{"id":6641,"date":"2025-10-27T14:29:25","date_gmt":"2025-10-27T13:29:25","guid":{"rendered":"https:\/\/bacteria.de\/?post_type=insight&#038;p=6641"},"modified":"2025-10-28T14:01:10","modified_gmt":"2025-10-28T13:01:10","slug":"social-jetlag-stoert-mikrobiom","status":"publish","type":"insight","link":"https:\/\/bacteria.de\/de\/insight\/social-jetlag-stoert-mikrobiom\/","title":{"rendered":"Social Jetlag st\u00f6rt Mikrobiom"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Social Jetlag st\u00f6rt Mikrobiom<\/h1>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Social Jetlag, also das unterschiedliche Schlafverhalten am Wochenende gegen\u00fcber Arbeitstagen, beeinflusst das Mikrobiom. Social Jetlag entsteht, wenn l\u00e4nger abends durchgehalten wird (Party, Social Life) und am Morgen ein Ausschlafen erfolgt. Dies mag zwar auf den ersten Blick entspannend wirken, ist aber f\u00fcr das Mikrobiom sch\u00e4dlich.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Humanstudie zeigt, welche Auswirkungen der Social Jetlag auf das Mikrobiom haben kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was wurde in der Social Jetlag Studie untersucht?<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der ZOE PREDICT 1 Studie wurden 934 erwachsene Teilnehmer untersucht. Die Probanden gaben ihr Schlafverhalten an, insbesondere Unterschiede zwischen Arbeits- und freien Tagen. Ein Social Jetlag (SJL) lag vor, wenn der mittlere Schlafzeitpunkt am Wochenende gegen\u00fcber Arbeitstagen um mindestens 90 Minuten verschoben war. Zus\u00e4tzlich wurden Stuhlproben f\u00fcr eine DNA-basierte Mikrobiomanalyse entnommen sowie Ern\u00e4hrungsdaten (u.a. Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t, verzehrte Lebensmittel) und verschiedene Gesundheitsmarker im Blut erfasst. So konnten Zusammenh\u00e4nge zwischen unregelm\u00e4\u00dfigem Schlafrhythmus, Darmbakterien, Ern\u00e4hrung und Stoffwechselparametern \u00fcber den Beobachtungszeitraum hinweg untersucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kam heraus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die zentralen Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im Darmmikrobiom bei den Teilnehmern mit Social Jetlag. Insgesamt wurden 17 Bakterienarten in ihrer H\u00e4ufigkeit signifikant ver\u00e4ndert gefunden, davon waren 9 Arten h\u00e4ufiger vertreten und 8 seltener als bei Personen ohne SJL\ufffc.<br>Gleichzeitig unterschied sich der Lebensstil: Die SJL-Gruppe hatte eine schlechtere Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t und konsumierte mehr zuckerhaltige Getr\u00e4nke (z.B. Softdrinks) sowie tendenziell mehr st\u00e4rkehaltige Kost, w\u00e4hrend sie weniger Obst und N\u00fcsse zu sich nahm\ufffc. Auch bestimmte Entz\u00fcndungsmarker im Blut, etwa GlycA und Interleukin-6 (IL-6), waren bei unregelm\u00e4\u00dfig Schlafenden leicht erh\u00f6ht\ufffc. Zudem f\u00fchlten sich die Betroffenen h\u00e4ufiger angespannter oder gestresster im Alltag als jene mit geregeltem Schlaf: ein Befund, der zu fr\u00fcheren Beobachtungen passt, wonach Social Jetlag mit mentaler Ersch\u00f6pfung einhergehen kann\ufffc.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unregelm\u00e4\u00dfiger Schlaf ver\u00e4ndert Essgewohnheiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Einige der vermehrt gefundenen Darmbakterien in der Social-Jetlag-Gruppe gelten als potenziell ung\u00fcnstig f\u00fcr die Gesundheit, da sie mit ungesunder Ern\u00e4hrung, \u00dcbergewicht und vermehrten Entz\u00fcndungsprozessen in Verbindung stehen. Das hei\u00dft, ein chronisch verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus k\u00f6nnte das Mikrobiom in eine nachteilige Richtung verschieben und so langfristig Risikofaktoren f\u00fcr chronische Erkrankungen beg\u00fcnstigen. Ein wichtiger Vermittlungsfaktor scheint die Ern\u00e4hrung zu sein: Durch unregelm\u00e4\u00dfigen Schlaf \u00e4ndern sich auch die Essgewohnheiten \u2013 die Betroffenen griffen h\u00e4ufiger zu ung\u00fcnstigen Lebensmitteln und nahmen weniger gesundheitsf\u00f6rdernde Lebensmittel zu sich \u2013 was wiederum teilweise die