{"id":5384,"date":"2024-11-10T21:37:54","date_gmt":"2024-11-10T20:37:54","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=5384"},"modified":"2026-02-20T17:39:26","modified_gmt":"2026-02-20T16:39:26","slug":"protonenpumpenhemmer-und-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/medizin\/protonenpumpenhemmer-und-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Der Kampf gegen die S\u00e4ure"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-kampf-gegen-die-saure\">Die Auswirkungen von Protonenpumpenhemmern PPi auf das Mikrobiom<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Protonenpumpenhemmer haben in den vergangenen Jahren eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Beliebtheit erfahren. Sie reduzieren die Produktion von Magens\u00e4ure und mindern daher Symptome wie Sodbrennen und Reflux. Doch sind sie wirklich so unbedenklich, wie es die Pharmaindustrie gerne kommuniziert? Neueste Forschungen zeigen die Schattenseite der schnellen Helfer.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/summary>\n<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block\" id=\"rank-math-toc\"><nav><ul><li class=\"\"><a href=\"#h-der-kampf-gegen-die-saure\">Die Auswirkungen von Protonenpumpenhemmern PPi auf das Mikrobiom<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#h-starker-anstieg-der-gabe-von-protonenpumpenhemmer\">Starker Anstieg der Gabe von Protonenpumpenhemmern<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-wirkungsweise-der-protonenpumpenhemmer\">Wirkungsweise der Protonenpumpenhemmer<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-gegen-welche-erkrankungen-helfen-protonenpumpenhemmer\">Gegen welche Erkrankungen helfen Protonenpumpenhemmer?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-haufige-verschreibung-von-ppis\">H\u00e4ufige Verschreibung von PPIs<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-protonenpumpenhemmer-und-mikrobiom\">Protonenpumpenhemmer und Mikrobiom<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-verursachen-ppis-darmkrebs\">Verursachen PPIs Darmkrebs?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-ppis-mikrobiom-und-demenz\">PPIs, Mikrobiom und Demenz<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-ppis-reduzieren-die-diversitat-des-mikrobioms\">PPIs reduzieren die Diversit\u00e4t des Mikrobioms<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-schutz-des-mikrobioms\">Schutz des Mikrobioms<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-langfristige-massnahmen-zur-reduktion-von-ppis\">Langfristige Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von PPIs<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-alle-wollen-die-schnelle-losung\">Alle wollen die schnelle L\u00f6sung<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-hausmittel-anstelle-von-ppi\">Hausmittel anstelle von PPI<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#h-das-mikrobiom-schutzen\">Das Mikrobiom sch\u00fctzen<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<\/details>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-starker-anstieg-der-gabe-von-protonenpumpenhemmer\">Starker Anstieg der Gabe von Protonenpumpenhemmern<\/h2>\n\n\n\n<p>In Deutschland wurden im Jahr 2015 <a href=\"https:\/\/der-arzneimittelbrief.com\/artikel\/2017\/die-langzeiteinnahme-von-protonenpumpenhemmern-ist-mit-erhoehter-letalitaet-assoziiert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3,65 Milliarden definierte Tagesdosen von PPIs<\/a> verordnet. Dies ist eine Verdreifachung im Vergleich zu zehn Jahren zuvor. Eine weitere Analyse aus dem Jahr 2016 ergab, dass statistisch gesehen 11,9 % der deutschen Bev\u00f6lkerung t\u00e4glich eine Dosis von PPIs zu sich nehmen. In den USA nahmen zwischen 2013 und 2014 etwa 7,8 % der Bev\u00f6lkerung regelm\u00e4\u00dfig PPIs ein. Dieser Anstieg wirft Fragen zur langfristigen Sicherheit von Protonenpumpenhemmern und deren Auswirkungen auf das Mikrobiom auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wirkungsweise-der-protonenpumpenhemmer\">Wirkungsweise der Protonenpumpenhemmer<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Protonenpumpenhemmer (eng.: proton pump inhibitor, PPI) wirken auf die H+\/K+-ATPase in den Zellen des Magens ein und reduzieren so die Produktion der Magens\u00e4ure. Dieses Enzym ist auch als Protonenpumpe bekannt und ist f\u00fcr den finalen Schritt der Salzs\u00e4ureproduktion im Magen verantwortlich. Die Pumpe gibt Protonen (H+-Ionen) in den Magen ab, die sich dort mit Chloridionen zu Salzs\u00e4ure (HCl) verbinden. Diese Salzs\u00e4ure t\u00f6tet 99 % aller Bakterien ab, die mit der Nahrung in den Magen gelangen, und dient damit als wichtiger W\u00e4chter des k\u00f6rpereigenen Mikrobioms. