{"id":5231,"date":"2024-10-27T22:46:09","date_gmt":"2024-10-27T21:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=5231"},"modified":"2026-02-18T16:47:57","modified_gmt":"2026-02-18T15:47:57","slug":"mikrobiom-diversitaet-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/koerper\/mikrobiom-diversitaet-gesundheit\/","title":{"rendered":"Sinfonie der Stille"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sinfonie-der-stille\">Sinfonie der Stille<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-abnahme-der-mikrobiom-diversitat-und-ihre-folgen-fur-unsere-gesundheit\">Die Abnahme der Mikrobiom-Diversit\u00e4t und ihre Folgen f\u00fcr unsere Gesundheit<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Seit Hunderttausenden Jahren lebt der Mensch in enger Harmonie mit den Bakterien seines K\u00f6rpers. Ohne unser Mikrobiom w\u00e4ren wir schon l\u00e4ngst ausgestorben. Die Bakterien erweitern unseren Genpool von 20.000\u201325.000 proteinkodierenden Genen auf etwa 3 Millionen Gene. Diese enorme genetische Vielfalt, die wir unserem Mikrobiom verdanken, war die Basis f\u00fcr unser \u00dcberleben, indem sie unsere Gesundheit ma\u00dfgeblich beeinflusste. Doch die Diversit\u00e4t unseres Mikrobioms nimmt rasant ab. Und damit nimmt auch unsere F\u00e4higkeit ab, in einer grunds\u00e4tzlich feindlichen Welt \u00fcberleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einzigartige-symbiose-wie-mikroorganismen-und-mensch-zusammenarbeiten\">Einzigartige Symbiose: Wie Mikroorganismen und Mensch zusammenarbeiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Unser K\u00f6rper ist eine <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/wir-sind-bakterien\/\">einzigartige Symbiose<\/a> aus ungef\u00e4hr 30 Billionen K\u00f6rperzellen und 38 Billionen Bakterien. Die Mikroorganismen sind eine faszinierende Verbindung mit uns eingegangen. Sie leben fast \u00fcberall in uns, denn es gibt kaum eine Stelle, die steril ist. Dadurch sind wir ein symbiotischer Organismus, bei dem die K\u00f6rperzellen den Bakterien eine gesch\u00fctzte und n\u00e4hrstoffreiche Umgebung bieten, w\u00e4hrend die Bakterien im Gegenzug uns mit ihrem gewaltigen Genpool in vielen Bereichen lebensnotwendige Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren und unsere Gesundheit absichern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-verbindung-von-darm-und-gehirn-die-darm-hirn-achse-und-ihre-auswirkungen\">Die Verbindung von Darm und Gehirn: Die Darm-Hirn-Achse und ihre Auswirkungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die gewaltige Steigerung unseres Genpools um das 150-Fache beeinflussen sie ganz wesentlich die Entwicklung und Funktion unseres Immunsystems, produzieren oder unterst\u00fctzen die Produktion von Neurotransmittern und Signalstoffen, die unsere Stimmung, unseren Appetit, unseren <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/bakterien-und-schlaf\/\">Schlaf<\/a> und sogar unser Verhalten beeinflussen. Die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/die-mikroben-in-unserem-darm-architekten-unseres-gehirns\/\">Darm-Hirn-Achse<\/a> sendet \u00fcber den Vagusnerv bis zu 90\u202f% ihrer Signale vom Darm zum Gehirn und nicht umgekehrt. Auch die Produktion von <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/das-spiel-mit-den-hormonen\/\">Hormonen<\/a> und deren Regulation ist von den Mikroorganismen abh\u00e4ngig. N\u00fctzliche Bakterien verdr\u00e4ngen zudem pathogene Erreger und verhindern, dass wir krank werden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Bakterien prinzipiell durch horizontalen Gentransfer Gene mit uns austauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am deutlichsten wird dies an unseren Mitochondrien sichtbar, den Orten unserer Zellatmung, die daf\u00fcr sorgen, dass der f\u00fcr uns eigentlich toxische Sauerstoff positiv f\u00fcr unser \u00dcberleben genutzt wird. Diese wurden wahrscheinlich aus Bakterien gebildet, die vollst\u00e4ndig von fr\u00fchen eukaryotischen Zellen aufgenommen wurden. Somit existiert in jeder einzelnen K\u00f6rperzelle in uns ein Urbakterium in Form der Mitochondrien. Mehr Symbiose geht nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-im-anfang-war-die-musik\">Im Anfang war die Musik<\/h2>\n\n\n\n<p>Um ein Bild zu verwenden: Die menschlichen Zellen bilden mit den Bakterien ein Orchester, das gemeinsam die Sinfonie des Lebens erklingen l\u00e4sst. Auch wenn das etwas plakativ klingen mag \u2013 ohne dieses perfekte Zusammenspiel w\u00fcrde keine Musik erklingen, kein Leben m\u00f6glich sein. Der Mensch hat maximal von dieser Sinfonie profitiert. Der Homo sapiens, unsere moderne menschliche Spezies, existiert seit etwa 300.000 Jahren. Zuvor gab es mehrere Vorl\u00e4uferarten, die vor mehreren Millionen Jahren