeutung leiden viele Menschen an einem latenten Magnesiummangel \u2013 h\u00e4ufig, ohne es zu wissen. Eine unausgewogene Ern\u00e4hrung, chronischer Stress oder bestimmte Medikamente k\u00f6nnen die Aufnahme oder Verf\u00fcgbarkeit von Magnesium beeintr\u00e4chtigen und langfristig zu gesundheitlichen Problemen f\u00fchren. Symptome wie Muskelkr\u00e4mpfe, M\u00fcdigkeit, Herzrhythmusst\u00f6rungen und sogar Stimmungsschwankungen k\u00f6nnen auf einen Mangel hinweisen. Daher ist eine Supplementierung in den meisten F\u00e4llen ratsam \u2013 auch ohne einen ausgewiesenen Mangel in der Blutanalyse. Denn durch die Freisetzung von Magnesium aus dem dynamischen Speicher scheint die Magnesiumkonzentration im Blut oft ausreichend zu sein. Es ist also ein Trugschluss zu glauben, dass bei einer ausreichenden Magnesiumkonzentration im Blut kein Magnesiummangel vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Supplementierung ist meist angebracht, da Erwachsene etwa 300\u2013400 mg Magnesium pro Tag ben\u00f6tigen. Je nach Geschlecht, Alter und Aktivit\u00e4t kann der Bedarf noch nach oben variieren. Sind die Speicher jedoch leer, kann die Supplementierung auch gesteigert werden. H\u00f6here Gaben, \u00fcber mehrere Dosen verteilt, k\u00f6nnen sinnvoll sein, um leere Speicher, \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten, wieder aufzuf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-organische-magnesiumverbindungen-fur-die-supplementierung\">Organische Magnesiumverbindungen f\u00fcr die Supplementierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Magnesium kann in verschiedenen Verbindungen supplementiert werden:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>a) Organische Verbindungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Magnesiumcitrat: Gut bioverf\u00fcgbar, ideal bei Mangelzust\u00e4nden und Verdauungsproblemen.<br>Magnesiumglycinat: Besonders schonend f\u00fcr den Magen, gut geeignet bei Stress und Schlafproblemen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>b) Anorganische Verbindungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Magnesiumoxid: Hohe Magnesiumkonzentration, jedoch schlechter resorbierbar. Eignet sich eher bei Verstopfung.<br>Magnesiumsulfat: Wird oft f\u00fcr kurzfristige Anwendungen (z. B. als Abf\u00fchrmittel) verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magnesium-ist-wichtig-fur-das-mikrobiom\">Magnesium ist wichtig f\u00fcr das Mikrobiom<\/h2>\n\n\n\n<p>Magnesium ist jedoch nicht nur f\u00fcr den Menschen selbst wichtig, sondern auch f\u00fcr die Billionen von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben. Die Verbindung zwischen Magnesium und der Darmgesundheit r\u00fcckt zunehmend in den Fokus der Forschung und zeigt, wie eng der Mineralstoffhaushalt und das Mikrobiom miteinander verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-magnesium-das-mikrobiom-beeinflusst\">Wie Magnesium das Mikrobiom beeinflusst<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/magnesium-mikrobiom.jpeg\" alt=\"Magnesium und das Mikrobiom\" class=\"wp-image-5480\" style=\"width:782px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/magnesium-mikrobiom.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/magnesium-mikrobiom-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/magnesium-mikrobiom-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/magnesium-mikrobiom-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Magnesium wirkt sich \u00fcber verschiedene Mechanismen auf das Mikrobiom aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-a-regulation-der-darmflora\">a) Regulation der Darmflora:<\/h3>\n\n\n\n<p>Studien zeigen, dass Magnesium den Erhalt einer vielf\u00e4ltigen und stabilen Darmflora unterst\u00fctzt. Magnesium kann das Wachstum n\u00fctzlicher Bakterien wie <em>Bifidobacterium<\/em> und <em>Lactobacillus<\/em> f\u00f6rdern, die f\u00fcr eine gesunde Darmbarriere und eine ausgewogene Immunantwort wichtig sind.<br>Ein niedriger Magnesiumspiegel hingegen kann das Wachstum entz\u00fcndungsf\u00f6rdernder oder pathogener Bakterien wie <em>Enterobacteriaceae<\/em> beg\u00fcnstigen, was zu einem Ungleichgewicht (Dysbiose) f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/\">hohe Diversit\u00e4t des Mikrobioms<\/a> ist wichtig, um die Darmflora stabil gegen \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse zu halten und die volle Funktionsvielfalt der Bakterien nutzen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-b-entzundungshemmende-effekte\">b) Entz\u00fcndungshemmende Effekte<\/h3>\n\n\n\n<p>Magnesium beeinflusst die Immunantwort im Darm. Es wirkt entz\u00fcndungshemmend, indem es die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Produktion proinflammatorischer Zytokine hemmt. Proinflammatorische Zytokine sind Signalproteine, die vom Immunsystem produziert werden und Entz\u00fcndungsreaktionen f\u00f6rdern. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Immunantwort, indem sie Zellen des Immunsystems aktivieren und deren Migration zu Entz\u00fcndungsorten f\u00f6rdern. Obwohl sie notwendig sind, um Infektionen zu bek\u00e4mpfen oder Gewebesch\u00e4den zu reparieren, k\u00f6nnen \u00fcberm\u00e4\u00dfige oder chronische Entz\u00fcndungsreaktionen durch proinflammatorische Zytokine gesundheitssch\u00e4dlich sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Magnesiummangel kann diese entz\u00fcndlichen Prozesse f\u00f6rdern und die Darmbarriere schw\u00e4chen \u2013 ein entscheidender Mechanismus bei entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem ist bei Frau ein starkes Immunsystem entscheidend f\u00fcr die Kontrolle von Infektionen im vaginalen Bereich, wie z. B. durch <em>Candida albicans<\/em> oder <em>Gardnerella vaginalis<\/em> und verhindert dadurch eine <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/das-vaginale-mikrobiom\/\">vaginale Dysbiose<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-c-veranderungen-der-metaboliten-produktion\">c) Ver\u00e4nderungen der Metaboliten-Produktion<\/h3>\n\n\n\n<p>Kurzkettige Fetts\u00e4uren (SCFAs) wie Butyrat, die von n\u00fctzlichen Darmbakterien produziert werden, sind essenziell f\u00fcr die Energieversorgung der Darmzellen und die Aufrechterhaltung der Barrierefunktion. Magnesiummangel kann die Bakterien reduzieren, die diese Metaboliten herstellen. Auch kann das bei Magnesiummangel unterst\u00fctzte Wachstum von pathogenen Bakterien die Produktion von toxischen Substanzen f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-d-starkung-der-darmbarriere\">d) St\u00e4rkung der Darmbarriere<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Darmbarriere sch\u00fctzt den Menschen vor sch\u00e4dlichen Mikroorganismen und Toxinen. Magnesium spielt eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung dieser Barriere, indem es die Produktion von Schleim und Tight-Junction-Proteinen f\u00f6rdert, die die Darmzellen eng miteinander verbinden. Ein Magnesiummangel kann die Barriere schw\u00e4chen, was das Eindringen von Bakterien und Giftstoffen in den Blutkreislauf erleichtert.<br>Dies kann systemische Entz\u00fcndungen ausl\u00f6sen, die mit chronischen Erkrankungen wie entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und sogar neurodegenerativen Erkrankungen verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-e-einfluss-auf-die-mikrobiom-darm-hirn-achse\">e) Einfluss auf die Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/woman-brain-magnesium.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5478\" style=\"width:787px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/woman-brain-magnesium.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/woman-brain-magnesium-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/woman-brain-magnesium-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/woman-brain-magnesium-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Magnesium wirkt indirekt auf die sogenannte <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/die-mikroben-in-unserem-darm-architekten-unseres-gehirns\/\">Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse<\/a>. Durch die Unterst\u00fctzung einer gesunden Darmflora tr\u00e4gt es dazu bei, Neurotransmitter wie Serotonin oder das Hormon Melatonin zu regulieren, die sowohl im Darm als auch im Gehirn eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn Serotonin nicht \u00fcber die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn gelangen kann, bilden die Mikroorganismen wichtige Vorl\u00e4ufer des Serotonins.<br>Im Gehirn ist Magnesium entscheidend f\u00fcr die Produktion von Serotonin, da es als Cofaktor f\u00fcr das Enzym Tryptophan-Hydroxylase wirkt, welches die Aminos\u00e4ure Tryptophan in Serotonin umwandelt. Es tr\u00e4gt au\u00dferdem zur Umwandlung von <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/bakterien-und-schlaf\/\">Serotonin in das Hormon Melatonin<\/a> bei.<br>Ein Magnesiummangel hingegen kann die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn st\u00f6ren. \u00dcber die Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse kann ein Mangel an Vorl\u00e4ufermolek\u00fclen zu St\u00f6rungen der Neurotransmitterproduktion (z. B. Serotonin) f\u00fchren, was mit Stimmungsproblemen wie Depressionen und Angstzust\u00e4nden verbunden ist.