beobachteten Mikrobiom-Ver\u00e4nderungen erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Zudem deuten die erh\u00f6hten Entz\u00fcndungswerte (z.B. IL-6) darauf hin, dass ein gest\u00f6rter Schlafrhythmus bereits bei ansonsten gesunden Menschen eine leichte systemische Entz\u00fcndung f\u00f6rdern kann \u2013 ein bekannter Risikofaktor etwa f\u00fcr Herz-Kreislauf-Leiden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Selbst kleine Schlafabweichungen wirken sich aus<\/h2>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass schon relativ kleine Schlafabweichungen (durchschnittlich ~90 Minuten Unterschied) diese messbaren Effekte zeigten. Und dies, obwohl die Teilnehmer \u00fcberwiegend jung, schlank waren und in der Regel gen\u00fcgend schliefen (\u00fcber 7 Stunden pro Nacht).<br>Mit anderen Worten: Selbst bei gesunden Menschen k\u00f6nnen moderate Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Schlaf-Wach-Rhythmus das Darmmikrobiom und gewisse Entz\u00fcndungsmarker nachteilig beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet das f\u00fcr Dich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus den Studienergebnissen lassen sich einige alltagsnahe Empfehlungen ableiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Regelm\u00e4\u00dfiger Schlaf-Wach-Rhythmus<\/h3>\n\n\n\n<p>Gehe m\u00f6glichst jeden Tag zu \u00e4hnlichen Zeiten ins Bett und stehe auch zu \u00e4hnlichen Zeiten wieder auf. Das idealerweise auch am Wochenende. Gro\u00dfe Verschiebungen des Schlafzeitpunkts gilt es zu vermeiden, denn bereits Abweichungen um etwa anderthalb Stunden zeigten in der Studie deutliche Auswirkungen auf die Darmflora. <a href=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/bakterien-und-schlaf\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/bacteria.de\/gehirn\/bakterien-und-schlaf\/\">Schlaf<\/a> ist essenziell f\u00fcr Dein Mikrobiom.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausgewogene, n\u00e4hrstoffreiche Ern\u00e4hrung<\/h3>\n\n\n\n<p>Achte auf eine ausgewogene, n\u00e4hrstoffreiche Ern\u00e4hrung. Insbesondere ein hoher Verzehr von Obst und N\u00fcssen sowie das Reduzieren von zuckerhaltigen Getr\u00e4nken scheinen vorteilhaft, da in der Studie die regelm\u00e4\u00dfig Schlafenden mehr dieser gesunden Lebensmittel konsumierten und insgesamt eine bessere Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t aufwiesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Entwickle ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt lohnt es sich, ein Bewusstsein daf\u00fcr zu entwickeln, dass der Lebensrhythmus \u2013 also Schlafzeiten und auch Mahlzeiten \u2013 einen Einfluss auf unsere Darmbakterien hat. Ein stabiler Schlafrhythmus in Kombination mit einer pflanzenreichen Kost unterst\u00fctzt vermutlich eine vielf\u00e4ltige, gesunde Darmflora, was langfristig helfen kann, chronische Entz\u00fcndungen und Erkrankungen vorzubeugen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-divi-layout\">[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; module_class=&#8220;insight-section&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_row module_class=&#8220;insight-row&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][dsm_text_divider header=&#8220;Das Wichtigste auf einem Blick&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_level=&#8220;h2&#8243; header_font=&#8220;||||||||&#8220; header_text_color=&#8220;#2DACDC&#8220; max_width=&#8220;100%&#8220; custom_margin=&#8220;||24px|||&#8220; custom_padding=&#8220;||14px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/dsm_text_divider][et_pb_text module_class=&#8220;insight-box&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(45,172,220,0.15)&#8220; custom_padding=&#8220;20px|70px|20px|70px|false|false&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; box_shadow_horizontal=&#8220;1px&#8220; box_shadow_color=&#8220;rgba(10,6,6,0.2)&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<ol>\n<li>Social Jetlag bedeutet: Unterschiedliche Schlafenszeiten zwischen Arbeits- und freien Tagen (mind. 90 Minuten Verschiebung).