entstanden und letztendlich zur Entwicklung des Homo sapiens f\u00fchrten. Und alle perfektionierten im Laufe der Zeit das Zusammenspiel aus Bakterien und menschlichen Zellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Sinfonie, die unsere Billionen von Bakterien und K\u00f6rperzellen \u00fcber Millionen von Jahren begleitet hat und stets in uns lebendig war, diese Sinfonie, die uns immer weiterentwickeln lie\u00df, ist nun jedoch am Verstummen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-drastischer-ruckgang-der-mikrobiellen-diversitat\">Drastischer R\u00fcckgang der mikrobiellen Diversit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Hunderttausende von Jahren hat die hohe Diversit\u00e4t des Mikrobioms, also das Zusammenspiel vieler verschiedener Bakterien, <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/bakterien-sind-gut\/\">f\u00fcr unser \u00dcberleben gesorgt<\/a> und unsere Gesundheit gef\u00f6rdert und abgesichert. Doch der Fortschritt, oder besser gesagt das \u201eFortschreiten\u201c der modernen Zivilisation, hat allein in den letzten Jahrzehnten eine Reduktion der Diversit\u00e4t bewirkt, die h\u00f6chst alarmierend ist. Das Ausma\u00df des R\u00fcckgangs ist nur sehr schwer zu quantifizieren, aber vergleichende Experimente an M\u00e4usen und Studien von menschlichen Populationen in industriellen St\u00e4dten im Gegensatz zu l\u00e4ndlichen Gegenden weisen auf einen signifikanten Verlust hin. Ein R\u00fcckgang der mikrobiellen Diversit\u00e4t in den Industriestaaten im Vergleich zu l\u00e4ndlichen Gegenden innerhalb der letzten 100 Jahre wird auf ca. 30\u201350\u202f% gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ursachen-fur-den-ruckgang-warum-die-diversitat-des-mikrobioms-abnimmt\">Ursachen f\u00fcr den R\u00fcckgang: Warum die Diversit\u00e4t des Mikrobioms abnimmt<\/h2>\n\n\n\n<p>Die wesentlichen Hauptfaktoren f\u00fcr diesen R\u00fcckgang sind das \u201edreckige Dutzend\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"1350\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/abnahme.png\" alt=\"Gr\u00fcnde f\u00fcr die Abnahme der mikrobiellen Diversit\u00e4t\" class=\"wp-image-5241\" style=\"width:515px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/abnahme.png 1080w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/abnahme-980x1225.png 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/abnahme-480x600.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-1-antibiotikakonsum\">1. Antibiotikakonsum<\/h3>\n\n\n\n<p>Der weltweite Antibiotikakonsum und Missbrauch in der Tierhaltung. In den USA werden bis zu 80\u202f% aller produzierten <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/medizin\/antibiotika-die-molekularen-atombomben\/\">Antibiotika<\/a> in der Tierzucht eingesetzt, da sie neben der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten auch zur Erh\u00f6hung der Biomasse um ca. 15\u202f% f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-2-kaiserschnittrate\">2. Kaiserschnittrate<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Anteil der <a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/mother-and-child-microbiome-connection\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaiserschnittgeburten<\/a> stieg von 5\u202f% im Jahr 1970 auf heute 20\u202f%. Frauen bekommen heutzutage sp\u00e4ter Kinder, und \u00c4rzte empfehlen schneller einen Kaiserschnitt, um das Risiko zu senken. Dabei kommt es jedoch nicht zu einer \u00dcbertragung von Bakterien aus dem <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/das-vaginale-mikrobiom\/\">vaginalen Mikrobiom<\/a>. Auch rechtliche Haftungsfragen der behandelnden \u00c4rzte und vermehrtes \u00dcbergewicht bei Schwangeren spielen eine Rolle. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3-ballaststoffarme-ernahrung\">3. Ballaststoffarme Ern\u00e4hrung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die westliche Ern\u00e4hrung ist sehr ballaststoffarm. Dadurch wird sie nach oraler Aufnahme schon fr\u00fchzeitig von nicht-hilfreichen Bakterien verstoffwechselt und gelangt nicht mehr zu den f\u00f6rderlichen Bakterien, die auf eine ausreichende Zufuhr an Ballaststoffen angewiesen sind. Diese nehmen folglich ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-4-lebensweise-in-industrielandern\">4. Lebensweise in Industriel\u00e4ndern<\/h3>\n\n\n\n<p>Menschen in Industriel\u00e4ndern haben im Gegensatz zu traditionellen Gesellschaften eine wesentlich geringere mikrobielle Diversit\u00e4t, bis zu 30\u202f% weniger. Der geringere Kontakt zur Natur spielt hier neben den anderen oben aufgef\u00fchrten Faktoren eine wesentliche Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5-verarbeitete-lebensmittel\">5. Verarbeitete Lebensmittel<\/h3>\n\n\n\n<p>Zwischen 