{"id":5145,"date":"2024-10-02T23:11:49","date_gmt":"2024-10-02T21:11:49","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?p=5145"},"modified":"2026-02-18T16:48:41","modified_gmt":"2026-02-18T15:48:41","slug":"sucralose-gift-mikrobiom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/ernaehrung\/sucralose-gift-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Sucralose &#8211; das s\u00fc\u00dfe Gift"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sucralose-das-susse-gift\">Sucralose &#8211; das s\u00fc\u00dfe Gift<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-gravierenden-auswirkungen-der-sussstoff-auf-unser-mikrobiom-und-unsere-gesundheit-hat\">Welche gravierenden Auswirkungen der S\u00fc\u00dfstoff auf unser Mikrobiom und unsere Gesundheit hat<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der S\u00fc\u00dfstoff Sucralose ger\u00e4t immer mehr in den Verdacht, sch\u00e4dliche Auswirkungen auf den Menschen zu haben. Doch was ist wirklich dran? Ist das blo\u00dfe Panikmache, oder gibt es studiengest\u00fctzte Fakten dazu?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Getr\u00e4nke, Milchprodukte, S\u00fc\u00dfwaren, Backwaren, Tiefk\u00fchlprodukte, W\u00fcrzmittel, Saucen, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, Proteinshakes \u2013 die Liste der Lebensmittel, bei denen Sucralose als \u201es\u00fc\u00dfender Stoff\u201c, also als S\u00fc\u00dfstoff, verwendet wird, scheint fast endlos. Das liegt daran, dass Sucralose von allen konventionellen S\u00fc\u00dfstoffen den h\u00f6chsten S\u00fc\u00dfungsgrad aufweist. Im Vergleich zu herk\u00f6mmlichem Zucker ist Sucralose 400- bis 600-mal s\u00fc\u00dfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hat zwei wesentliche Vorteile: Erstens k\u00f6nnen selbst nicht vorteilhaft schmeckende Stoffe mit nur geringen Mengen genie\u00dfbar gemacht werden, und zweitens ist der Einsatz durch die geringen Mengen mit niedrigen Kosten verbunden. Die Lebensmittelindustrie profitiert also doppelt davon.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Kilogramm Proteinpulver liegt die typische Menge zwischen 0,1 und 0,5 Gramm. Dies bedeutet, dass eine 50-Gramm-Portion Proteinpulver etwa 5 bis 25 Milligramm Sucralose enth\u00e4lt. Das mag auf den ersten Blick wenig erscheinen, ist es aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|0px||0px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][pac_divi_table_of_contents title=&#8220;Inhaltsverzeichnis&#8220; exclude_headings_by_class=&#8220;on&#8220; included_headings=&#8220;off|on|off|off|off|off&#8220; level_markers_2=&#8220;decimal&#8220; title_container_bg_color=&#8220;#2DACDC&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; heading_all_font=&#8220;Open Sans||||||||&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; default_state=&#8220;closed&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/pac_divi_table_of_contents][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zulassungsprozess-und-falsche-annahmen-was-ist-bei-sucralose-schiefgelaufen\">Zulassungsprozess und falsche Annahmen: Was ist bei Sucralose schiefgelaufen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Als 1998 die urspr\u00fcngliche Zulassung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erfolgte, geschah dies unter folgenden Annahmen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stabilit\u00e4t im K\u00f6rper: Sucralose soll fast vollst\u00e4ndig und unver\u00e4ndert den Darm passieren und wieder ausgeschieden werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Wirkung auf das Darmmikrobiom: Sucralose sollte inert, also biologisch inaktiv, sein und keinen Einfluss auf die Bakterien haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Beeintr\u00e4chtigung der Darmbarriere: Sucralose sollte keine sch\u00e4dliche Wirkung auf die Darmwand haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Bioakkumulation: Sucralose sollte sich nicht im K\u00f6rper anreichern.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Auswirkungen auf den Glukose- oder Insulinstoffwechsel: Sucralose sollte keine Wechselwirkungen mit dem Blutzuckerspiegel haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine krebserregenden Eigenschaften: Sucralose sollte das Krebsrisiko nicht erh\u00f6hen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Heute wissen wir: Alle Annahmen scheinen falsch zu sein. Dies best\u00e4tigen an Menschen und Tieren durchgef\u00fchrte Studien.