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch Protonenpumpenhemmer wirken genau auf diesen W\u00e4chter ein und hemmen ihn irreversibel. Dies dauert 24 bis 48 Stunden und letztendlich so lange, bis der K\u00f6rper neue Protonenpumpenmolek\u00fcle synthetisiert, um die S\u00e4ureaussch\u00fcttung wiederherzustellen. Das hei\u00dft, dass eine einmalige Gabe von PPIs ausreicht, um die Magens\u00e4ureproduktion um 80 bis 95 % zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese massive Reduktion reicht in der Regel aus, um Beschwerden zu lindern. Da jedoch nach ein bis zwei Tagen die Magens\u00e4ureproduktion wieder zu 100 % l\u00e4uft, werden Protonenpumpenhemmer oft \u00fcber einen langen Zeitraum genommen. Und genau hier liegt das Problem.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gegen-welche-erkrankungen-helfen-protonenpumpenhemmer\">Gegen welche Erkrankungen helfen Protonenpumpenhemmer?<\/h2>\n\n\n\n<p>Protonenpumpenhemmer helfen im Wesentlichen gegen drei Krankheitsbilder:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gastroosophageale-refluxkrankheit-gerd\">Gastro\u00f6sophageale Refluxkrankheit (GERD)<\/h3>\n\n\n\n<p>GERD f\u00fchrt dazu, dass Magens\u00e4ure in die Speiser\u00f6hre zur\u00fcckflie\u00dft und Reizungen verursacht. PPIs reduzieren die S\u00e4ureproduktion, erm\u00f6glichen der Schleimhaut, sich zu erholen, und senken das Risiko f\u00fcr Komplikationen wie \u00d6sophagitis oder Barrett-\u00d6sophagus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magengeschwure\">Magengeschw\u00fcre<\/h3>\n\n\n\n<p>PPIs f\u00f6rdern die Heilung von Magengeschw\u00fcren und reduzieren die S\u00e4urebelastung, wodurch das Risiko f\u00fcr Blutungen oder Perforationen minimiert wird. Sie sind auch Teil der <em>Helicobacter pylori<\/em>-Eradikationstherapie in Kombination mit Antibiotika.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zollinger-ellison-syndrom\">Zollinger-Ellison-Syndrom<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese seltene Erkrankung verursacht eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige S\u00e4ureproduktion durch Gastrin-produzierende Tumoren. PPIs kontrollieren effektiv die S\u00e4uresekretion und lindern die Symptome.<\/p>\n\n\n\n<p>PPIs sind deshalb so effektiv, weil sie nicht die S\u00e4ure neutralisieren, wie es beispielsweise Antazida tun, sondern die S\u00e4ureproduktion blockieren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-haufige-verschreibung-von-ppis\">H\u00e4ufige Verschreibung von PPIs<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00c4rzte verschreiben PPIs gerne und h\u00e4ufig. In niedrigen Dosen sind sie meist auch ohne Rezept in der Apotheke erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIch verschreibe PPIs jeden Tag. Die Patienten nehmen sie wie Bonbons\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So \u00e4u\u00dferte sich uns gegen\u00fcber anonym ein Arzt. Und genau hier liegt das Problem. Die Patienten, die oft nur kurzfristig ein Symptom unterdr\u00fccken wollen, geraten aus Bequemlichkeit in eine Langzeittherapie. Bequemlichkeit? Ja, weil die Symptome meist bei einer langfristigen Umstellung der Lebensf\u00fchrung verschwinden oder zumindest drastisch reduziert w\u00fcrden. Dadurch gelangt weiterhin Magens\u00e4ure vom Magen in die Speiser\u00f6hre (Reflux) und verursacht das unangenehme brennende Gef\u00fchl hinter dem Brustbein. Die daraus resultierende Reizung der Schleimhaut kann in schweren F\u00e4llen zu Entz\u00fcndungen und Sch\u00e4den an der Speiser\u00f6hre f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-protonenpumpenhemmer-und-mikrobiom\">Protonenpumpenhemmer und Mikrobiom<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch die Langzeitbehandlung mit PPIs ist gef\u00e4hrlich. Nicht ohne Grund hat der K\u00f6rper die Magens\u00e4ure als nat\u00fcrliche Barriere f\u00fcr Mikroorganismen eingerichtet. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, dass keine Bakterien in den Darm gelangen \u2013 das ist selbst bei ungehemmter Magens\u00e4ureproduktion unm\u00f6glich. Es geht vielmehr darum, dass das Gleichgewicht in unserem ausbalancierten Mikrobiom nicht gest\u00f6rt wird.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wissenschaftliche Studien haben mittlerweile gezeigt, dass nicht nur das Mikrobiom im Darm empfindlich gest\u00f6rt wird, sondern dass die Unterdr\u00fcckung der Magens\u00e4ure sich auch auf die Zusammensetzung der Bakterien im Magen, in der Speiser\u00f6hre und im Mund auswirkt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mundhohle\">Mundh\u00f6hle<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Mund kommt es durch die Nahrung zu einem st\u00e4ndigen Kontakt mit Bakterien. Erstaunlicherweise bleibt das orale Mikrobiom dabei relativ stabil. Dies wird durch bakterielle Populationen erreicht, die sich untereinander in einem Gleichgewicht befinden. Durch den ver\u00e4nderten pH-Wert k\u00f6nnen Bakterien aus dem Darmtrakt \u00fcber den Magen in den Mund gelangen und sich dort ansiedeln. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch die verminderte S\u00e4ureproduktion im Magen reduziert die S\u00e4urebelastung im oberen Verdauungstrakt. Einige pathogene Bakterien k\u00f6nnen sich dadurch im Mund ansiedeln, die sonst keine Chance h\u00e4tten. Dies f\u00fchrt zu einer Ver\u00e4nderung der Mundflora und beg\u00fcnstigt entz\u00fcndliche Prozesse und orale Erkrankungen. Besonders die Anwesenheit von Fusobacterium nucleatum kann die Tumorbildung in Mund, Speiser\u00f6hre, Magen und Darm f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-speiserohre\">Speiser\u00f6hre<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch die geringere Magens\u00e4ure k\u00f6nnen sich in der Speiser\u00f6hre langfristig negative Bakterien ansiedeln, die dort sonst keine Chance h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-magen\">Magen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1456\" height=\"816\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/helicobacter-pylori.jpeg\" alt=\"Helicobacter pylori versteckt sich in der Schleimschicht des Magens\" class=\"wp-image-5419\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/helicobacter-pylori.jpeg 1456w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/helicobacter-pylori-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/helicobacter-pylori-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/helicobacter-pylori-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1456px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Helicobacter pylori <\/em>versteckt sich in der Schleimschicht des Magens und entgeht damit der t\u00f6dlichen Wirkung der Magens\u00e4ure<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Magen ist trotz des hohen Salzs\u00e4uregehalts niemals keimfrei. Insbesondere <em><a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/beloved-enemy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Helicobacter pylori<\/a><\/em> hat sich darauf spezialisiert, sich in in die Schleimschicht des Magens zu bewegen und damit dem niedrigen pH-Wert zu entkommen. Sinkt jedoch der S\u00e4uregehalt, k\u00f6nnen sich noch mehr Bakterien ansiedeln. Studien zeigen, dass sich dann auf einmal Streptokokken und andere orale Bakterien im Magen ausbreiten und dort Entz\u00fcndungen und Krebs verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-dunndarm\">D\u00fcnndarm<\/h3>\n\n\n\n<p>Vom Magen geht es in den D\u00fcnndarm. Gelangen vermehrt Bakterien in den D\u00fcnndarm, kann es dort zu einer bakteriellen \u00dcberwucherung kommen (Small Intestinal Bacterial Overgrowth, SIBO). SIBO ist mit Symptomen wie Bl\u00e4hungen, Durchfall und Malabsorption verbunden. Bei der Malabsorption werden nicht gen\u00fcgend N\u00e4hrstoffe durch den D\u00fcnndarm aufgenommen. Der D\u00fcnndarm ist die Pforte, durch die N\u00e4hrstoffe, die \u00fcber den Magen gelangen, an das Blut