1950 und 2000 hat sich der Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln verdreifacht. Konservierungs- und Zusatzstoffe, ein geringerer Gehalt an sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen und fehlende Fermentation schr\u00e4nken die Bakterienvielfalt stark ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-6-ubertriebene-hygiene\">6. \u00dcbertriebene Hygiene<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Gebrauch von antibakteriellen Seifen, <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/alltagsprodukte\/mundwasser-und-mikrobiom\/\">Mundw\u00e4ssern<\/a>, Desinfektionsmitteln und allgemein Hygienema\u00dfnahmen, die w\u00e4hrend der Coronozeit wohl ihren H\u00f6hepunkt erreicht hatten, t\u00f6tet Bakterien ab und dr\u00fcckt dadurch die Diversit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-7-pestizide\">7. Pestizide<\/h3>\n\n\n\n<p>In den letzten 40 Jahren hat sich der Einsatz von Pestiziden verdoppelt. Die Pestizide werden mit der Nahrung aufgenommen und f\u00fchren entweder durch ihre direkte antimikrobielle Wirkung zu einem Abt\u00f6ten von Bakterien oder zu einer St\u00f6rung des mikrobiellen Gleichgewichts.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-8-konsum-von-zucker-und-sussstoffen\">8. Konsum von Zucker und S\u00fc\u00dfstoffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Konsum hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. K\u00fcnstliche <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/ernaehrung\/sucralose-gift-mikrobiom\/\">S\u00fc\u00dfstoffe<\/a> wirken sich besonders gravierend auf das Mikrobiom aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-9-protonenpumpenhemmer\">9. Protonenpumpenhemmer<\/h3>\n\n\n\n<p>Seit 1990 hat sich der Gebrauch von <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/medizin\/protonenpumpenhemmer-und-mikrobiom\/\">Protonenpumpenhemmern<\/a> verdoppelt. Diese destabilisieren das Gleichgewicht im Darm und f\u00fchren zu einem Verlust der Diversit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-10-fettleibigkeit\">10. Fettleibigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4valenz von Fettleibigkeit hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Zucker, Entz\u00fcndungen und Stoffwechselprodukte des Fettgewebes beeinflussen die mikrobielle Balance.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-11-vitamin-d-mangel\">11. Vitamin-D-Mangel<\/h3>\n\n\n\n<p>Weltweit haben 40\u202f% der Bev\u00f6lkerung einen <a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/the-vitamin-d3-emergency\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vitamin-D-Mangel<\/a>, was zu einer Schw\u00e4chung der Darmbarriere und vermehrt entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-12-toxine-im-trinkwasser\">12. Toxine im Trinkwasser<\/h3>\n\n\n\n<p>Weltweit steigen Chemikalien im Trinkwasser an. Sie st\u00f6ren die mikrobielle Balance, beeintr\u00e4chtigen die Darmbarriere und wirken als endokrine Disruptoren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ein-empfindliches-gleichgewicht-was-passiert-wenn-die-vielfalt-schwindet\">Ein empfindliches Gleichgewicht: Was passiert, wenn die Vielfalt schwindet?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mikrobielle Populationen stehen in einem komplexen und sensiblen Gleichgewicht zueinander. Sie ver\u00e4ndern sich st\u00e4ndig, kommunizieren miteinander und versorgen sich gegenseitig mit N\u00e4hrstoffen. Wird dieses ausbalancierte Gleichgewicht jedoch gest\u00f6rt, so gibt es erhebliche gesundheitliche Auswirkungen. Dies kann mit einem Orchester verglichen werden, bei dem die Genialit\u00e4t einer Sinfonie leicht durch st\u00f6rende Zwischenrufe zerst\u00f6rt werden kann. H\u00e4lt diese St\u00f6rung an, wird das Orchester letztlich verstummen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keystone-taxa-und-mikrobielle-gilden-die-dirigenten-und-musiker-des-mikrobioms\">Keystone-Taxa und mikrobielle Gilden: Die Dirigenten und Musiker des Mikrobioms<\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang ist das Konzept der \u201eKeystone-Taxa\u201c und \u201emikrobiellen Gilden\u201c erw\u00e4hnenswert. Keystone-Taxa sind bestimmte Bakterienarten im Mikrobiom, die essenzielle Funktionen erf\u00fcllen. Sie k\u00f6nnen in geringer Anzahl vorkommen, doch ihr Fehlen h\u00e4tte dramatische Folgen f\u00fcr die mikrobielle Gemeinschaft und damit f\u00fcr den menschlichen Organismus. Im Orchester w\u00e4re dies der Dirigent oder die erste Geige.<\/p>\n\n\n\n<p>Mikrobielle Gilden sind wiederum Gruppen von Mikroorganismen, die eng zusammenarbeiten, um wichtige biologische Prozesse im Darm zu unterst\u00fctzen, z.