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-entdeckung-und-vermarktung-sucralose-ein-zufallsfund-mit-enormem-potenzial\">Entdeckung und Vermarktung: Sucralose \u2013 ein Zufallsfund mit enormem Potenzial<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Forscher der Firma Tate &amp; Lyle entdeckte 1976 in Zusammenarbeit mit der University of London Sucralose, als er die Verbindung irrt\u00fcmlich testete und dabei den extrem s\u00fc\u00dfen Geschmack bemerkte. Das Unternehmen konzentriert sich auf Spezialzutaten f\u00fcr die Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeindustrie. Schnell wurde der enorme wirtschaftliche Nutzen erkannt, und nach ersten Tests zur Sicherheit und Wirksamkeit folgte in den 1990er-Jahren eine aggressive Markteinf\u00fchrung des Produkts, zuerst noch unter dem Markennamen Splenda.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-naturlich-oder-kunstlich-sucralose-im-vergleich-zu-anderen-sussstoffen\">Nat\u00fcrlich oder k\u00fcnstlich? Sucralose im Vergleich zu anderen S\u00fc\u00dfstoffen<\/h2>\n\n\n\n<p>Der S\u00fc\u00dfstoff gilt als synthetischer S\u00fc\u00dfstoff, im Gegensatz zu Stevia, welches als nat\u00fcrlicher S\u00fc\u00dfstoff eingestuft wird. Sucralose kommt nicht in der Natur vor und wird durch eine Ver\u00e4nderung des Haushaltszuckers hergestellt, bei der bestimmte Hydroxylgruppen durch Chloratome ersetzt werden. Diese Chlorierung ver\u00e4ndert die Struktur erheblich. Auch die FDA stuft Sucralose als k\u00fcnstlichen S\u00fc\u00dfstoff ein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-sucralose-form-ist-schadlich\">Welche Sucralose-Form ist sch\u00e4dlich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die reine Sucralose ist, entgegen der damaligen Zulassung durch die FDA, bereits sch\u00e4dlich. In verschiedenen Studien konnte dies einwandfrei nachgewiesen werden. Besonders sch\u00e4dlich ist sie bei langfristiger Einnahme. Da sie aber in so vielen Produkten als S\u00fc\u00dfungsmittel verwendet wird, ist eine kontinuierliche Aufnahme schnell gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich wird Sucralose im Darm teilweise in Sucralose-6-Acetat umgewandelt. Ebenfalls ist dieses Abbauprodukt auch in geringer, aber relevanter Konzentration in handels\u00fcblicher Sucralose vorhanden. Sucralose-6-Acetat ist wesentlich sch\u00e4dlicher als die Sucralose selbst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wechselwirkungen-sucralose-mikrobiom-was-passiert-im-darm\">Wechselwirkungen Sucralose &#8211; Mikrobiom: Was passiert im Darm?<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt zwei wesentliche Wechselbeziehungen zwischen Sucralose und dem Mikrobiom:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-forderung-des-abbauprodukts-sucralose-6-acetat-durch-die-bakterien\">F\u00f6rderung des Abbauprodukts Sucralose-6-Acetat durch die Bakterien<\/h3>\n\n\n\n<p>Dies ist eine Hypothese, die momentan gepr\u00fcft wird. Hierbei w\u00fcrde das Mikrobiom direkt die Umwandlung von Sucralose in die sch\u00e4dlichere Form Sucralose-6-Acetat unterst\u00fctzen. Dies erscheint wahrscheinlich, da Mikroorganismen die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Enzyme besitzen. Auch das saure Milieu des Magens k\u00f6nnte eine Rolle dabei spielen oder auch Produkte, die vom Mikrobiom gebildet werden und dann mit der Sucralose zu Sucralose-6-Acetat interagieren k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-direkte-wirkung-der-sucralose-auf-das-mikrobiom\">Direkte Wirkung der Sucralose auf das Mikrobiom<\/h3>\n\n\n\n<p>Prim\u00e4r ist hier der negative Einfluss auf das <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/wir-sind-bakterien\/\">Mikrobiom<\/a> zu nennen. Es ver\u00e4ndert sich nicht nur, sondern Studien konnten nachweisen, dass vor allem die <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/allgemein\/bakterien-sind-gut\/\">n\u00fctzlichen Darmbakterien<\/a> wie Lactobacillus und Bifidobacterium gezielt verringert wurden, w\u00e4hrend das Wachstum von entz\u00fcndungsf\u00f6rdernden Bakterien gef\u00f6rdert wurde. Ein aus dem Gleichgewicht geratenes Mikrobiom ist die Ursache vieler Krankheiten und sollte weitestgehend vermieden werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-weitere-gesundheitliche-schaden-durch-sucralose\">Weitere gesundheitliche Sch\u00e4den durch Sucralose<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber Sucralose und ihr Abbauprodukt verursachen noch viel mehr als eine negative Beeinflussung des Mikrobioms. Im Folgenden werden nur die drei wesentlichsten Gesundheitssch\u00e4den durch den Konsum aufgezeigt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/broken-dna-strands.jpeg\" alt=\"gebrochene DNA Str\u00e4nge\" class=\"wp-image-5152\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/broken-dna-strands.