<\/li>\n<li><span>In der Studie wurden 934 Erwachsene untersucht; erfasst wurden Schlafverhalten, Ern\u00e4hrung, Blutwerte und das Darmmikrobiom.<\/span><\/li>\n<li><span>Menschen mit Social Jetlag zeigten signifikant ver\u00e4nderte Mikrobiom-Zusammensetzungen: 17 Bakterienarten unterschieden sich messbar.<\/span><\/li>\n<li><span>Besonders auff\u00e4llig: mehr potenziell ung\u00fcnstige Bakterienarten, die mit Entz\u00fcndungen und ungesunder Ern\u00e4hrung assoziiert sind.<\/span><\/li>\n<li><span>Die Betroffenen hatten eine schlechtere Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t. Sie verzehrten mehr Zucker und Kartoffelprodukte, weniger Obst und N\u00fcsse.<\/span><\/li>\n<li><span>Entz\u00fcndungsmarker wie GlycA und Interleukin-6 (IL-6) waren leicht erh\u00f6ht, selbst bei ansonsten gesunden, normalgewichtigen Teilnehmern.<\/span><\/li>\n<li><span>Die Ver\u00e4nderungen wurden teilweise durch die Ern\u00e4hrung vermittelt: unregelm\u00e4\u00dfiger Schlaf beeinflusst Essverhalten und Mikrobiom gemeinsam.<\/span><\/li>\n<li><span>Schon kleine Schlafabweichungen (~90 Minuten) reichten aus, um Effekte auf das Mikrobiom zu zeigen.<\/span><\/li>\n<li><span>Ein konstanter Schlafrhythmus und pflanzenreiche Ern\u00e4hrung f\u00f6rdern ein stabileres und ges\u00fcnderes Mikrobiom.<\/span><\/li>\n<li><span>Regelm\u00e4\u00dfiger Schlaf ist Mikrobiompflege. Eine einfache, aber wirkungsvolle Ma\u00dfnahme f\u00fcr langfristige Gesundheit.<\/span><\/li>\n<\/ol>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Quelle<\/h5>\n\n\n\n<p>Bermingham K. M. et al. (2023). Exploring the relationship between social jetlag with gut microbial composition, diet and cardiometabolic health, in the ZOE PREDICT 1 cohort. European Journal of Nutrition, 62(8), 3135\u20133147. <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00394-023-03204-x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1007\/s00394-023-03204-x<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen mit einem Social Jetlag zeigen Ver\u00e4nderungen im Mikrobiom. 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Dies mag zwar auf den ersten Blick entspannend wirken, ist aber f\u00fcr das Mikrobiom sch\u00e4dlich.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph --><\/blockquote>\n<!-- \/wp:quote -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eine Humanstudie zeigt, welche Auswirkungen der Social Jetlag auf das Mikrobiom haben kann.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was wurde in der Studie gemacht?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Im Rahmen der ZOE PREDICT 1 Studie \u2013 einer Humanstudie aus den Jahren 2018\u20132019 \u2013 wurden 934 erwachsene Teilnehmer untersucht. Die Probanden gaben ihr Schlafverhalten an, insbesondere Unterschiede zwischen Arbeits- und freien Tagen. Ein Social Jetlag (SJL) lag vor, wenn der mittlere Schlafzeitpunkt am Wochenende gegen\u00fcber Arbeitstagen um mindestens 90 Minuten verschoben war. Zus\u00e4tzlich wurden Stuhlproben f\u00fcr eine DNA-basierte Mikrobiomanalyse entnommen sowie Ern\u00e4hrungsdaten (u.a. Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t, verzehrte Lebensmittel) und verschiedene Gesundheitsmarker im Blut erfasst. So konnten Zusammenh\u00e4nge zwischen unregelm\u00e4\u00dfigem Schlafrhythmus, Darmbakterien, Ern\u00e4hrung und Stoffwechselparametern \u00fcber den Beobachtungszeitraum hinweg untersucht werden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kam heraus?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Die zentralen Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im Darmmikrobiom bei den Teilnehmern mit Social Jetlag. 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Zudem f\u00fchlten sich die Betroffenen h\u00e4ufiger angespannter oder gestresster im Alltag als jene mit geregeltem Schlaf: ein Befund, der zu fr\u00fcheren Beobachtungen passt, wonach Social Jetlag mit mentaler Ersch\u00f6pfung einhergehen kann\ufffc.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Auswirkungen hat das auf die Gesundheit?