\u202fB. den Abbau bestimmter N\u00e4hrstoffe. Wird eine Gilde aufgrund von Umweltfaktoren oder Lebensstilver\u00e4nderungen beeintr\u00e4chtigt, schw\u00e4cht dies ebenfalls die Vielfalt und Stabilit\u00e4t des Mikrobioms. In der Orchester-Analogie entspr\u00e4che dies den zweiten Geigern oder den Blasinstrumenten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-kipppunkt-wann-der-verlust-der-diversitat-irreversibel-wird\">Der Kipppunkt: Wann der Verlust der Diversit\u00e4t irreversibel wird<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1792\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2.webp\" alt=\"Der Zerfall des Mikrobioms\" class=\"wp-image-5235\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2.webp 1792w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2-1280x731.webp 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2-980x560.webp 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2-480x274.webp 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1792px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Mikrobiom zerf\u00e4llt aufgrund seiner reduzierten Diversit\u00e4t<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Welche Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat es jedoch, wenn die Diversit\u00e4t des Mikrobioms weiter abnimmt? Es gibt die Theorie des \u201eKipppunktes\u201c oder den \u201ePoint of no return\u201c \u2013 der Punkt, ab dem das Mikrobiom irreparabel zusammenbricht und nicht wiederhergestellt werden kann. Dies kann zu irreparablen Gesundheitssch\u00e4den f\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie ein Kartenhaus bricht die Sinfonie des Lebens dabei in sich zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wird zur Sinfonie der Stille. (JS)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-quellen-und-weiterfuhrende-literatur\">Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Clemente, J. C., Pehrsson, E. C., Blaser, M. J., Sandhu, K., Gao, Z., Wang, B., \u2026 &amp; Dominguez-Bello, M. G. (2015). The microbiome of uncontacted Amerindians. Science Advances, 1(3), e1500183. https:\/\/doi.org\/10.1126\/sciadv.1500183<\/p>\n\n\n\n<p>De Filippo, C., Cavalieri, D., Di Paola, M., Ramazzotti, M., Poullet, J. B., Massart, S., \u2026 &amp; Lionetti, P. (2010). Impact of diet in shaping gut microbiota revealed by a comparative study in children from Europe and rural Africa. Proceedings of the National Academy of Sciences, 107(33), 14691\u201314696. https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1005963107<\/p>\n\n\n\n<p>Gupta, V. K., Paul, S., &amp; Dutta, C. (2017). Geography, ethnicity or subsistence-specific variations in human microbiome composition and diversity. Frontiers in Microbiology, 8, 1162. https:\/\/doi.org\/10.3389\/fmicb.2017.01162<\/p>\n\n\n\n<p>The Human Microbiome Project Consortium. (2012). Structure, function and diversity of the healthy human microbiome. Nature, 486(7402), 207\u2013214. https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature11234<\/p>\n\n\n\n<p>Larsen, O. F. A., &amp; van de Burgwal, L. H. M. (2021). On the verge of a catastrophic collapse? The need for a multi-ecosystem approach to microbiome studies. Frontiers in Microbiology, 12, 784797. https:\/\/doi.org\/10.3389\/fmicb.2021.784797<\/p>\n\n\n\n<p>Lloyd-Price, J., Abu-Ali, G., &amp; Huttenhower, C. (2016). The healthy human microbiome. Genome Medicine, 8, 51. https:\/\/doi.org\/10.1186\/s13073-016-0307-y<\/p>\n\n\n\n<p>Rajpoot, M., Sharma, A. K., Sharma, A., &amp; Gupta, G. K. (2018). Understanding the microbiome: Emerging biomarkers for exploiting the microbiota for personalized medicine against cancer. Seminars in Cancer Biology. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.semcancer.2018.02.003<\/p>\n\n\n\n<p>Requena, T., Mart\u00ednez-Cuesta, M. C., &amp; Pel\u00e1ez, C. (2018). Diet and microbiota linked in health and disease. Food &amp; Function, 9(1), 12\u201327. https:\/\/doi.org\/10.1039\/C7FO01820G<\/p>\n\n\n\n<p>Sender, R., Fuchs, S., &amp; Milo, R. (2016). Revised estimates for the number of human and bacteria cells in the body. PLOS Biology, 14(8), e1002533. https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pbio.1002533<\/p>\n\n\n\n<p>Sonnenburg, E. D., &amp; Sonnenburg, J. L. (2016). Diet-induced extinctions in the gut microbiota compound over generations. Nature, 529(7585), 212\u2013215. https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature16504<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mikrobielle Diversit\u00e4t unseres Mikrobioms hat in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Doch was bedeutet das f\u00fcr unser Leben?<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":5232,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-abnahme-der-mikrobiom-diversitat-und-ihre-folgen-fur-unsere-gesundheit\">Die Abnahme der Mikrobiom-Diversit\u00e4t und ihre Folgen f\u00fcr unsere Gesundheit<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:quote -->\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><!