<br>Auch eine Dysbiose im Darm kann indirekt neuroinflammatorische Prozesse im Gehirn f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magnesium-ist-essenziell-fur-ein-gesundes-mikrobiom\">Magnesium ist essenziell f\u00fcr ein gesundes Mikrobiom<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ausreichende Zufuhr von Magnesium st\u00e4rkt das Mikrobiom, f\u00f6rdert die Diversit\u00e4t und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Magnesiummangel hingegen kann das Mikrobiom erheblich st\u00f6ren, indem er n\u00fctzliche Bakterien reduziert, entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Bakterien beg\u00fcnstigt und die Darmbarriere schw\u00e4cht. Dies hat nicht nur lokale Auswirkungen auf die Darmgesundheit, sondern beeinflusst auch systemische Prozesse wie die Immunabwehr und die psychische Gesundheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Zufuhr von ausreichend Magnesium ist daher essenziell, um eine gesunde Mikrobiota und die damit verbundenen Funktionen zu erhalten. Eine ausreichende Versorgung \u00fcber die Nahrung ist meist nicht gew\u00e4hrleistet, weshalb eine Supplementierung oft sinnvoll ist. Die zus\u00e4tzliche Einnahme von etwa 400 mg pro Tag kann, aber sie muss nicht ausreichen, insbesondere wenn die dynamischen Speicher nicht aufgef\u00fcllt sind oder hohe magnesiumverbrauchende Faktoren wie Sport oder Stress vorliegen. In diesen F\u00e4llen k\u00f6nnen mitunter wesentlich h\u00f6here Dosen erforderlich sein. Eine \u00dcberdosierung ist selten, da \u00fcbersch\u00fcssiges Magnesium bei gesunden Menschen \u00fcber die Nieren ausgeschieden wird. Mit \u201eSport\u201c ist hierbei nicht Leistungssport gemeint, sondern gew\u00f6hnliche sportliche Bewegung. Und wer k\u00f6nnte von sich behaupten, in der heutigen kurzlebigen Zeit nicht gestresst zu sein? (JS)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-quellen-und-weiterfuhrende-literatur\">Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Geiger, H., &amp; Wanner, C. (2012).<br>Magnesium in disease.<br><em>Clinical Kidney Journal, 5<\/em>(Suppl 1), i25\u2013i38. <a>https:\/\/doi.org\/10.1093\/ndtplus\/sfr165<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jahnen-Dechent, W., &amp; Ketteler, M. (2012).<br>Magnesium basics.<br><em>Clinical Kidney Journal, 5<\/em>(Suppl 1), i3\u2013i14. <a>https:\/\/doi.org\/10.1093\/ndtplus\/sfr163<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Lobionda, S., Sittipo, P., Kwon, H. Y., &amp; Lee, Y. K. (2019).<br>The role of gut microbiota in intestinal inflammation with respect to diet and extrinsic stressors.<br><em>Microorganisms, 7<\/em>(8), 271. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/microorganisms7080271\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/microorganisms7080271<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mazur, A., Maier, J. A. M., Rock, E., Gueux, E., Nowacki, W., &amp; Rayssiguier, Y. (2007).<br>Magnesium and the inflammatory response: Potential physiopathological implications.<br><em>Archives of Biochemistry and Biophysics, 458<\/em>(1), 48\u201356. <a>https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.abb.2006.03.031<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rosanoff, A., Weaver, C. M., &amp; Rude, R. K. (2012).<br>Suboptimal magnesium status in the United States: Are the health consequences underestimated?<br><em>Nutrition Reviews, 70<\/em>(3), 153\u2013164. <a>https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1753-4887.2011.00465.x<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Winther, G., J\u00f8rgensen, B. M. P., Elfving, B., Nielsen, D. S., Kihl, P., Lund, S., S\u00f8rensen, D. B., &amp; Wegener, G. (2015).<br>Dietary magnesium deficiency alters gut microbiota and leads to depressive-like behaviour.<br><em>Acta Neuropsychiatrica, 27<\/em>(3), 144\u2013150. <a>https:\/\/doi.org\/10.1017\/neu.2015.7<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wolf, F. I., &amp; Cittadini, A. (2003).<br>Chemistry and biochemistry of magnesium.<br><em>Molecular Aspects of Medicine, 24<\/em>(1\u20133), 3\u20139. <a>https:\/\/doi.org\/10.1016\/S0098-2997(02)00087-0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Magnesium ist essenziell f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper. Doch wie steht es um den Einfluss auf das Mikrobiom? Hat es positive oder negative Auswirkungen?<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":5475,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[145],"tags":[90,50,177,66,178],"class_list":["post-5473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernaehrung","tag-bakterien","tag-darm-hirn-achse","tag-magnesium","tag-mikrobiom","tag-supplementierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5473"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7706,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5473\/revisions\/7706"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}