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Einige der vermehrt gefundenen Darmbakterien in der Social-Jetlag-Gruppe gelten als potenziell ung\u00fcnstig f\u00fcr die Gesundheit, da sie mit ungesunder Ern\u00e4hrung, \u00dcbergewicht und vermehrten Entz\u00fcndungsprozessen in Verbindung stehen\ufffc. Das hei\u00dft, ein chronisch verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus k\u00f6nnte das Mikrobiom in eine nachteilige Richtung verschieben und so langfristig Risikofaktoren f\u00fcr chronische Erkrankungen beg\u00fcnstigen\ufffc\ufffc. Ein wichtiger Vermittlungsfaktor scheint die Ern\u00e4hrung zu sein: Durch unregelm\u00e4\u00dfigen Schlaf \u00e4ndern sich auch die Essgewohnheiten \u2013 die Betroffenen griffen h\u00e4ufiger zu ung\u00fcnstigen Lebensmitteln und nahmen weniger gesundheitsf\u00f6rdernde Lebensmittel zu sich \u2013 was wiederum teilweise die beobachteten Mikrobiom-Ver\u00e4nderungen erkl\u00e4ren k\u00f6nnte\ufffc. Zudem deuten die erh\u00f6hten Entz\u00fcndungswerte (z.B. IL-6) darauf hin, dass ein gest\u00f6rter Schlafrhythmus bereits bei ansonsten gesunden Menschen eine leichte systemische Entz\u00fcndung f\u00f6rdern kann \u2013 ein bekannter Risikofaktor etwa f\u00fcr Herz-Kreislauf-Leiden\ufffc. Bemerkenswert ist, dass schon relativ kleine Schlafabweichungen (durchschnittlich ~90 Minuten Unterschied) diese messbaren Effekte zeigten\ufffc. Und dies, obwohl die Teilnehmer \u00fcberwiegend jung, schlank waren und in der Regel gen\u00fcgend schliefen (\u00fcber 7 Stunden pro Nacht)\ufffc.<br>Mit anderen Worten: Selbst bei gesunden Menschen k\u00f6nnen moderate Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Schlaf-Wach-Rhythmus das Darmmikrobiom und gewisse Entz\u00fcndungsmarker nachteilig beeinflussen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:heading -->\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet das f\u00fcr Dich?<\/h2>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Aus den Studienergebnissen lassen sich einige alltagsnahe Empfehlungen ableiten.<br>An erster Stelle steht ein regelm\u00e4\u00dfiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Gehe m\u00f6glichst jeden Tag zu \u00e4hnlichen Zeiten ins Bett und stehe auch zu \u00e4hnlichen Zeiten wieder auf. Das idealerweise auch am Wochenende. Gro\u00dfe Verschiebungen des Schlafzeitpunkts gilt es zu vermeiden, denn bereits Abweichungen um etwa anderthalb Stunden zeigten in der Studie deutliche Auswirkungen auf die Darmflora\ufffc.<br>Weiterhin ist eine ausgewogene, n\u00e4hrstoffreiche Ern\u00e4hrung ratsam. Insbesondere ein hoher Verzehr von Obst und N\u00fcssen sowie das Reduzieren von zuckerhaltigen Getr\u00e4nken scheinen vorteilhaft, da in der Studie die regelm\u00e4\u00dfig Schlafenden mehr dieser gesunden Lebensmittel konsumierten und insgesamt eine bessere Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t aufwiesen\ufffc.<br>Nicht zuletzt lohnt es sich, ein Bewusstsein daf\u00fcr zu entwickeln, dass der Lebensrhythmus \u2013 also Schlafzeiten und auch Mahlzeiten \u2013 einen Einfluss auf unsere Darmbakterien hat. Ein stabiler Schlafrhythmus in Kombination mit einer pflanzenreichen Kost unterst\u00fctzt vermutlich eine vielf\u00e4ltige, gesunde Darmflora, was langfristig helfen kann, chronische Entz\u00fcndungen und Erkrankungen vorzubeugen\ufffc.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:divi\/layout -->\n<div class=\"wp-block-divi-layout\"><\/div>\n<!-- \/wp:divi\/layout -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"insight-topic":[262],"class_list":["post-6641","insight","type-insight","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","insight-topic-verhalten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/insight\/6641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/insight"}],"about":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/insight"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/insight\/6641\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"insight-topic","embeddable":true,"href":"https:\/\/bacteria.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/insight-topic?post=6641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}