-- wp:paragraph -->\n<p>Seit Hunderttausenden Jahren lebt der Mensch in enger Harmonie mit den Bakterien seines K\u00f6rpers. Ohne unser Mikrobiom w\u00e4ren wir schon l\u00e4ngst ausgestorben. Die Bakterien erweitern unseren Genpool von 20.000\u201325.000 proteinkodierenden Genen auf etwa 3 Millionen Gene. Diese enorme genetische Vielfalt, die wir unserem Mikrobiom verdanken, war die Basis f\u00fcr unser \u00dcberleben, indem sie unsere Gesundheit ma\u00dfgeblich beeinflusste. Doch die Diversit\u00e4t unseres Mikrobioms nimmt rasant ab. Und damit nimmt auch unsere F\u00e4higkeit ab, in einer grunds\u00e4tzlich feindlichen Welt \u00fcberleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einzigartige-symbiose-wie-mikroorganismen-und-mensch-zusammenarbeiten\">Einzigartige Symbiose: Wie Mikroorganismen und Mensch zusammenarbeiten<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Unser K\u00f6rper ist eine <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/wir-sind-bakterien\/\">einzigartige Symbiose<\/a> aus ungef\u00e4hr 30 Billionen K\u00f6rperzellen und 38 Billionen Bakterien. Die Mikroorganismen sind eine faszinierende Verbindung mit uns eingegangen. Sie leben fast \u00fcberall in uns, denn es gibt kaum eine Stelle, die steril ist. Dadurch sind wir ein symbiotischer Organismus, bei dem die K\u00f6rperzellen den Bakterien eine gesch\u00fctzte und n\u00e4hrstoffreiche Umgebung bieten, w\u00e4hrend die Bakterien im Gegenzug uns mit ihrem gewaltigen Genpool in vielen Bereichen lebensnotwendige Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren und unsere Gesundheit absichern.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-verbindung-von-darm-und-gehirn-die-darm-hirn-achse-und-ihre-auswirkungen\">Die Verbindung von Darm und Gehirn: Die Darm-Hirn-Achse und ihre Auswirkungen<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Durch die gewaltige Steigerung unseres Genpools um das 150-Fache beeinflussen sie ganz wesentlich die Entwicklung und Funktion unseres Immunsystems, produzieren oder unterst\u00fctzen die Produktion von Neurotransmittern und Signalstoffen, die unsere Stimmung, unseren Appetit, unseren <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/bakterien-und-schlaf\/\">Schlaf<\/a> und sogar unser Verhalten beeinflussen. Die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/die-mikroben-in-unserem-darm-architekten-unseres-gehirns\/\">Darm-Hirn-Achse<\/a> sendet \u00fcber den Vagusnerv bis zu 90\u202f% ihrer Signale vom Darm zum Gehirn und nicht umgekehrt. Auch die Produktion von <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/koerper\/das-spiel-mit-den-hormonen\/\">Hormonen<\/a> und deren Regulation ist von den Mikroorganismen abh\u00e4ngig. N\u00fctzliche Bakterien verdr\u00e4ngen zudem pathogene Erreger und verhindern, dass wir krank werden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Bakterien prinzipiell durch horizontalen Gentransfer Gene mit uns austauschen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Am deutlichsten wird dies an unseren Mitochondrien sichtbar, den Orten unserer Zellatmung, die daf\u00fcr sorgen, dass der f\u00fcr uns eigentlich toxische Sauerstoff positiv f\u00fcr unser \u00dcberleben genutzt wird. Diese wurden wahrscheinlich aus Bakterien gebildet, die vollst\u00e4ndig von fr\u00fchen eukaryotischen Zellen aufgenommen wurden. Somit existiert in jeder einzelnen K\u00f6rperzelle in uns ein Urbakterium in Form der Mitochondrien. Mehr Symbiose geht nicht.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-im-anfang-war-die-musik\">Im Anfang war die Musik<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Um ein Bild zu verwenden: Die menschlichen Zellen bilden mit den Bakterien ein Orchester, das gemeinsam die Sinfonie des Lebens erklingen l\u00e4sst. Auch wenn das etwas plakativ klingen mag \u2013 ohne dieses perfekte Zusammenspiel w\u00fcrde keine Musik erklingen, kein Leben m\u00f6glich sein. Der Mensch hat maximal von dieser Sinfonie profitiert. Der Homo sapiens, unsere moderne menschliche Spezies, existiert seit etwa 300.000 Jahren. Zuvor gab es mehrere Vorl\u00e4uferarten, die vor mehreren Millionen Jahren entstanden und letztendlich zur Entwicklung des Homo sapiens f\u00fchrten. Und alle perfektionierten im Laufe der Zeit das Zusammenspiel aus Bakterien und menschlichen Zellen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Diese Sinfonie, die unsere Billionen von Bakterien und K\u00f6rperzellen \u00fcber Millionen von Jahren begleitet hat und stets in uns lebendig war, diese Sinfonie, die uns immer weiterentwickeln lie\u00df, ist nun jedoch am