abgegeben werden. Diese N\u00e4hrstoffe, wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe, sind lebenswichtig und ihr Mangel kann zu schweren Erkrankungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fehlfunktion, also die verminderte Aufnahmef\u00e4higkeit der N\u00e4hrstoffe durch den D\u00fcnndarm, kann auch durch Z\u00f6liakie verursacht werden \u2013 eine Autoimmunerkrankung, bei der der Verzehr von Gluten zu einer Sch\u00e4digung der D\u00fcnndarmschleimhaut f\u00fchrt. Es ist denkbar, dass in F\u00e4llen, in denen Z\u00f6liakie vermutet wird, die verminderte Magens\u00e4ureproduktion durch PPIs die eigentliche Ursache ist.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-dickdarm\">Dickdarm<\/h3>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich f\u00fchrt die Einnahme von PPIs zu einer verminderten bakteriellen Vielfalt im Dickdarm und zu einer Zunahme potenziell pathogener Bakterien wie <em>Enterococcus<\/em> und <em>Escherichia coli<\/em>, was das Risiko f\u00fcr Infektionen wie <em><a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/clostridium-difficile\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clostridium difficile<\/a><\/em> erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einnahme von PPIs kann also auf allen Ebenen von der Mundh\u00f6hle bis zum Dickdarm die Mikrobiome beeinflussen und Krankheiten, u.a. auch Krebs, ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>PPIs ver\u00e4ndern den pH-Wert des Magens, sodass nicht nur vermehrt Bakterien in den D\u00fcnndarm und Dickdarm gelangen, die ansonsten keine Chance h\u00e4tten, sich dort anzusiedeln, sondern es kann auch das Mikrobiom des gesamten Verdauungstrakts, angefangen bei der Mundh\u00f6hle \u00fcber Speiser\u00f6hre, Magen und D\u00fcnndarm bis hin zum Dickdarm, beeinflusst werden. Die Ver\u00e4nderungen des Mikrobioms k\u00f6nnen sich in verschiedenen Krankheiten manifestieren, z.B. in einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Infektionen, in entz\u00fcndlichen Erkrankungen oder auch Krebs.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verursachen-ppis-darmkrebs\">Verursachen PPIs Darmkrebs?<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Darmkrebs bei \u00e4lteren Menschen in den letzten 20 Jahren aufgrund verst\u00e4rkter Vorsorgeuntersuchungen abgenommen hat, wurde in den letzten Jahren ein besorgniserregender Anstieg der Darmkrebserkrankungen um etwa 1 bis 2 % pro Jahr bei j\u00fcngeren Menschen beobachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnte diese Beobachtung auf die vermehrte Gabe von PPIs hinweisen? Grunds\u00e4tzlich w\u00e4re dies \u00fcber die Ver\u00e4nderungen des Mikrobioms m\u00f6glich, zumal Protonenpumpenhemmer auch die Aufnahme bestimmter N\u00e4hrstoffe wie Magnesium und Vitamin B12 hemmen, deren Mangel die DNA-Reparatur und die zellul\u00e4re Gesundheit beeintr\u00e4chtigen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ppis-mikrobiom-und-demenz\">PPIs, Mikrobiom und Demenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch die beobachtete Zunahme von Demenz bei der Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern k\u00f6nnte in direktem Zusammenhang mit der Ver\u00e4nderung des Mikrobioms stehen. Eine Dysbiose, also ein Ungleichgewicht der Bakterienpopulationen, k\u00f6nnte die Kommunikation \u00fcber die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/die-mikroben-in-unserem-darm-architekten-unseres-gehirns\/\">Darm-Hirn-Achse<\/a> empfindlich st\u00f6ren und zusammen mit vermehrten Entz\u00fcndungen f\u00fcr den Anstieg von Parkinson-Erkrankungen verantwortlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ppis-reduzieren-die-diversitat-des-mikrobioms\">PPIs reduzieren die Diversit\u00e4t des Mikrobioms<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Wesentlichen wird durch Protonenpumpenhemmer die mikrobielle Diversit\u00e4t des Mikrobioms reduziert. Diese abnehmende Alpha-Diversit\u00e4t, also die Diversit\u00e4t der Bakterien innerhalb einer Probe, wird durch die \u201eschlechten\u201c Bakterien verursacht, die durch den fehlenden Magens\u00e4ure-W\u00e4chter die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/bakterien-sind-gut\/\">\u201eguten\u201c