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/broken-dna-strands-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/broken-dna-strands-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/broken-dna-strands-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sucralose hat genotoxische Effekte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-a-beeintrachtigung-der-darmintegritat\">A. Beeintr\u00e4chtigung der Darmintegrit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>Sucralose und noch wesentlich mehr das Abbauprodukt Sucralose-6-Acetat k\u00f6nnen \u00fcber verschiedene Mechanismen, wie oxidativen Stress, St\u00f6rung der Zellverbindungen, Entz\u00fcndungsreaktionen und Ver\u00e4nderung des Mikrobioms, die Darmwand schw\u00e4chen. Dies tr\u00e4gt zum gef\u00fcrchteten \u201eLeaky-Gut-Syndrom\u201c bei, bei dem Bakterien und deren Toxine aus dem Darm in den Blutkreislauf eindringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darmwand ist ein ganz wichtiger Schutzwall gegen die in gro\u00dfen Mengen im Darm vorliegenden Bakterien. Bricht diese Barriere zusammen, so str\u00f6men die Bakterien, Giftstoffe und auch noch unverdauten Nahrungsbestandteile in das Blut. Dies f\u00fchrt zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme, wie Entz\u00fcndungsreaktionen, Autoimmunerkrankungen und einem gest\u00f6rten Hormonhaushalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Patient merkt dies vor allem durch Magen-Darm-Beschwerden, M\u00fcdigkeit, Kopfschmerzen, Hautprobleme und eine Vielzahl anderer gesundheitlicher Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Leaky-Gut-Syndrom kann durch verschiedene diagnostische Tests nachgewiesen werden, da z. B. bestimmte Stoffe vermehrt im Blutkreislauf festgestellt werden. Eine Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms ist m\u00f6glich, erfordert aber eine ganzheitliche Herangehensweise.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-b-beeintrachtigung-des-glukosestoffwechsels\">B. Beeintr\u00e4chtigung des Glukosestoffwechsels<\/h3>\n\n\n\n<p>Sucralose kann die Insulinaussch\u00fcttung aus der Bauchspeicheldr\u00fcse beeinflussen. Es wird bei Sucraloseaufnahme vermehrt Insulin ausgesch\u00fcttet. Eine l\u00e4ngere \u00fcberm\u00e4\u00dfige Insulinantwort f\u00fchrt irgendwann zu einer Insulinresistenz. Dadurch wird weniger Zucker aus dem Blut in die Muskel-, Fett- und Leberzellen aufgenommen, sodass der Zuckerspiegel im Blut ansteigt. Eine Typ-2-Diabetes ist die Folge.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-c-forderung-von-krebs\">C. F\u00f6rderung von Krebs<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Abbauprodukt von Sucralose, das Sucralose-6-Acetat, und in geringerem Ma\u00dfe auch Sucralose selbst, haben in Studien gezeigt, dass sie eine erh\u00f6hte Genotoxizit\u00e4t aufweisen. Dabei wird die DNA in den Zellen gesch\u00e4digt, was wiederum Mutationen ausl\u00f6st und potenziell Krebs verursachen kann. Auch hat der S\u00fc\u00dfstoff direkte Auswirkungen auf den Reparaturmechanismus, d.h. Zellen sind weniger in der Lage, DNA-Sch\u00e4den, die grunds\u00e4tzlich st\u00e4ndig vorkommen, zu reparieren. Erh\u00f6hte Mutationen und Krebs sind die Folge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Genotoxizit\u00e4t ist wahrscheinlich die drastischste gesundheitliche Nebenwirkung, weil sie direkt auf DNA-Ebene relevant ist. Es ist wichtig, sich dies nochmals vor Augen zu halten: Hier ist ein Stoff, der das Potenzial besitzt, die DNA in unseren Zellen zu sch\u00e4digen. Zus\u00e4tzlich hemmt er auch die Reparatur der Gensch\u00e4den, die er selbst verursacht hat. Ein wahrhaft toxisches System.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-sucralose-konzentration-ist-im-korper-schadlich\">Welche Sucralose-Konzentration ist im K\u00f6rper sch\u00e4dlich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie immer macht auch bei Sucralose die Dosis das Gift. Die Frage ist also: Kann die Sucralose und ihr Abbauprodukt bereits in g\u00e4ngigen Konzentrationen der Gesundheit schaden? Kann Sucralose dabei das Mikrobiom beeinflussen? Die Antwort ist ganz klar: Ja!