Verstummen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-drastischer-ruckgang-der-mikrobiellen-diversitat\">Drastischer R\u00fcckgang der mikrobiellen Diversit\u00e4t<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>\u00dcber Hunderttausende von Jahren hat die hohe Diversit\u00e4t des Mikrobioms, also das Zusammenspiel vieler verschiedener Bakterien, f\u00fcr unser \u00dcberleben gesorgt und unsere Gesundheit gef\u00f6rdert und abgesichert. Doch der Fortschritt, oder besser gesagt das \u201eFortschreiten\u201c der modernen Zivilisation, hat allein in den letzten Jahrzehnten eine Reduktion der Diversit\u00e4t bewirkt, die h\u00f6chst alarmierend ist. Das Ausma\u00df des R\u00fcckgangs ist nur sehr schwer zu quantifizieren, aber vergleichende Experimente an M\u00e4usen und Studien von menschlichen Populationen in industriellen St\u00e4dten im Gegensatz zu l\u00e4ndlichen Gegenden weisen auf einen signifikanten Verlust hin. Ein R\u00fcckgang der mikrobiellen Diversit\u00e4t in den Industriestaaten im Vergleich zu l\u00e4ndlichen Gegenden innerhalb der letzten 100 Jahre wird auf ca. 30\u201350\u202f% gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ursachen-fur-den-ruckgang-warum-die-diversitat-des-mikrobioms-abnimmt\">Ursachen f\u00fcr den R\u00fcckgang: Warum die Diversit\u00e4t des Mikrobioms abnimmt<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die wesentlichen Hauptfaktoren f\u00fcr diesen R\u00fcckgang sind das \u201edreckige Dutzend\u201c:<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":5241,\"width\":\"515px\",\"height\":\"auto\",\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\",\"align\":\"center\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/abnahme.png\" alt=\"Gr\u00fcnde f\u00fcr die Abnahme der mikrobiellen Diversit\u00e4t\" class=\"wp-image-5241\" style=\"width:515px;height:auto\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-1-antibiotikakonsum\">1. Antibiotikakonsum<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der weltweite Antibiotikakonsum und Missbrauch in der Tierhaltung. In den USA werden bis zu 80\u202f% aller produzierten <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/medizin\/antibiotika-die-molekularen-atombomben\/\">Antibiotika<\/a> in der Tierzucht eingesetzt, da sie neben der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten auch zur Erh\u00f6hung der Biomasse um ca. 15\u202f% f\u00fchren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-2-kaiserschnittrate\">2. Kaiserschnittrate<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Anteil der <a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/mother-and-child-microbiome-connection\">Kaiserschnittgeburten<\/a> stieg von 5\u202f% im Jahr 1970 auf heute 20\u202f%. Frauen bekommen heutzutage sp\u00e4ter Kinder, und \u00c4rzte empfehlen schneller einen Kaiserschnitt, um das Risiko zu senken. Auch rechtliche Haftungsfragen und vermehrtes \u00dcbergewicht bei Schwangeren spielen eine Rolle.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3-ballaststoffarme-ernahrung\">3. Ballaststoffarme Ern\u00e4hrung<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die westliche Ern\u00e4hrung ist sehr ballaststoffarm. Dadurch wird sie nach oraler Aufnahme schon fr\u00fchzeitig von nicht-hilfreichen Bakterien verstoffwechselt und gelangt nicht mehr zu den f\u00f6rderlichen Bakterien, die auf eine ausreichende Zufuhr an Ballaststoffen angewiesen sind. Diese nehmen folglich ab.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-4-lebensweise-in-industrielandern\">4. Lebensweise in Industriel\u00e4ndern<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Menschen in Industriel\u00e4ndern haben im Gegensatz zu traditionellen Gesellschaften eine wesentlich geringere mikrobielle Diversit\u00e4t, bis zu 30\u202f% weniger. Der geringere Kontakt zur Natur spielt hier neben den anderen oben aufgef\u00fchrten Faktoren eine wesentliche Rolle.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5-verarbeitete-lebensmittel\">5. Verarbeitete Lebensmittel<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zwischen 1950 und 2000 hat sich der Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln verdreifacht. Konservierungs- und Zusatzstoffe, ein geringerer Gehalt an sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen und fehlende Fermentation schr\u00e4nken die Bakterienvielfalt stark ein.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-6-ubertriebene-hygiene\">6. \u00dcbertriebene Hygiene<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Gebrauch von antibakteriellen Seifen, Desinfektionsmitteln und allgemein Hygienema\u00dfnahmen, die w\u00e4hrend der Coronozeit wohl ihren H\u00f6hepunkt erreicht hatten, t\u00f6tet Bakterien ab und dr\u00fcckt dadurch die Diversit\u00e4t.