Bakterien<\/a> unterdr\u00fccken oder verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen. Dies f\u00fchrt zu einer Dysbiose \u2013 einem Ungleichgewicht von guten und schlechten Bakterien \u2013 mit den bekannten gesundheitlichen Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schutz-des-mikrobioms\">Schutz des Mikrobioms<\/h2>\n\n\n\n<p>In erster Linie sollte zugunsten des Mikrobioms auf den Einsatz von Protonenpumpenhemmern verzichtet werden. Es gibt einen Grund, warum der K\u00f6rper durch die Produktion von Magens\u00e4ure nur sehr wenigen Bakterien den Eintritt in den D\u00fcnndarm erlaubt. Es mag F\u00e4lle geben, in denen der Einsatz von PPIs klinisch indiziert ist; dies sollte jedoch auf einen kurzen Zeitraum beschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stomach-acid-kills-bacteria.jpeg\" alt=\"Stomach acid kills bacteria\" class=\"wp-image-5407\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stomach-acid-kills-bacteria.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stomach-acid-kills-bacteria-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stomach-acid-kills-bacteria-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stomach-acid-kills-bacteria-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Magens\u00e4ure t\u00f6tet 99 % der eindringenden Bakterien<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-langfristige-massnahmen-zur-reduktion-von-ppis\">Langfristige Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von PPIs<\/h2>\n\n\n\n<p>Es muss langfristig \u2013 wie bei vielen anderen Krankheiten und Symptomen \u2013 angesetzt werden: Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung und ausreichende Bewegung reichen in den meisten F\u00e4llen aus, um einen gro\u00dfen Teil der Reflux- und Sodbrennenschmerzen zu verhindern. Zudem eine \u00c4nderung des Lebensstils: Reduktion fett- und zuckerreicher Ern\u00e4hrung, Abstinenz von Nikotin, geringer Alkoholkonsum und geringer Koffeinintake sowie Reduktion des \u00dcbergewichts.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alle-wollen-die-schnelle-losung\">Alle wollen die schnelle L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch heutzutage will jeder eine schnelle L\u00f6sung. Der Arzt wird dabei zum Erf\u00fcllungsgehilfen. Das Vertrauen in die Pharmaindustrie scheint grenzenlos zu sein. Potenzielle Nebenwirkungen werden einfach ausgeblendet. Hier hilft nur gezielte Aufkl\u00e4rung \u2013 immer und immer wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hausmittel-anstelle-von-ppi\">Hausmittel anstelle von PPI<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/bananen-hafermilch.jpeg\" alt=\"Bananen und Hafermilch\" class=\"wp-image-5414\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/bananen-hafermilch.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/bananen-hafermilch-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/bananen-hafermilch-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/bananen-hafermilch-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hausmittel sind eine sanfte M\u00f6glichkeit Sodbrennen zu bek\u00e4mpfen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Reihe von bew\u00e4hrten Hausmitteln zur Bek\u00e4mfpung von Sodbrennen und Reflux.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-natron-backpulver\">Natron (Backpulver)<\/h3>\n\n\n\n<p>Natron ist eine Base, die Magens\u00e4ure neutralisieren kann. Ein halber Teel\u00f6ffel Natron in einem Glas Wasser kann schnell Linderung verschaffen. Es sollte jedoch nicht zu oft verwendet werden, da es den pH-Wert im Magen beeinflussen und Nebenwirkungen wie Bl\u00e4hungen verursachen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ingwer\">Ingwer<\/h3>\n\n\n\n<p>Ingwer hat entz\u00fcndungshemmende Eigenschaften und kann helfen, die Verdauung zu verbessern. Am besten kleine St\u00fccke kauen oder als Tee zubereiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kamillentee\">Kamillentee<\/h3>\n\n\n\n<p>Kamille kann beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken und Entz\u00fcndungen lindern. Eine Tasse Kamillentee etwa 30 Minuten bis eine Stunde vor dem Schlafengehen kann n\u00e4chtliches Sodbrennen lindern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kaugummi-kauen\">Kaugummi kauen<\/h3>\n\n\n\n<p>Kaugummi regt die Speichelproduktion an, was die S\u00e4ure in der Speiser\u00f6hre neutralisieren kann. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass er frei von Zucker und S\u00fc\u00dfstoffen ist. Leider ist <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/ernaehrung\/sucralose-gift-mikrobiom\/\">Sucralose<\/a> in Kaugummis heutzutage sehr verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-haferflocken\">Haferflocken<\/h3>\n\n\n\n<p>Haferflocken sind eine ballaststoffreiche, leicht verdauliche Speise, die \u00fcbersch\u00fcssige Magens\u00e4ure binden und Reflux verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mandeln\">Mandeln<\/h3>\n\n\n\n<p>Mandeln k\u00f6nnen \u00fcbersch\u00fcssige Magens\u00e4ure neutralisieren, da sie alkalisch sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bananen\">Bananen<\/h3>\n\n\n\n<p>Bananen haben nat\u00fcrliche Antazida-Eigenschaften, das hei\u00dft, sie neutralisieren die Magens\u00e4ure und k\u00f6nnen eine Schutzschicht im Magen bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich sollte darauf geachtet werden, dass die letzte Mahlzeit etwa zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen wird. Auch die Erh\u00f6hung des Kopfendes des Bettes kann n\u00e4chtlichen Reflux verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-mikrobiom-schutzen\">Das Mikrobiom sch\u00fctzen<\/h2>\n\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen, in denen PPIs eingenommen werden, w\u00e4re es besser, auf nat\u00fcrliche Mittel zur\u00fcckzugreifen, statt den schnellen Weg \u00fcber die Pharmaindustrie zu w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>PPIs sind Arzneimittel \u2013 und kein Arzneimittel ist frei von Nebenwirkungen. Aufgrund der potenziellen Ver\u00e4nderungen des Mikrobioms durch PPIs sollten Protonenpumpenhemmer daher nur bei schweren medizinischen Indikationen und nur f\u00fcr einen kurzen Zeitraum eingenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-quellen-und-weiterfuhrende-literatur\">Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Bruno G, Zaccari P, Rocco G, et al. Proton pump inhibitors and dysbiosis: Current knowledge and aspects to be clarified. World Journal of Gastroenterology. 2019;25(22):2706-2719. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/31235994\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.3748\/wjg.v25.i22.2706<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Imhann F, Bonder MJ, Vich Vila A, et al. Proton pump inhibitors affect the gut microbiome. Gut. 2016;65:740-748. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26657899\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1136\/gutjnl-2015-310376<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Naito Y, Kashiwagi K, Takagi T, Andoh A, Inoue R. Intestinal Dysbiosis Secondary to Proton-Pump Inhibitor Use. Digestion. 2018;97(2):195-204. doi: 10.1159\/000481813. Epub 2018 Jan 6. PMID: 29316555. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/29316555\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1159\/000485852<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zhu J, Sun C, Li M, Hu G, Zhao XM, Chen WH. Compared to histamine-2 receptor antagonist, proton pump inhibitor induces stronger oral-to-gut microbial transmission and gut microbiome alterations: a randomised controlled trial. Gut. 2024 Jun 6;73(7):1087-1097. doi: 10.1136\/gutjnl-2023-330168. PMID: 38050061; PMCID: PMC11187400.. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/38050061\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI 10.1136\/gutjnl-2022-327747<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern ist mit erh\u00f6hter Letalit\u00e4t assoziiert. <a href=\"https:\/\/der-arzneimittelbrief.com\/artikel\/2017\/die-langzeiteinnahme-von-protonenpumpenhemmern-ist-mit-erhoehter-letalitaet-assoziiert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Arzneimittelbrief. 2017.<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind Protonenpumpenhemmer zur Bek\u00e4mpfung von Sodbrennen und Reflux ein Risiko f\u00fcr das Mikrobiom? 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