<\/p>\n\n\n\n<p>Die genotoxische Wirkung, also die Sch\u00e4digung der DNA, wird bereits bei 0,15 \u00b5g\/Person\/Tag beobachtet. Dies ist ein Wert, der bereits in einer einzigen sucralosehaltigen Getr\u00e4nkedosis \u00fcberschritten wird. Zus\u00e4tzlich kommt es sowohl bei Sucralose als auch bei Sucralose-6-Acetat zu einer Bioakkumulation, also zu einer l\u00e4ngerfristigen Anreicherung im K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-warum-ist-sucralose-nicht-bereits-verboten-ein-blick-hinter-die-kulissen\">Warum ist Sucralose nicht bereits verboten? Ein Blick hinter die Kulissen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Hauptproblem ist: Sucralose wurde bereits zugelassen. Dies zu widerrufen ist ein komplexer regulatorischer Vorgang, bei dem viele wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen sowie potenzielle Regressanspr\u00fcche. Die Untersuchungen zur Zulassung fanden jedoch alle in den 1990er-Jahren statt, als noch nicht die molekularbiologischen Methoden zur Verf\u00fcgung standen, die heute genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"2912\" height=\"1632\" src=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/sucralose-money.jpeg\" alt=\"Sucralose business\" class=\"wp-image-5155\" style=\"width:822px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/sucralose-money.jpeg 2912w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/sucralose-money-1280x717.jpeg 1280w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/sucralose-money-980x549.jpeg 980w, https:\/\/bacteria.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/sucralose-money-480x269.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2912px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sucralose ist ein gutes Gesch\u00e4ft<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zudem wurden gerade die Genotoxizit\u00e4tsexperimente an in vitro Zellkulturen oder in Tiermodellen durchgef\u00fchrt, sind also per se nicht mit Humanstudien vergleichbar. Hier aber zeigt sich das Problem unserer heutigen Zeit: Vermehrt werden heutzutage Zellkulturenstudien gefordert, um Humanstudien und auch Tierversuche aus ethischen Gr\u00fcnden zu ersetzen. Zeigen aber diese \u201eErsatzstudien\u201c eine Gef\u00e4hrdung, dann werden keine Konsequenzen gezogen, weil entsprechende Humanstudien fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber w\u00fcrde man \u2013 im Fall von Sucralose \u2013 explizit Experimente an Menschen durchf\u00fchren? Und ist es nicht ausreichend, wenn Konzentrationen, die bei dem Konsum von Sucralose \u00fcblich sind, in Zellkulturen und Tierexperimenten die Sch\u00e4digung der DNA zeigen? Bedarf es dann wirklich noch einer \u00dcbertragung auf den Menschen, die aber aus den erw\u00e4hnten Gr\u00fcnden in dieser Form wohl kaum erfolgen wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Es entsteht ein negativer Ringschluss: Folgen werden erst dann gezogen, wenn es einen Beweis bei Humanstudien gibt, die jedoch nicht durchgef\u00fchrt werden, weil negative Folgen zu bef\u00fcrchten sind. Solange passiert nichts! Sucralose wird weiterhin erlaubt, und die Menschen werden dadurch gef\u00e4hrdet. Die Krebsraten werden weiter steigen, und da Krebs multifaktorielle Ursachen hat und selten auf eine einzige Ursache zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann, zeigen die Statistiken einen Anstieg an Krebserkrankungen \u2013 doch ein Verbot der Sucralose wird angesichts der bereits erfolgten FDA-Zulassung und der Lobbyarbeit der Konzerne wohl nicht in naher Zukunft erfolgen. Die Leidtragenden dabei sind die \u2013 uninformierten \u2013 Konsumenten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-warum-gibt-es-eigentlich-sussstoffe\">Warum gibt es eigentlich S\u00fc\u00dfstoffe?<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch das Problem liegt wieder einmal tiefer. Der Einsatz von Sucralose und auch anderen S\u00fc\u00dfstoffen ist nur eine Antwort auf den Markt. Es ist ein Symptom und nicht die Ursache. Das Problem ist der Wunsch des Verbrauchers, dass alles m\u00f6glichst \u201egut\u201c, mit anderen Worten s\u00fc\u00df, schmecken soll. Inwieweit die Ern\u00e4hrungsindustrie den Verbraucher dazu erzogen hat, soll nicht an dieser Stelle diskutiert werden. Fakt ist jedoch, dass die Konsumenten nicht bereit sind, Abstriche zu machen: Ern\u00e4hrung soll kalorienreduziert und trotzdem schmackhaft sein.