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-7-pestizide\">7. Pestizide<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>In den letzten 40 Jahren hat sich der Einsatz von Pestiziden verdoppelt. Die Pestizide werden mit der Nahrung aufgenommen und f\u00fchren entweder durch ihre direkte antimikrobielle Wirkung zu einem Abt\u00f6ten von Bakterien oder zu einer St\u00f6rung des mikrobiellen Gleichgewichts.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-8-konsum-von-zucker-und-sussstoffen\">8. Konsum von Zucker und S\u00fc\u00dfstoffen<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Konsum hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. K\u00fcnstliche <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/ernaehrung\/sucralose-gift-mikrobiom\/\">S\u00fc\u00dfstoffe<\/a> wirken sich besonders gravierend auf das Mikrobiom aus.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-9-protonenpumpenhemmer\">9. Protonenpumpenhemmer<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Seit 1990 hat sich der Gebrauch von Protonenpumpenhemmern verdoppelt. Diese destabilisieren das Gleichgewicht im Darm und f\u00fchren zu einem Verlust der Diversit\u00e4t.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-10-fettleibigkeit\">10. Fettleibigkeit<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die Pr\u00e4valenz von Fettleibigkeit hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Zucker, Entz\u00fcndungen und Stoffwechselprodukte des Fettgewebes beeinflussen die mikrobielle Balance.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-11-vitamin-d-mangel\">11. Vitamin-D-Mangel<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Weltweit haben 40\u202f% der Bev\u00f6lkerung einen <a href=\"https:\/\/bacteria.substack.com\/p\/the-vitamin-d3-emergency\">Vitamin-D-Mangel<\/a>, was zu einer Schw\u00e4chung der Darmbarriere und vermehrt entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen f\u00fchren kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-12-toxine-im-trinkwasser\">12. Toxine im Trinkwasser<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Weltweit steigen Chemikalien im Trinkwasser an. Sie st\u00f6ren die mikrobielle Balance, beeintr\u00e4chtigen die Darmbarriere und wirken als endokrine Disruptoren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ein-empfindliches-gleichgewicht-was-passiert-wenn-die-vielfalt-schwindet\">Ein empfindliches Gleichgewicht: Was passiert, wenn die Vielfalt schwindet?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Mikrobielle Populationen stehen in einem komplexen und sensiblen Gleichgewicht zueinander. Sie ver\u00e4ndern sich st\u00e4ndig, kommunizieren miteinander und versorgen sich gegenseitig mit N\u00e4hrstoffen. Wird dieses ausbalancierte Gleichgewicht jedoch gest\u00f6rt, so gibt es erhebliche gesundheitliche Auswirkungen. Dies kann mit einem Orchester verglichen werden, bei dem die Genialit\u00e4t einer Sinfonie leicht durch st\u00f6rende Zwischenrufe zerst\u00f6rt werden kann. H\u00e4lt diese St\u00f6rung an, wird das Orchester letztlich verstummen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keystone-taxa-und-mikrobielle-gilden-die-dirigenten-und-musiker-des-mikrobioms\">Keystone-Taxa und mikrobielle Gilden: Die Dirigenten und Musiker des Mikrobioms<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>In diesem Zusammenhang ist das Konzept der \u201eKeystone-Taxa\u201c und \u201emikrobiellen Gilden\u201c erw\u00e4hnenswert. Keystone-Taxa sind bestimmte Bakterienarten im Mikrobiom, die essenzielle Funktionen erf\u00fcllen. Sie k\u00f6nnen in geringer Anzahl vorkommen, doch ihr Fehlen h\u00e4tte dramatische Folgen f\u00fcr die mikrobielle Gemeinschaft und damit f\u00fcr den menschlichen Organismus. Im Orchester w\u00e4re dies der Dirigent oder die erste Geige.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Mikrobielle Gilden sind wiederum Gruppen von Mikroorganismen, die eng zusammenarbeiten, um wichtige biologische Prozesse im Darm zu unterst\u00fctzen, z.\u202fB. den Abbau bestimmter N\u00e4hrstoffe. Wird eine Gilde aufgrund von Umweltfaktoren oder Lebensstilver\u00e4nderungen beeintr\u00e4chtigt, schw\u00e4cht dies ebenfalls die Vielfalt und Stabilit\u00e4t des Mikrobioms. In der Orchester-Analogie entspr\u00e4che dies den zweiten Geigern oder den Blasinstrumenten.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-kipppunkt-wann-der-verlust-der-diversitat-irreversibel-wird\">Der Kipppunkt: Wann der Verlust der Diversit\u00e4t irreversibel wird<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":5235,\"sizeSlug\":\"full\",\"linkDestination\":\"none\"} -->\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kipppunkt2.webp\" alt=\"Der Zerfall des Mikrobioms\" class=\"wp-image-5235\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Mikrobiom zerf\u00e4llt aufgrund seiner reduzierten Diversit\u00e4t<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Welche Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat es jedoch, wenn die Diversit\u00e4t des Mikrobioms weiter abnimmt? Es gibt die Theorie des \u201eKipppunktes\u201c oder den \u201ePoint of no return\u201c \u2013 der Punkt, ab dem das Mikrobiom irreparabel zusammenbricht und nicht wiederhergestellt werden kann. Wird dieser Punkt erreicht, bricht das gesamte Mikrobiom unwiderruflich zusammen, was zu irreparablen Gesundheitssch\u00e4den f\u00fchren kann. Unterschreitet die Diversit\u00e4t ein Mindestma\u00df, kann dies im schlimmsten Fall zum Tod f\u00fchren.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Wie ein Kartenhaus bricht die Sinfonie des Lebens dabei in sich zusammen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Und wird zur Sinfonie der Stille. (JS)<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:separator -->\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<!-- \/wp:separator -->\n\n<!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-quellen-und-weiterfuhrende-literatur\">Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Clemente, J. C., Pehrsson, E. C., Blaser, M. J., Sandhu, K., Gao, Z., Wang, B., \u2026 &amp; Dominguez-Bello, M. G. (2015). The microbiome of uncontacted Amerindians. Science Advances, 1(3), e1500183. https:\/\/doi.org\/10.1126\/sciadv.1500183<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>De Filippo, C., Cavalieri, D., Di Paola, M., Ramazzotti, M., Poullet, J. B., Massart, S., \u2026 &amp; Lionetti, P. (2010). Impact of diet in shaping gut microbiota revealed by a comparative study in children from Europe and rural Africa. Proceedings of the National Academy of Sciences, 107(33), 14691\u201314696. https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1005963107<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Gupta, V. K., Paul, S., &amp; Dutta, C. (2017). Geography, ethnicity or subsistence-specific variations in human microbiome composition and diversity. Frontiers in Microbiology, 8, 1162. https:\/\/doi.org\/10.3389\/fmicb.2017.01162<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>The Human Microbiome Project Consortium. (2012). Structure, function and diversity of the healthy human microbiome. Nature, 486(7402), 207\u2013214. https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature11234<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Larsen, O. F. A., &amp; van de Burgwal, L. H. M. (2021). On the verge of a catastrophic collapse? The need for a multi-ecosystem approach to microbiome studies. Frontiers in Microbiology, 12, 784797. https:\/\/doi.org\/10.3389\/fmicb.2021.784797<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Lloyd-Price, J., Abu-Ali, G., &amp; Huttenhower, C. (2016). The healthy human microbiome. Genome Medicine, 8, 51. https:\/\/doi.org\/10.1186\/s13073-016-0307-y<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Rajpoot, M., Sharma, A. K., Sharma, A., &amp; Gupta, G. K. (2018). Understanding the microbiome: Emerging biomarkers for exploiting the microbiota for personalized medicine against cancer. Seminars in Cancer Biology. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.semcancer.2018.02.003<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Requena, T., Mart\u00ednez-Cuesta, M. C., &amp; Pel\u00e1ez, C. (2018). Diet and microbiota linked in health and disease. Food &amp; Function, 9(1), 12\u201327. https:\/\/doi.org\/10.1039\/C7FO01820G<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Sender, R., Fuchs, S., &amp; Milo, R. (2016). Revised estimates for the number of human and bacteria cells in the body. PLOS Biology, 14(8), e1002533. https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pbio.1002533<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Sonnenburg, E. D., &amp; Sonnenburg, J. L. (2016). Diet-induced extinctions in the gut microbiota compound over generations. Nature, 529(7585), 212\u2013215. https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature16504<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[43],"tags":[50,149,150,163,153,152,151],"class_list":["post-5231","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-koerper","tag-darm-hirn-achse","tag-darmflora-und-gesundheit","tag-gesundheit-und-mikrobiom","tag-highlights","tag-keystone-taxa","tag-mikrobielles-gleichgewicht","tag-mikrobiom-diversitaet-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5231"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5231\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7707,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5231\/revisions\/7707"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}