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Industrie ist es einfach, ein nicht schmeckendes Produkt wie einen zuckerlosen Saft oder eine Proteinmischung mit Sucralose geschmacklich angenehmer zu gestalten. Und sie macht es auch, da ansonsten ihre Produkte von den meisten Verbrauchern nicht akzeptiert w\u00fcrden, die wiederum durch den jahrelangen Zuckereinsatz der Ern\u00e4hrungsindustrie in hohen Konzentrationen an das S\u00fc\u00dfe in den Lebensmitteln gew\u00f6hnt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Teufelsspirale muss durchbrochen werden. Und das kann nur durch unabh\u00e4ngige Aufkl\u00e4rung geschehen. (JS)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>____________________<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterf\u00fchrende Literatur:<\/p>\n\n\n\n<p>Romo-Romo et al. (2018):<br>Romo-Romo, A., Aguilar-Salinas, C. A., Brito-C\u00f3rdova, G. X., G\u00f3mez-D\u00edaz, R. A., &amp; Almeda-Valdes, P. (2018). Sucralose decreases insulin sensitivity in healthy subjects: A randomized controlled trial. American Journal of Clinical Nutrition, 108(3), 485\u2013491. doi: <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30535090\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.1093\/ajcn\/nqy152<\/a>\u200b.<\/p>\n\n\n\n<p>Pepino et al. (2013):<br>Pepino, M. Y., Tiemann, C. D., Patterson, B. W., Wice, B. M., &amp; Klein, S. (2013). Sucralose affects glycemic and hormonal responses to an oral glucose load in obese subjects. Diabetes Care, 36(9), 2530\u20132535. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/23633524\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.2337\/dc12-2221\u200b.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Li et al. (2020):<br>Li, X., Liu, Y., Wang, Y., Li, X., Liu, X., Guo, M., \u2026 &amp; Jiang, M. (2020). Sucralose promotes colitis-associated colorectal cancer risk in a murine model along with changes in microbiota. Frontiers in Oncology, 10, Article 710. <a href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/journals\/oncology\/articles\/10.3389\/fonc.2020.00710\/full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.3389\/fonc.2020.00710<\/a>\u200b.<\/p>\n\n\n\n<p>Bian et al. (2017):<br>Bian, X., Chi, L., Gao, B., Tu, P., Ru, H., &amp; Lu, K. (2017). Gut microbiome response to sucralose and its potential role in inducing liver inflammation in mice. Frontiers in Physiology, 8, Article 487. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/28790923\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.3389\/fphys.2017.00487\u200b.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Schiffman &amp; Rother (2013):<br>Schiffman, S. S., &amp; Rother, K. I. (2013). Sucralose, a synthetic organochlorine sweetener: Overview of biological issues. Journal of Toxicology and Environmental Health, Part B, 16(7), 399-451. <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24219506\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1080\/10937404.2013.842523\u200b<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Schiffman et al. (2023):<br>Schiffman, S. S., Scholl, E. H., Furey, T. S., &amp; Nagle, H. T. (2023). Toxicological and pharmacokinetic properties of sucralose-6-acetate and its parent sucralose: In vitro screening assays. Journal of Toxicology and Environmental Health, Part B, 26(6), 307-341. <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/10937404.2023.2213903\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1080\/10937404.2023.2213903\u200b<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zuckerersatz Sucralose ist extrem s\u00fc\u00df, aber ist er auch gesund? Neueste Forschungen zeigen, dass gesundheitliche Sch\u00e4den verursacht werden.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":5147,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[145],"tags":[53,163,129,66,126,128],"class_list":["post-5145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernaehrung","tag-darmgesundheit","tag-highlights","tag-lebensmittel","tag-mikrobiom","tag-sucralose","tag-zucker"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5145"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7708,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5145\/revisions\/7708"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}